Sprachfeminismus in den “Notizen vom Birklehof”


Zweimal im Jahr bekomme ich Post aus Hinterzarten im Schwarzwald. Im Briefkasten liegen dann die “Notizen” der Schule Birklehof, jenes Internats, in dem ich 3 Schuljahre bis zum Abitur verbrachte. Diese Jahre waren zum Teil sehr erholsam, befreiten sie mich doch von dem strengen, autoritären Schulgeist des städtischen Gymnasiums in Gevelsberg, das ich zuvor 6 Jahre lang besucht hatte.

Am Birklehof ging es in vielen Dingen ungezwungener zu: kein militärischer Drill im Sportunterricht, ein Riesenangebot an musikalischer Betätigung und ein angenehm freundlicher und direkter Kontakt zu Lehrern und Erziehern. Doch ist mir schon damals aufgefallen, daß es unter der Decke der auf Elterntagen und Abiturfeiern demonstrierten heilen Birklehof-Welt ganz schön brodelte.

Das mag damit zusammenhängen, daß wir als “68er” nicht gerade besonders träge waren, wenn es darum ging, die “Erwachsenen” zu provozieren, die Lehrer, die Mentoren, die Eltern, kurz eben alle, die uns damals so auf den Geist gingen. Aufgemalte Hakenkreuze auf der direkt am Birklehof vorbeiführenden Bundesstrasse nach Freiburg, nächtens mit Ölfarbe vollgeschmierte Lehrerautos und Sauforgien im Jazzkeller unter der Turnhalle gehörten zu jenen Ereignissen, die von den Verantwortlichen dieser Schule am liebsten totgeschwiegen wurden. Am unangenehmsten war es ihnen, wenn sich Schüler auf einer offiziellen Veranstaltung der Schule kritisch äußerten: wenn sie z.B. anstatt eines Gebetes aus der damals populären “Mao-Bibel” vorlasen oder in einer Abiturfeier zum Entsetzen der Lehrer und Hauserwachsenen die fehlende sexuelle Freiheit beklagten.

Das alles ist jetzt mehr als 48 Jahre her, und es hat sich einiges in der Welt geändert. Aber eines ist seitdem gleich geblieben: Lehrer, Erzieher und Mitarbeiter des Internats unterliegen nach wie vor dem gesellschaftlichen Mainstream. Waren sie 1966 noch stockkonservativ, wie wir es als 68er damals empfanden, so sind sie heute stramme Gutmenschen.

Um auf diesen Gedanken zu kommen, reicht ein Blick in die halbjährlich von der Schule Birklehof an alle interessierten Alt-Birklehofer (also ehemaligen Schüler) verschickten “Notizen vom Birklehof”. Dort begegnet uns z.B. Petra Gerster [2], Hauptmoderatorin von ZDF-Heute, die eine “auf ökonomische Verwertbarkeit verengte Sicht von Bildung” beklagt und für eine “umfassende Charakterbildung” plädiert. Solche Sprüche kommen bei den Birklehof-Verantwortlichen gut an, nicht nur weil Petra Gerster auch mal Lehrerin werden wollte, sondern auch deshalb, weil der Birklehof schon immer großen Wert auf eine klassische humanistische Bildung legte. Und es war schon immer unter der Würde des Birklehof-Lehrers bzw. Mitarbeiters, an so etwas wie ökonomische Verwertbarkeit auch nur zu denken. Hier dachte man lieber an altgriechische Philosophen oder Goethes Farbenlehre und nahm abends im Eßsaal an Übungen in anthroposophischer Bewegungskunst (Eurythmie) teil.

Zwar sind inzwischen Latein und Griechisch keine Pflichtfächer mehr, und man achtet auch darauf, daß das Schulgeld von 2600,- Euro pro Monat für die internen Schüler gezahlt wird.
Das tat man allerdings auch schon vor 50 Jahren, insofern hat sich nicht viel geändert.

Aber wer die Berichte in den “Notizen vom Birklehof” aufmerksam studiert, sieht sofort, warum gerade Leute wie Petra Gerster oder auch Richard David Precht (Monogam wurde der Mensch durch die jüdische Seuchenmoral) in diesen Heften gerne zitiert werden [2]. Denn worum geht es in fast allen Beiträgen der Notizen vom Birklehof? Man ahnt es schon:

Literatur, Kunst, Philosophie, Wandern im Schwarzwald,Theater, Musik, Tanz und Inszenierung, alte Sprachen, Sport.

(Foto links: Winter 1977, Neubirkle) Daneben gibt es natürlich noch Berichte über den Weihnachtsmarkt, über Mitarbeiter, die in den Ruhestand gehen und neu eingestellte Lehrer. Wer aber Beiträge über die Schulfächer Mathematik, Physik, Chemie, Biologie oder Informatik sucht, blickt vergebens in diese “Notizen”. Das ist den Verfassern dieser Hefte offensichtlich schon zu sehr “ökonomisch verwertbar”, womöglich zu “materialistisch”. Lediglich bei neu eingestellten Mitarbeitern für naturwissenschaftliche Fächer macht man da gezwungenermaßen eine Ausnahme, ansonsten schreiben Altbirklehofer wie Viktoria Brigitte von Bonin (früher Roth) in den “Notizen” lieber darüber, wie schön es doch war, als sie beim Altbirklehofer Treffen feststellte, daß sie nicht die einzige in der Runde mit einer 5 in Mathe war (es waren sogar 10 von 13 Anwesenden, die sich über eine 5 in Mathe freuten).

Doch all diese schönen Berichte über

  • “Griechisch-Seminare für Eltern”,
  • “Erlebnispädagogik beim Nachmittagssport” oder
  • “Tanz und Inszenierung als Klassenarbeit”

mit ihren vielen Fotos könnte man ja noch ertragen, würde man nicht auf jeder Seite durch einen unerträglich konsequenten Sprachfeminismus gequält. Denn wer sich die von der Redakteurin Hanna Kneser (einer Angestellten der Schule Birklehof) als “Notizen” verschickten Informationsblätter durchliest, bekommt den Eindruck, als habe ein Art feministische Reichsschrifttumskammer der Redaktion Vorgaben für die Veröffentlichungen gemacht. So kann man u.a. im Notizenheft vom September 2011 128-mal die Sprachkombination “Schülerinnen und Schüler” lesen. Das wäre ja noch ertragbar, aber es kommen weitere sprachliche Verrenkungen dazu:

(Foto links: Blick auf das sog. “Haupthaus” im Januar 1977)Da ist von Mitschülerinnen und Mitschülern die Rede, von Teilnehmerinnen und Teilnehmern,
Bundessiegerinnen und Bundessiegern. Lehrende unterrichten Abiturientinnen und Abiturienten, Mitschülerinnen und Mitschüler werden von Mentorinnen und Mentoren betreut,
Sportlerinnen und Sportler trainieren gemeinsam mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, es wimmelt von Kolleginnen und Kollegen, Unterhausbewohnerinnen und -bewohnern, Unterstufenschülerinnen und -schülern und Oberstufenschülerinnen und -schülern. Unter den Birklehofschülerinnen und -schülern gibt es auch Norwegenfahrerinnen und -fahrer, die wahrscheinlich keine Sechstklässlerinnen und -klässler sind sondern eher der Oberstufe Zuzuordnende.

In dem verkrampften Bemühen, immer auch die weibliche Form mit zu erwähnen (und das natürlich immer an erster Stelle vor der männlichen), unterlaufen den Redakteuren dieser “Notizen” z.T. groteske grammatikalische oder auch Schreibfehler (oder sie vergessen ihre eigenen Sprachvorschriften). So schreiben sie z.B.

  • … besprach sie gemeinsam mit ihren Schülerinnen und -schülern die Ziele [2]
  • Fast alle Schülerinnen und Schüler waren Fahrschüler [6]

Da fragt man sich dann schon, wie ein Deutschlehrer an dieser Schule einen solchen geschriebenen Satz benoten soll.

Es mag zwar sein, daß Lann Hornscheidt, “Professx” für Gender Studies und Sprachanalyse am Zentrum für Transdisziplinäre Geschlechterstudien der Humboldt-Universität in Berlin, diese Art der Schreiberei als “geschlechtergerecht” oder “nicht zweigendernd” empfindet, es könnte aber auch sein, daß es Leser der Birklehof-Notizen gibt, die den extremen Sprachfeminismus in diesen Heften als Sexismus wahrnehmen und die katzbuckelnde Unterordnung der Schuldirektoren und Mitarbeiter unter diese feministische Genderposse nur lächerlich finden.

Oder was soll man wohl denken, wenn man folgenden Satz in einem Schreiben des Birklehofs an ehemalige Schüler liest:

Unsere Lehrerinnen und Lehrer, Hauserwachsenen und Mentorinnen und Mentoren stehen den Schülerinnen und Schülern als Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner zur Verfügung.

Anmerkungen und Links

[1] Die Neue Rheinische Zeitung in “Über uns”
[2] Birklehof-Notizen, Ausgabe September 2011
[3] Wikipedia über Petra Gerster
[4] Elite-Internat Birklehof: Vorwürfe gegen ehemaligen Schularzt
[5] Wikipedia über das Internat Birklehof
[6] Birklehof-Notizen, Ausgabe März 2012

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Dresden 1945

Im Blog von Klaus Peter Krause [1] gab es im Februar 2015 eine kleine Diskussion über die Opferzahlen der Luftangriffe auf Dresden im Februar 1945. Unter der Überschrift “Wieviele Bombenopfer in Dresden waren es wirklich?” wurde dort die seit 70 Jahren in gewissen Kreisen herumgeisternde Behauptung

Statt 25000 eher 250000 Tote des Bombenterrors von Briten und Amerikanern

als “beweisbar” hingestellt, und zwar u.a. aufgrund einer “Analyse” von einer Frau Karin Zimmermann ([6]).
Ich habe Herrn Krause daraufhin folgenden Leserbrief geschrieben, den er auch in seinem Blog veröffentlichte:

Es ist schon erstaunlich, mit wie wenig Fachkenntnis hier alle möglichen absurden nazikompatiblen Behauptungen aufgestellt werden. Wie zum Beispiel die Totenzahlen von Dresden.
Da sind es einmal 300.000, dann wieder “mindestens 250.000″, manchmal auch “nur” 200.000, jedoch erscheint den meisten in diesen Kommentaren die Zahl 25.000 als völlig unwahrscheinlich.

Diese Meinung kann nur jemand haben, der Null Ahnung von der Arbeit der Historiker in den letzten 60 Jahren zu diesem Thema hat.
Oder überhaupt wie der Blogger Reinhard Lütkemeyer aus Bad Godesberg die Meinung vertritt,

“Die genaue Zahl der Bombenopfer konnte nie ermittelt werden. Jüdische pseudowissenschaftliche Propagandaschriften aus neuerer Zeit sprechen deshalb verharmlosend von nur 25.000 Opfern.”

Lütkemeyers Website “scusi” http://scusi.twoday.net/) wurde schon mal von Reinhard Mohr in Spiegel-Online (http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,632499,00.html) explizit als antisemitisch bezeichnet.

Anscheinend vertrauen Sie, Herr Krause, ähnlich wie Lütkemeyer bei ihren “Recherchen” offensichtlich lieber dem britischen Holocaustleugner David Irving, der die Tagebücher der Anne Frank als Fälschung bezeichnete und bei seiner Behauptung über 202.040 Tote in Dresden seinerseits einer Fälschung aufgesessen war. Den von ihm als Beweis über Jahrzehnte immer wieder vorgelegten “Tagesbefehl Nr.47″ des höheren SS- und Polizeiführers Dresden hatte nämlich das Goebbelsche Propagandaministerium passend korrigiert:

“In Ehlichs Abschrift betrug die damals aktuelle Zahl der Todesopfer 20.204, die Zahl der insgesamt erwarteten Opfer 25.000 und die der kremierten Leichen 6.865. Offenbar hatte irgendjemand, wahrscheinlich aus Goebbels’ Propagandaminsterium, das Dokument grob gefälscht, indem er einfach an jede dieser drei Zahlen eine Null anhängte.”

Einer der besten Kenner der Luftangriffe auf Dresden, der Historiker und Zeitzeuge Götz Bergander, hatte diese Fälschung schon 1977 aufgedeckt. Irving hat jedoch immer wieder versucht, die Opferzahlen in Dresden nach oben zu “korrigieren”, sogar nachdem er die obige Fälschung in einer neuen Ausgabe seines Buches “Der Untergang Dresdens” zugeben mußte. Seine Halsstarrigkeit kostete ihn schließlich 2 Millionen Pfund Gerichtskosten für den Verleumdungsprozesses, den er im Frühjahr 2000 in London gegen die amerikanische Historikerin Deborah Lipstadt und ihren Verlag Penguin Books angestrengt hatte. Seitdem ist er ein vom Gericht bestätigter “Antisemit und Holocaustleugner”.

Und, liebe Freunde dieses Blogs von Karl Peter Krause, selbst wenn ihr nichts von der ganzen Problematik um die Opferzahlen wißt, dann hättet ihr euch wenigstens den Abschlußbericht der Historiker-Kommission der Stadt Dresden durchlesen können, die Ende 2008 ihr Ergebnis veröffentlichte:


“Im Ergebnis der Untersuchungen der Kommission sind bislang 18.000 Dresdner Luftkriegstote nachgewiesen worden, die den Luftangriffen zwischen dem 13. und 15. Februar 1945 zuzuordnen sind. Die Kommission geht von maximal 25.000 Menschen aus, die während der Februar-Luftangriffe in Dresden ums Leben gekommen sind. “

18.000 sind also definitiv nachgewiesen worden! Und wer saß in dieser Historikerkommission ?

Götz Bergander, Berlin, selbst Zeitzeuge der Bombardierung Dresdens und Autor der Publikation “Dresden im Luftkrieg”,
die Luftkriegsexperten Dr. Horst Boog, Steegen, und Dr. Helmut Schnatz, Koblenz,
Wolfgang Fleischer vom Militärhistorischen Museum der Bundeswehr in Dresden,
der Amtsleiter des Stadtarchivs Dresden Archivdirektor Thomas Kübler,
Prof. Dr. Rolf-Dieter Müller vom Militärgeschichtlichen Forschungsamt der Bundeswehr Potsdam,
Dr. Rüdiger Overmans, Freiburg, als ehemaliger Mitarbeiter dieses Institutes und
Dr. Alexander von Plato , Leiter des Bereiches “Oral History” an der Fernuniversität Hagen.

Weiterhin gehören zur Kommission Matthias Neutzner als Vertreter der Interessengemeinschaft “13. Februar 1945″ e.V.,
der am Stadtmuseum Dresden tätige Wissenschaftler Friedrich Reichert,
die Dresdner Historikerin Nicole Schönherr vom Frauenstadtarchiv und Zeitzeugenarchiv Dresden und
Dr. Thomas Widera vom Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung e.V. an der TU Dresden.
Die wissenschaftliche Leitung hatte Prof. Müller übernommen.

====> Und das sollen alles jüdische Geschichtsverfälscher sein?

Und noch ein letztes zu den ach so schlimmen Tieffliegerangriffen in Dresden. Erstens gibt es auch über dieses Thema Untersuchungen von Historikern, die garantiert mehr von der Sache verstehen als ein Klaus Peter Krause ([1] (z.B. Helmut Schnatz: Tiefflieger über Dresden? Legenden und Wirklichkeit, Mit einem Vorwort von Götz Bergander).

Und zweitens kann man sich auch einfach den Artikel “Warum gab es keine Tiefflieger über Dresden?” (Untertitel: Obwohl zahlreiche Zeitzeugen das Gegenteil glauben, sind sich seriöse Historiker sicher: Am 13. und 14. Februar 1945 flogen alliierten Jäger keine Angriffe auf das bombenzerstörte Dresden.) verfasst von Sven Felix Kellerhoff in der Zeitung “Die Welt” vom 22.05.13 durchlesen. Wer dann immer noch glaubt, daß mindestens 200.000 Deutsche in Dresden umgekommen sind, kann sich ja als Hilfsredakteur beim Panzerarchiv (http://forum.panzer-archiv.de/viewtopic.php?t=2506) bewerben. Da trifft er dann auf Gleichgesinnte.


In einem 2.Leserbrief habe ich folgendes geschrieben:

Die von Dr. Klaus Peter Krause als

sachkundige couragierte Frau Karin Zimmermann, Jahrgang 1941, die sich mit zahlreichen politischen Themen befasst und sich öffentlich dazu äußert

beschriebene Dame hat in ihrem Bericht, der dem Artikel von Krause zugrunde lag, auch mehrfach David Irving zitiert. Sie erwähnt ihn in ihrer “Untersuchung” über die Bombardierung Dresdens auf den Seiten 18, 27 und 44.

Natürlich nur als Kronzeugen für ihre Behauptung, daß die Historikerkommission in Dresden aus unfähigen, von der Stadt Dresden extra ausgewählten Personen bestand, allesamt US-Bewunderer, die die Anzahl der Toten auf jeden Fall unter die 25.000 drücken wollten.

Frau Zimmermann vergaß zu erwähnen, was über Irving bekannt ist, möglicherweise hält sie es auch für Wikipedia-Greuelmärchen:

“.. ist ein britischer Geschichtsrevisionist und Holocaustleugner. Er verfasste etwa 30 Bücher über die Zeit des Nationalsozialismus, darunter 1963 ein Buch über die Luftangriffe auf Dresden, das ihn bekannt machte.

1977 leugnete er Adolf Hitlers Initiative am Zweiten Weltkrieg und sein Wissen vom Holocaust bis 1943. Dadurch verlor er allmählich sein bisheriges Ansehen als seriöser Sachbuchautor. Seit 1988 bestreitet er öffentlich den Vernichtungszweck der Gaskammern und Krematorien der Konzentrationslager Auschwitz. Er wurde deshalb in mehreren Staaten strafrechtlich verurteilt und erhielt Einreiseverbote.

1977 bewies ein Fund Götz Berganders endgültig die Fälschung der Opferzahlen: Im Propagandaministerium von Joseph Goebbels war an jede Originalzahl zu bereits kremierten (6.865), registrierten (20.204) und erwarteten (25.000) Toten eine Null angehängt und so die Zahlen verzehnfacht worden, um die Luftangriffe in der Auslandspresse als Verbrechen darzustellen.”

Irving, der in mehreren seiner Bücher behauptet hatte, Anne Franks Tagebücher seien eine Fälschung, obwohl das BKA bereits 1980 in einem Gutachten ein für alle mal die Echtheit geklärt hatte, verstieg sich im Prozess gegen den Verlag Penguin Books und die amerikanische Religionswissenschaftlerin Deborah Lipstadt zu der Behauptung, dass „auf dem Rücksitz von Senator Edward Kennedys Auto in Chappaquidick mehr Frauen starben als in den Gaskammern von Auschwitz.“

Diese Tatsachen sind seit langem bekannt. Warum geht Frau Zimmermann mit keinem Wort auf die erwiesene Fragwürdigkeit von Irvings Ausführungen zum Thema Dresden ein?

Und warum stellen Sie selbst, Herr Krause, keinerlei kritische Fragen zum Thema “David Irving” in Zimmermanns Untersuchung?

Sie haben, um bei Ihren Worten zu bleiben, offensichtlich weder die Bücher von Götz Bergander noch die Ausführungen von Helmut Schnatz (incl. seiner neueren Nachträge zum Thema) gelesen.


Nach diesem Beitrag war der Herr Karl Peter Krause nicht mehr gewillt, einen weiteren Leserbrief von mir in seinem Blog zu veröffentlichen. Das kann ich gut verstehen!

Anmerkungen und Links

[1] Homepage von Klaus Peter Krause
[2] Klaus Peter Krause: Wieviele Bombenopfer in Dresden waren es wirklich?
[3] Gert Bürgel: Tiefflieger – Dresden 1945
[4] Sächsische Zeitung vom 30.03.2009: Hobbyforscher liefert Zeugen für Tiefflieger
[5] Panzer-Archiv.de über die Dresdner Opferzahlen
[6] Karin Zimmermann über die Opferzahlen und Tieffliegerangriffe
[7] Die WELT: Warum gab es keine Tiefflieger über Dresden?
[8] Helmut Schnatz: Nachträge Tiefflieger über Dresden
[9] Die WELT: Das Rätsel der Tieffliegerangriffe auf Dresden
[10] Die WELT Geschichts-Dossier über Tiefflieger über Dresden


Leserbrief von David Irving in der Times vom 7. Juli 1966:

Sehr geehrte Damen und Herren –

Ihre Zeitung genießt einen beneidenswerten Ruf, was Genauigkeit
angeht, und Ihre Bereitschaft, auch die kleinsten Fehler von
einem Tag auf den nächsten zu korrigieren, weckt gewiss die
Begeisterung Ihrer Leser; wie aber soll ein Historiker einen
Fehler korrigieren, wenn er feststellt, dass er sich geirrt hat?
Ich bitte Sie um Berücksichtigung auf Ihren Seiten.

Die Bombenangriffe von 1945 auf Dresden wurden in den letzten
Jahren von manch einem als Beweis dafür angeführt, dass
konventionelle Bombardements zerstörerischer sein können als
Atombombenangriffe, und andere haben versucht, daraus falsche
Lehren zu ziehen. Der Anteil meiner eigenen Schuld daran ist
nicht gering: In meinem 1963 erschienenen Buch The Destruction of
Dresden habe ich festgehalten, dass die Zahl der Todesopfer in
dieser Stadt zwischen 35.000 und mehr als 200.000 liegt.

Die höheren Zahlen habe ich nicht als absurd empfunden, als ich
die Begleitumstände gewürdigt habe. Drei Jahre lang habe ich
versucht, die deutschen Dokumente in Zusammenhang mit den Schäden
ans Licht zu bringen, doch die ostdeutschen Behörden konnten mich
nicht unterstützen. Vor zwei Jahren konnte ich aus einer privaten
ostdeutschen Quelle ein Dokument bekommen, das anscheinend ein
Auszug aus dem Bericht des Polizeipräsidenten war. Dort wurde eine
endgültige Opferzahl von “einer Viertelmillion” genannt. Die
übrigen dort enthaltenen Statistiken waren akkurat, doch
inzwischen ist klar, dass diese Statistik der Todesopfer eine
wahrscheinlich 1945 entstandene Fälschung war.

Die ostdeutschen Behörden (die sich ursprünglich weigerten, mir
die Dokumente zu überlassen) haben mir eine Kopie des 11-seitigen
“Schlussberichts” gegeben, der etwa einen Monat nach den Luftangriffen
auf Dresden vom Bezirkspolizeichef verfasst wurde. An der
Echtheit dieses Dokuments besteht kein Zweifel. Kurz gesagt zeigt
der Bericht, dass die Zahl der Todesopfer in Dresden sich
weitgehend in der gleichen Größenordnung bewegt wie bei den
schwersten Luftangriffen auf Hamburg im Jahre 1943. Man sollte
noch anmerken, dass der Verfasser des Dokuments, der Höhere SS-
und Polizeiführer Elbe, in Dresden für die Zivilverteidigung
zuständig war.

Seine Zahlen waren viel niedriger als jene, die ich zitiert habe.
Der entscheidende Abschnitt lautet: “Personenschäden: am 10. März
1945 waren 18.375 Tote, 2.212 schwer Verletzte und 13.918 leicht
Verletzte und 350.000 Obdachlose und dauerhaft umquartierte Personen
registriert.” Die Gesamtzahl der Todesopfer, “vor allem Frauen
und Kinder”, sollte 25.000 erreichen; weniger als einhundert Tote
waren Soldaten. Von den bis dahin geborgenen Toten waren 6.865
auf einem Platz in der Stadt eingeäschert worden. Insgesamt
35.000 Personen waren als “vermisst” registriert.

Die Echtheit des Berichts steht völlig außer Zweifel, da ich nur
wenige Tage nach dem ersten aus einer westlichen Quelle einen
zweiten deutschen Lagebericht erhalten habe. Er wiederholt exakt
die im oben erwähnten Bericht genannten Zahlen, auf denen er
offensichtlich beruhte.

Der zweite Bericht, eine Zusammenstellung der Berliner Polizei
über die “Luftangriffe auf das Reichsgebiet” vom 22. März 1945
wurde durch Zufall, nachdem er falsch eingeordnet worden war,
zwischen den 25.000 Akten des Reichsfinanzministeriums gefunden,
die derzeit im westdeutschen Bundesarchiv erschlossen werden. Er
wurde mir von Dr. Boberach, einem Archivar, übermittelt.

Ich habe kein Interesse, falsche Legenden zu verbreiten und
aufrecht zu erhalten, und deshalb ist es mir ein Anliegen, dass
die Dinge diesbezüglich richtig gestellt werden.

Ich verbleibe mit vorzüglicher Hochachtung

David Irving, 25 Elgin Mansions, W.9.

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Barbara Hendricks

(Links: Barbara Hendricks im Interview mit der heute-Show) Daß eine lesbische SPD-Frau Umweltministerin wird, sollte uns nicht erstaunen. In vielen Bereichen gibt es schon Frauenqoten, da wäre es ja nur gerecht, wenn es auch Lesben- und Schwulenquoten gäbe. Z.B. in der Regierung oder zumindest bei den gutbezahlten Politikerstellen. Wegen der Vielfalt und der Gerechtigkeit.

Und noch etwas erstaunt uns kaum: das naturwissenschaftliche Desinteresse dieser Umweltministerin. Damit fällt sie in der Masse der Bundestagsabgeordneten auch überhaupt nicht auf. Andererseits: es ist ja schon komisch, wofür sich SPD-Abgeordnete so alles interessieren.

Es soll z.B. SPD-Bundestagsabgeordnete gegeben haben, die Kinderpornographie im Internet bestellen oder als ehemalige Bundesforschungsminister Bücher über 9/11 schreiben, um die eigentlichen Verantwortlichen zu benennen: die Israelis, den Mossad und die CIA.
Das ist gelebte Vielfalt!

Doch die jetzige Umweltministerin Hendricks, die sich mit einer kleinen Randbemerkung in einem Pressegespräch Anfang 2014 als Lesbe geoutet hat, will gerne ein vollständiges Verbot von grüner Gentechnik in Deutschland.

Das allerdings sollte uns schon erstaunen. Denn eigentlich erwartet man von einer Umweltministerin ein gewisses Maß an naturwissenschaftlicher Bildung. Mit wem sie ins Bett steigt und ob sie sich morgens eher weiblich oder abends eher männlich fühlt, spielt keine Rolle. Sie sollte wenigstens den Sachgegenstand ihres Ministeriums beherrschen.

Die SPD-Ministerin aber hat als Historikerin zum Thema “Die Entwicklung der Margarineindustrie am unteren Niederrhein” promoviert. Das war sicher ein sehr, sehr schwieriges Thema, so daß die Barbara nur wenig Zeit zur Beschäftigung mit Genen, Bio und so hatte.

Außerdem ist Barbara eine Gläubige, die der Meinung ist, daß irgendwo hinterm Planeten Pluto Gott sitzt und die Strippen zieht. Deswegen ist sie auch Mitglied im Zentralkomitee der deutschen Katholiken und plädiert dafür, daß auch Lesben mal Priester_IXen werden können.

Ganz klar: da bleibt dann einfach auch keine Zeit mehr, sich mit so Sachen wie Genen, Atomen und Quecksilber in Sparbirnen zu beschäftigen.

Und deshalb brauchen wir auch über das abgrundtiefe dumme Geschwätz dieser Ministerin gar nicht erstaunt zu sein. Bei uns kann eben jeder Umweltminister werden, Hauptsache er oder sie ist schwul oder lesbisch, hat Soziologie oder Psychologie studiert und plädiert auf dem Katholikentag für die ersatzlose Abschaffung der Gentechnik.

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Doppelnameritis

Oktober 2014 in Hildesheim ([1]):
Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz (Foto links, Grüne Niedersachsen) führte heute Frau Dr. Britta Knüllig-Dingeldey in Hildesheim in das Amt der Präsidentin des Landgerichts ein und verabschiedete ihren Vorgänger, Dr. Ralph Guise-Rübe.

Man glaubt es erst gar nicht, aber dies war ein Ausschnitt aus einer echten Pressemitteilung des niedersächsischen Justizministeriums. Das könnte dann z.B. so weitergehen:

Nach ihrer Rede sprach Justizministerin Niewisch-Lennartz mit der ehemaligen Justizministerin Leutheuser-Schnarrenberger über die Auswirkungen des neuen 4-fach-Namen-Gesetzes auf die Bundesdruckereien. Am Gespräch beteiligt waren auch Marianne Burkert-Eulitz, Sprecherin für Kinder, Jugend und Familie von Bündnis 90/Die Grünen, Rita Knobel-Ulrich, Autorin und Filmemacherin, und Katrin Göring-Eckardt, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages.

Michael Grosse-Brömer, Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, und Petra Bosse-Huber, Vizepräses der Evangelischen Kirche im Rheinland sowie Elisabeth Winkelmeier-Becker, CDU-Kreisvorsitzende Rhein -Sieg, haben nach dem Gespräch von Niewisch-Lennartz mit Leutheuser-Schnarrenberger und Burkert-Eulitz über die fehlende Bereitschaft der Politiker geklagt, ein neues fortschrittliches 4-fach-Namen-Gesetz auf den Weg zu bringen. Die Bedenken der Bundesdruckerei leuchten ihnen nicht ein.

Deren Chef nämlich, Dr. Eggertman-Dödel, hatte zusammen mit Prof. Hornscheidt-Sudel und Verwaltungschef Müller-Blasberg auf den erhöhten Papierverbrauch hingewiesen. Dr. Eggertman-Dödel, Niewisch-Lennartz und Hornscheidt-Sudel wollen nun mit dem Wissenschaftler_Innen-Rat der Uni Hannover eine nachhaltige Lösung dieses Problems mit dem Ziel schaffen, leicht lesbare und verständliche Behördenformulare zu erstellen. Leutheuser-Schnarrenberger warnte Eggertman-Dödel, Niewisch-Lennartz und Hornscheidt-Sudel vorbeugend aber schon mal vor den Angriffen von Prof.Dr. Kratzmann-Streuselkuchen und dessen Mitarbeiterin Dr. Ines Pohl-Witzigmann, die im Finanzministerium die Ausgaben der Bundesdruckerei kontrollieren. Diese, so meinte Frau Leutheuser-Schnarrenberger, hätten kein Verständnis für 4-fach-Namen und wollten grundsätzlich bei Doppelnamen bleiben.


Anmerkungen und Links

[1] Amtseinführung der neuen Präsidentin des Landgerichts Hildesheim
[2] Grüne nominieren Antje Niewisch-Lennartz als Justizministerin

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Avishai Cohen

Im jüdischen Kalender / 2009-2010 (5770) / 27.Jahrgang (Herausgeber: Henryk M. Broder) gibt es einen Hinweis auf den israelischen Bassisten Avishai Cohen:

Es gibt viele israelische Songs, die auf russischen Songs basieren. Osteuropäische Melodien, versehen mit hebräischen Texten. Das wurde zu einem Folk-Idiom in Israel. Dann gibt es Komponisten, die den mediterranen Sound und die arabischen Rhythmen der Darabouka mit westlichen Harmonien verbanden. Das brachte einen speziellen Sound hervor. Dieser Sound bin ich.

Ja, dieser Sound ist Avishai Cohen. Und um ihn zu höhren, klicken Sie auf den obigen Youtube-Link und hören der wunderbaren Musik zu, die Avishai Cohen mit seinem Schlagzeuger Itama Doari, dem israelischen Pianisten Shai Maestro sowie dem Gitarristen Itamar Doari und der Sängerin Karen Malka auf den Leverkusener Jazztagen 2009 auf der Bühne produziert hat.

Es gibt nur wenige Musiker, die einen Jazz-Begeisterten wie mich “vom Hocker reißen” können. Dazu gehört eindeutig Avishai Cohen. Dabei liegt es nicht nur an meiner Begeisterung für das Land Israel, daß ich die Musik dieses Bassisten so beeindruckend finde. Denn unabhängig von den wundervollen Gesängen in jüdischer Sprache auf der obigen Aufnahme beeindrucken mich dort vor allem seine Kompositionen, die Arrangements und die Zusammenarbeit mit den anderen Musikern. Da offenbart sich eine gewaltige musikalische Kraft.

Bei seinen Improvisationen, sofern sie ausschließlich mit dem Bass produziert wurden, bin ich eher zurückhaltend. Ich bin kein Baß-Spezialist. Da ich aber in den vergangenen Tagen zufällig in Berlin Erberhard Weber gesehen und gehört habe, möchte ich auch Avishai Cohen ein Kompliment machen: dein Spiel auf dem Bass hat mich schwer beeindruckt und ich werde mich bemühen, für deinen nächsten Besuch in Deutschland eine Konzertkarte zu bekommen!

Aber was ist eigentlich das besondere an dieser Musik? Was hat mich an der Musik von Shai Maestro, Itamar Doari und Karen Malka so stark beeindruckt? Es ist, wie immer in solchen Fällen, eine spezielle Mischung aus modalem Jazz und einfachen Harmonien, besonders Moll-Harmonien. Avishai Cohen beherrscht den Umgang mit solchen gefühlsgängigen Harmonien perfekt. Er komponiert und arrangiert in einer Art und Weise, die niemand einfach so mal “ad acta” legen kann. Und so bleibt er auch im Gehör haften!

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Schwarze Brabbelsäcke in deutschen Talkshows und die sehr geehrtx Profx. Lann Hornscheidt


Während bei Anne Will am 29. Mai 2013 eine schwarz verhüllte Dame (die Schweizer Muslimin Nora Illi) den Anwesenden klarzumachen versuchte, daß ihre (Ver)kleidung ihre ganz persönliche, freiwillige Entscheidung sei, so wie das ja auch bei allen anderen muslimischen Frauen der Fall sei, während also die restlichen Gäste der Talk-Show mit gotteslästerlich entblößten Gesichtern staunend auf den in schweizerischem Dialekt vor sich hin brabbelnden schwarzen Sack schauten, den auch der hartgesottenste Antifeminist als Schlag ins Gesicht jeglicher Frauenbefreiung erkennen mußte, währenddessen also geschah im weit entfernten Leipzig an der dortigen Universität etwas, das dem einfachen Bürger mindestens genauso unverständlich vorkommen mag. Denn in Leipzig wurde eine geänderte “Grundordnung” der Universität beschlossen,

in der hinfort nur noch von Professorinnen, Assistentinnen, Dozentinnen und Wissenschaftlerinnen die Rede ist. In Fußnoten wird darauf hingewiesen, daß damit auch Männer gemeint seien.


Konsequenterweise müßten nun die Türschilder und Briefbögen der männlichen “Professorinnen” geändert werden (oder mindestens ergänzt werden durch solche Mitteilungen wie auf dem Foto links, zum Vergößern einfach anklicken). Wer aber denkt, daß wir es hier mit einer tiefgreifenden Änderung im Sprachgebrauch der Uni-Verwaltung zu tun haben, der liegt leider falsch. Denn der Irrsinn des feministischen Sprachwahnsinns breitet sich schon seit Jahren in Deutschland und Europa aus, unterstützt von Politikern sämtlicher Parteien und den Journalisten fast aller Medien. Die Änderung von Türschildern und Briefbögen würde daher im allgemeinen Gender-Kauderwelsch der Universitäten kaum auffallen. Verstehen könnten es Nicht-Akademiker sowieso nicht, die schon beim Aussprechen solcher Wörter wie

  • StudentInnenrat
  • Promovierendenrat
  • Studierendenvertretungen
  • ProfX Lann Hornscheidt

Probleme haben. Was soll man sich als normaler Mensch auch schon unter einem “ProfX” vorstellen? Oder muß man dazu eher schon außergewöhnlich sein, also ständiger Besucher von 3sat, Phoenix und WDR3, um zum eingeweihten Kreis derjenigen zu gehören, die wissen, was ein “ProfX” ist? Wer gerne mehr aus diesen eingeweihten Kreisen erfahren will, sollte einen Blick auf die Webseite von Lann Hornscheidt an der HU-Berlin werfen. Dort findet man – in roter Schrift deutlich vom anderen Text abgegrenzt – folgende Aufforderung:

Wenn Sie mit Profx. Lann Hornscheidt Kontakt aufnehmen wollen, achten Sie bitte darauf, geschlechtsneutrale Anreden zu verwenden.
Bitte vermeiden Sie alle zweigendernden Ansprachen wie “Herr ___”, “Frau ___”, “Lieber ___”, oder “Liebe ___”.
Eine mögliche Formulierung wäre dann z. B. “Sehr geehrtx Profx. Lann Hornscheidt“.
Andere Möglichkeiten werden auf der persönlichen Homepage erwähnt.

Fast könnte man es sich denken, daß diese an ihrem akademischen Titel klebende Nicht-Wissenschaftlerin Hornscheidt für die Aktion der Leipziger Hochschulrektorin Beate Schücking Sympathie empfindet. In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung lesen wir zum Thema “Professorin”:

Die SZ fragt ([12]):

Sie glauben, dass der Titel “Professorin” in Ihrer Grundordnung dafür sorgt, dass mehr Frauen in die Wissenschaft gehen?

Schücking antwortet:

Es ist ein symbolischer Akt. Aber vielleicht hilft er, die Debatte über Geschlechtergerechtigkeit an den Unis zu beleben. Gerade an der Spitze haben wir auch in Leipzig noch viel zu wenig Frauen.

“Gerade an der Spitze…” Um die Spitze geht es vor allem, das legt die Wortwahl von Frau Schücking nahe. Da, wo man “spitzenmäßig” viel Geld verdienen kann und wo man ebenfalls “spitzenmäßig” Einfluß auf die restliche Gesellschaft ausüben darf.

Ab 1. Januar 2016, das wissen wir inzwischen, herrscht auch im DAX Geschlechtergerechtigkeit: dann greift nämlich die Frauenquote der Ministerin Schwesig. Ab diesem Zeitpunkt ist nicht mehr Fachkenntnis an der Spitze deutscher Unternehmen gefragt, sondern die Zugehörigkeit zu einem speziellen Geschlecht. Für Lann Hornscheidt und alle anderen menschlichen Wesen, die nicht so genau wissen, ob sie nun männlich, weiblich oder irgendwas dazwischen sind, ist das keine gute Nachricht: denn so bleiben sie leider ausgegrenzt, was wir alle als schrecklich ungerecht empfinden.

Aber es gibt ja noch andere Möglichkeiten, sich für ausgegrenzte Minderheiten einzusetzen. Z.B. könnte man -wie bei den GRÜNEN schon geschehen (siehe hier) – sich dafür einsetzen, daß die Mitgliederverwaltung aller im Bundestag vertretenen Parteien um eine neutrale Geschlechtskategorie erweitert wird. Da gäbe es ganz viel zu tun, müßten doch Millionen von Formularen umgestellt werden, aber das wäre ja auch eine sehr wirksame Arbeitsbeschaffungsmaßnahme.

Während also Millionen begeisterter geschlechtsneutraler Bürger_Innen sich an der schwierigen Umstellung auf eine geschlechtsneutrale Sprache bei Behörden und Parteien beteiligen, bleiben nur ein paar wenige, unbelehrbare faule Volksgenossen übrig, die in den Abwasserkanälen die Exkremente beseitigen und in Kaltwalzwerken und Steam-Crack-Anlagen unwichtige, materielle Arbeiten verrichten.


Beschluss des GRÜNEN Länderrats vom 28.04.2012

Beschluss gender-neutrale Geschlechtskategorie

Rechte von Intersexuellen und Transgendern stärken: Erweiterung der Mitgliederverwaltung um eine neutrale Geschlechtskategorie

Alle personalisierten Formulare (Mitgliedsanträge, Anmeldungsformulare, etc.) von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, bei denen eine Angabe zum Geschlecht gemacht werden soll, mögen künftig um ein drittes Feld ergänzt werden. Dieses Feld soll einen geschlechtsneutralen Eintrag ermöglichen. Auch in der Verwaltung und Speicherung der Mitgliederdaten (“Sherpa”) sollen die Geschlechtszugehörigkeiten “Herr” und “Frau” bzw. “männlich” und “weiblich” um eine neutrale Kategorie erweitert werden.

Dementsprechend soll in den Anschreiben des Bundesverbandes an jene Menschen, welche sich der neutralen Geschlechtskategorie zugeordnet haben, eine geschlechtsneutrale Anredeform ermöglicht werden.
Dem Bundesvorstand wird aufgetragen, bei den Landes- und Kreisverbänden für die Regelungen aktiv zu werben und sie bei der praktischen Umsetzung zu unterstützen. Der Bundesvorstand möge dem Länderrat über den Fortschritt der Umsetzung berichten.

Vorschläge für die praktische Umsetzung:
Zu 1.) ein geschlechtsneutrales Feld in Formularen:
O Frau
O Herr
O –
Zu 2.) eine geschlechtsneutrale Anrede (als Möglichkeit neben den bestehenden männlichen und weiblichen Anredeformen):
Hallo Andreas, Hallo Claudia, Hallo Kim, …
Liebes Mitglied


Ausschnitt aus dem ESF-Bundesprogramm für den Zeitraum 2007 bis 2013

(ESF = Europäischer Sozialfonds)
In dieser Tabelle [19] werden alle “Begünstigten” für den o.a. Zeitraum mitsamt der bewilligten Beträge aufgezählt. Die auf Gleichstellung – also Förderung von Frauen – bezogenen Leistungen werden geschickt verstreut zwischen anderen Leistungen aufgezählt, erkennbar sind sie aber an der alphabetisch aufsteigenden Ordnung bei den Namen der Begünstigten. Man braucht nur nach dem Stichwort “Frauen” bei den Projekten zu suchen, dann wird man schnell fündig.

Hier einige Summen aus der Liste, bezogen auf die Jahre 2010 – 2012:

Frauenförderung in Betrieben, Initiativen, Behörden usw.: 1.105.154,82 Euro
Frauen als Gründerinnen: 384.991,7 Euro
Förderung frauenbezogener Projekte an Hochschulen: 5.137.407,99 Euro

Daneben gibt es noch einzelne Förderungen wie z.B. des Autonomen Frauenzentrum Potsdam e.V., das im Jahre 2011 38.880,00 Euro für sein Projekt “2511B045BQ Bereitstellung von 1 Bürgerarbeitsplätzen im
Rahmen der Beschäftigungsphase des Modell-projekts ‘Bürgerarbeit'” bekam.

Oder wie Kerstin Ihling-Weber, die 2008 vom ESF 1631 Euro Förderung bekam, man fragt sich nur, wofür? Es reicht offensichtlich, ein “Bio-” vor den Namen des eigenen Beriebs zu setzen, um förderungswürdig zu erscheinen, wie das Beispiel http://www.bio-naturfriseur.de/ zeigt.

Begünstigte Jahr Unterstützungssumme in Euro
Verein Machtlos E.V., Projektarbeit “Gender & Migration” in Leipzig 2012 38.675,00 (ESF)
G/I/S/A, Gender-Institut Sachsen-Anhalt PartnG, Entwicklung von Methoden und Instrumenten des Gender Managements für Unternehmen 2012 1.078.570,59 (ESF)
K. Beratungs- und Projektentwicklungsgesellschaft mbH, “FRAUENSACHE” – Cross-over-Mentoring für weibliche Führungskompetenz 2012 527.758,05
Bundesarbeitskreis ARBEIT UND LEBEN e.V., Female Professionals: Frauenpotenziale in Betrieben nutzen! 2010 1.097.496,89
AGENTUR DER WIRTSCHAFT GmbH ProDomo – Weiterbildungsprogramm zur Förderung von
weiblichen Fach- und Führungskräften
2010 984.382,48
Ausbildungsgemeinschaft Industrie, Handel und Handwerk e. V. Frauenpower 2011 295.847,38
AWO Seniorenheim Wildau GmbH Expedition Zukunft: Frauen gestalten Arbeit, Leben und
Karriere!
2011 383.142,50
Berufliche Fortbildungszentrum der Bayerischen Wirtschaft (bfz) gGmbH, Abt.
Bildungsforschung: Frauen in technische Berufe – Förderung der Chancengleichheit von Frauen (FiT)
2012 355.889,23
Bildungs- und Dienstleistungs-Institut Gera GmbH: Mehr Power, Frauen 2012 421.586,73

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Anmerkungen und Links

[1] Integriertes Handlungskonzept für Bonn-Neu-Tannenbusch 2010
[2] Sprachreform an der Uni Leipzig: Guten Tag, Herr Professorin, Spiegel Online 03.06.2013
[3] Frauensprache
[4] Die Legende von der weiblichen Lohndiskriminierung
[5] Sprachfeminismus in der Sackgasse
[6] Das Taboo der Gender-Theorie. Geisteswissenschaftliche Geschlechterforschung und die Biologie
[7] Löhne: Die Wahrheit über die Ungleichheit
[8] van Creveld: je härter die Bedingungen, desto geringer die Wahrscheinlichkeit, eine Frau anzutreffen
[9] Der norwegische Wissenschaftler Harald Eia gegen den Gender-Mainstream
[10] SPIEGEL Online: Sprachreform: Uni Leipzig verteidigt Herr Professorin
[11] Gleichstellungsbeauftragter der Uni Leipzig: „Das Denken in den Köpfen ändern“
[12] Interview in der SZ mit Hochschulrektorin Beate Schücking
[13] Bettina Röhl
[14] Bernd Lassahn: Sexismus ist weiblich oder das Märchen vom bösen Buschmann
[15] Christoph Zimmer: Geschlecht und Menge. Gleichschaltung durch Genderpolitik. 2010
[16] Christoph Zimmer: Genderjustiz. 2013.
[17] BBB-Merkblatt “Sprachliche Gleichbehandlung von Frauen und Männern”#
[18] Agentur für Gleichstellung im europäischen Sozialfonds für Deutschland
[19] Liste der Begünstigten 2007 – 06/2013 (Zielgebiet 1) des europäischen Sozialfonds
[20] Biologen widersprechen Gendertheorie

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Ursula von der Leyen und ihr Kampf gegen Boko Haram

Würde die Bundeswehr in einer EU-Armee aufgehen, so wäre das ganz im Sinne unserer Verteidigungsministerin von der Leyen. Sie selbst könnte nun eine Etage höher als EU-Verteidigungsministerin agieren und dabei die vielen Hilfsaktionen der Bundeswehr koordinieren. Also Medikamente, Ärzte und Psychologen in internationale Konfliktregionen schicken.
Waffen brauchen wir nicht mehr. Denn wir wollen IMMER eine politische Lösung, und die kann man ja am besten mit humanitären Massnahmen begleiten.

Wie bei Boko Haram. Seitdem Ursula von der Leyen ihre Bundeswehr-Anti-Konfliktteams und Ärzte nach Nigeria geschickt hat, hat der Terror der Boko Haram aufgehört. Schon toll, wie sie das schafft, die Ursula, und das, obwohl sie in ihrem Wochenendhaus und der Berliner Ministerinnen-Wohnung ziemlich weit weg von Nigeria ist! Oder gerade deswegen?

Anmerkungen und Links

[1] Juncker spricht sich für EU-Armee aus

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Kinder als Heilmittel “heillos zerrütteter Beziehungen”


Daß Lesben und Schwule gute Eltern sein wollen, haben wir früher schon einmal auf dieser Webseite gewürdigt. Aber wir sollten unbedingt auch an die Eltern von behinderten Kindern denken. Um die geht es also auch in diesem Beitrag, zu dem ich durch einen Leserartikel von Olaf Schäfer auf ZEIT-Online angeregt wurde.

Olaf Schäfer, das wissen wir nach einem Blick auf die Seite http://www.buerger-energie-berlin.de/unterstuetzer, ist besorgt um die Energieversorgung der Berliner Bürger. Oder der Bürgerinnen und Bürger, um in der Sprache seiner alternativlos grünen, linken und antirassistischen Freunde zu sprechen. Auch sorgt er sich, wie man seinem “Nutzerbeitrag von Saltadoros” auf Jakob Augsteins “Freitag” entnehmen kann, weniger um die Zeichner von Charlie Hebdo als um Leipziger bzw. Dresdner Bürgerinnen und Bürger, die sich – völlig unbegründet – ihrerseits wiederum darum Sorgen machen, daß man ihnen eine “art- und lebensfremde Religion aufzwingen könnte”. Da lachen ja die Hühner oder sogar die Leser des Satire-Artikels von Olaf Schäfer alias “Saltadoros” (Der ewige Sachse).

Aber: das sind sehr gefährliche Entwicklungen, denen man Einhalt gebieten muß. Z.B. indem man wie Olaf Schäfer durch seine vorbehaltlose Unterstützung der Genossenschaft “Bürger-Energie-Berlin” ein Zeichen setzt. Oder indem man Petitionen wie “Für ein buntes Deutschland – eine Million Unterschriften gegen Pegida!” oder “Stoppen Sie die Plastikverpackung von ‘Einkauf Aktuell’ ” bei Change.org unterschreibt.

Daß jemand wie Olaf Schäfer, der also, wie wir sehen, täglich in vorderster Front gegen Konzerne, Banken und rechte Umweltverschmutzer kämpft und unablässig für die Unterschrift von Change.org-Petitionen wirbt, daß der sich auch für Behinderte einsetzt, dürfte ja wohl eine Selbstverständlicheit sein.

Und so bekommen wir aus seinem Artikel auf ZEIT-Online die volle Bandbreite seiner überragenden gutmenschlichen Fähigkeiten mitgeteilt. Wir erfahren z.B., daß sich in ihm alles gegen eine “künstliche Befruchtung” sträubte, gegen diese “durchgestylte Kinderwunschpraxis”. Wo doch heutzutage alles in Richtung “natürlich” geht! Eine künstliche Befruchtung, das ist für den promovierten Philosophen Olaf Schäfer schon fast so etwas wie genmanipulierter Reis. Nein, das möchte er nicht, obwohl er schon “von Anfang an damit gerechnet hatte, dass ich einmal ein behindertes Kind haben würde”.

Olaf Schäfer ist also sogar ein Hellseher, der schon im zarten Kindesalter die Zukunft vorhersehen konnte – eine Eigenschaft, die er mit vielen Umweltaktivisten teilt, die jetzt schon wissen, daß spätestens in 100 Jahren unsere Erde durch Klimawandel, Plastikmüll und Genmais unbewohnbar geworden ist.

Warum läßt sich also einer wie Olaf Schäfer, der schon beim Gedanken an “mit Babyfotos gefüllte Pinnwände” in Kinderarztpraxen das Kotzen kriegt, dann doch zu dieser unmenschlichen, durchtechnisierten, unnatürlichen und von Anthroposophen, Zeugen Jehovas und IS-Schlächtern abgelehnten Methode der Fortpflanzung hinreißen?

Ja, wir ahnen es schon: auch hier ist es der vorbildlich altruistische, gutmenschliche und allem sozialem aufgeschlossene Character des Olaf Schäfer. Denn mit dem Kind wollte er “die damals schon heillos zerrüttete Beziehung retten”.

Anscheinend hat aber auch dieses Heilmittel gegen die Krankheit “heillos zerrüttete Beziehung” nicht geholfen. Deshalb hat dann Olaf Schäfer nach – oder auch vor – der Trennung beschlossen, das “Heilmittel” einfach für sich selbst zu behalten. Kann man ja auch verstehen, wenn man bedenkt, daß das Kind (also das Heilmittel) “auf Drängen der Mutter mehrere diagnostische Verfahren durchlaufen mußte”! Womöglich noch solche Verfahren, in denen statistische (!) Auswertungen von medizinischen Versuchen mit seiner Tochter – also dem Heilmittel – gemacht wurden.

Nach vielen Jahren Kampf mit der Mutter, den Gerichten und der rechten Lügenpresse, die ja grundsätzlich nie über Behinderte und deren unter der Behinderung leidenden Eltern berichtet, konnte Olaf Schäfer sich endlich zurücklehnen und den Alltag genießen. Er war froh, seine Tochter “nicht in ein Heim oder zur Familie der Mutter abgeschoben zu haben”. Abschieben, das wissen wir, geht gar nicht. Auch nicht in ein Heim oder zur Familie der Mutter, bei Flüchtlingen geht das nicht und schon gar nicht bei Behinderten. Aber irgendwie, sagt sich Olaf Schäfer, hat es die Vorsehung dann doch auch gut mit ihm gemeint:

“Ich bin kein religiöser Mensch, aber ich habe oft gedacht, dass es irgendwie gut war, dass ausgerechnet dieses Kind bei mir gelandet ist.”

Ja, “irgendwie” haben eben auch alle grün-links gestrickten Menschen einen Hang zur Religiosität, selbst wenn sie sich als “nicht religiös” bezeichnen.

Aber abseits aller Polemik sollte man Olaf Schäfer doch mal fragen, warum er auf ZEIT-Online dieses Sammelsurium von Sozial-Protzerei, Beleidigtsein und Hochstilisieren seiner Tätigkeit zum sich jahrelang aufopfernden alleinerziehenden Vater einer behinderten Tochter veröffentlichen mußte?
Hat das Heilmittel “ich habe eine behinderte Tochter” doch nicht ausgereicht und mußte daher der Herr Philosoph unbedingt seinen Mitmenschen über diese Leserartikel-Spalte einer nicht unbedeutenden deutschen Wochenzeitung aus seinem ach so ergreifenden, ach so bewundernswerten Alltag berichten?

Und als letztes: wie wäre es, wenn Olaf Schäfer zusammen mit Jakob Augstein bei einer Talkrunde von Peter Sloterdijk im Fernsehen auftreten würden?

Da würde sogar ich einschalten!

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Mordopfer 1. und 2. Klasse oder Voraussetzungen für Lichterketten

Der folgende Artikel von Ulla Wedler erschien zuerst auf journalistenwatch.com:

In Berlin wurden vor einigen Tagen eine junge Frau und ihr ungeborenes Baby auf unvorstellbar grausame Weise ermordet. Sie war fast noch ein Mädchen, das Baby sollte in wenigen Wochen zur Welt kommen.

Der jungen Frau wurde bei vollem Bewusstsein mehrmals in den Unterleib gestochen, um das Ungeborene zu töten, dann wurde sie – immer noch lebend – verbrannt. Allein sich auszumalen, wie furchtbar sie gelitten hat und wie unerträglich allein gelassen sie sich in ihrer größten Not gefühlt haben muss, ist so schmerzhaft, dass man den Gedanken kaum aushalten kann.

Laut den Medien war sie eine türkischstämmige Muslima, die für ihren Freund, einen Christen, sogar zum Christentum konvertierte. Schon länger hatte sie sich mit dem Christentum befasst, glaubte, dass ein Zusammenleben von Gläubigen beider Religionen möglich sein muss. Der Familie des mutmaßlichen Täters war sie nicht gut genug. Dass ihr Sohn eine Muslima heiratet, war für die Eltern wohl völlig undenkbar. Laut den Medien drängte die Familie auf Abtreibung des Babys, als sie sich weigerte, wurde sie gemeinsam mit ihrem Baby umgebracht.

Die türkische Gemeinde zeigt sich empört über diese Gewalttat, die ihrer Meinung nach auch islamfeindliche und rassistische Motive aufweist. Erdogan verlangt eine schnelle Aufklärung, zur Unterstützung hat er bereits eine Delegation aus der Türkei nach Berlin geschickt. Die Kanzlerin wurde von Erdogan aufgefordert, energischer gegen Türken- und Islamhass vorzugehen. Vor deutschen Moscheen gab es am Sonntag Mahnwachen und Lichterketten. Teilnehmer hielten Schilder hoch mit dem Satz: „Rassismus tötet“. Nicht wenige gaben PEGIDA die Schuld, die aufgeheizte Stimmung hätte Hass auf türkische Mitbürger geschürt, dem letztendlich auch das junge Mädchen und ihr Baby zum Opfer gefallen wären.

Deutsche Politiker beteuerten ihre Solidarität, Claudia Roth schlug vor, eine Straße oder einen Platz nach der jungen Frau zu benennen.

Spätestens nach dem letzten Satz werden SIE, liebe Leser gemerkt haben, dass das Ganze so nicht stimmt. Es war natürlich genau andersherum: Ein deutsches Mädchen und sein ungeborenes Baby wurden auf bestialische Weise ermordet. Kein Tier würde jemals so handeln. Richtig ist auch, dass sie für ihren Freund extra zum Islam konvertierte und an ein friedliches Zusammenleben aller Religionen glaubte.

Der mutmaßliche Täter, ein Türke mit deutschem Pass, wird wie viele seiner muslimischen Freunde im Elternhaus oder in der Moschee gehört haben, dass die Töchter der „Ungläubigen“ zum vorehelichen Sex benutzt werden dürfen. Er wird auch gehört haben, dass sie verachtenswert sind und nur ein Mädchen aus dem gleichen Kulturkreis geheiratet werden darf. Im Kulturkreis des Täters war der Mord die logische Konsequenz, vermutlich wird er sogar mit einer Jugendstrafe davonkommen. Die Tat offenbart in ihrer unglaublichen Kälte, Gefühllosigkeit und Rohheit auch eine extreme Verachtung für das Mädchen und seinen kulturellen Hintergrund.

Das (nicht vorhandene) Echo auf diese Tat offenbart aber auch die Verachtung der deutschen Linken für das eigene Volk. Kein Politiker beteuert der Familie seine Anteilnahme, es gibt keine gutmenschlichen Lichterketten und Mahnwachen, auch die türkische Gemeinde schweigt so laut, dass einem die Ohren schmerzen. Trauer und Anteilnahme, von Deutschen in Social Media-Netzwerken oder auf Demonstrationen gezeigt, würden mit Sicherheit als Instrumentalisierung durch „Rechts“ beschimpft.

Niemand dieser Heuchler nimmt Anteil an dem grausamen Mord, weil er an einem deutschen Mädchen verübt wurde. Niemand fordert die türkische Gemeinde auf, in den Familien und Moscheen dafür zu sorgen, dass der verächtliche Umgang mit den Töchtern der Nichtmuslime keinen Nährboden mehr finden darf.

Mein Appell an Sie, liebe Leser: Der Schutz unserer Kinder ist den Politikern keinen Pfifferling wert, wir müssen unsere Kinder selber schützen. Klären Sie Ihre Kinder über den Islam und das Türkentum auf. Verhindern Sie, dass sich Ihre Töchter von Moslems sexuell ausbeuten lassen und ihnen eventuell noch Schlimmeres zustößt.

Sorgen Sie vor allem dafür, dass die gutmenschliche Indoktrination, die Ihre Kinder in Kindergärten und Schulen erfahren haben, wieder rückgängig gemacht wird – keine Gehirnwäsche ist unumkehrbar.

In stillem Gedenken an Maria und ihr ungeborenes Töchterchen.

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Deutschland ist ein krankes Land


(Beitrag von Petra Hammermeister aus Berlin)
Ich war gestern auf dem Trauermarsch für die bestialisch ermorderte schwangere Maria hier in Berlin.
Was für eine traurige, unwürdige Veranstaltung. Eine Versammlung von hilflosen, traumatisierten Menschen, die hier keine Lobby haben. Kein einziger von offizieller Seite, der tröstende Worte fand. Kein Bürgermeister, kein Minister!
Sie ist es ihnen einfach nicht wert.

Ich musste an den ermordeten Asylbewerber aus Eritrea denken. Wie schnell man ihn doch verscharrt hatte, weil der Mörder kein Deutscher war.
Da war er plötzlich auch nichts mehr wert.

Mir fielen die Worte unserers Innenministers ein, der die Menschenschlächter der IS unsere Söhne und Töchter nannte.

Gestern wurde mir schlagartig bewußt, wie sehr unsere “Elite” ihr Volk hasst.
Was für eine Tragödie!


Anmerkungen und Links

[1] Trauermarsch für Maria und ihr Baby
[2] Stiefvater von Maria P. erhebt schwere Vorwürfe
[3] Focus: Jetzt spricht die Familie der getöteten Maria P.
[4] 01.02.2015: Trauermarsch für Maria P.

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