Avishai Cohen

Im jüdischen Kalender / 2009-2010 (5770) / 27.Jahrgang (Herausgeber: Henryk M. Broder) gibt es einen Hinweis auf den israelischen Bassisten Avishai Cohen:

Es gibt viele israelische Songs, die auf russischen Songs basieren. Osteuropäische Melodien, versehen mit hebräischen Texten. Das wurde zu einem Folk-Idiom in Israel. Dann gibt es Komponisten, die den mediterranen Sound und die arabischen Rhythmen der Darabouka mit westlichen Harmonien verbanden. Das brachte einen speziellen Sound hervor. Dieser Sound bin ich.

Ja, dieser Sound ist Avishai Cohen. Und um ihn zu höhren, klicken Sie auf den obigen Youtube-Link und hören der wunderbaren Musik zu, die Avishai Cohen mit seinem Schlagzeuger Itama Doari, dem israelischen Pianisten Shai Maestro sowie dem Gitarristen Itamar Doari und der Sängerin Karen Malka auf den Leverkusener Jazztagen 2009 auf der Bühne produziert hat.

Es gibt nur wenige Musiker, die einen Jazz-Begeisterten wie mich „vom Hocker reißen“ können. Dazu gehört eindeutig Avishai Cohen. Dabei liegt es nicht nur an meiner Begeisterung für das Land Israel, daß ich die Musik dieses Bassisten so beeindruckend finde. Denn unabhängig von den wundervollen Gesängen in jüdischer Sprache auf der obigen Aufnahme beeindrucken mich dort vor allem seine Kompositionen, die Arrangements und die Zusammenarbeit mit den anderen Musikern. Da offenbart sich eine gewaltige musikalische Kraft.

Bei seinen Improvisationen, sofern sie ausschließlich mit dem Bass produziert wurden, bin ich eher zurückhaltend. Ich bin kein Baß-Spezialist. Da ich aber in den vergangenen Tagen zufällig in Berlin Erberhard Weber gesehen und gehört habe, möchte ich auch Avishai Cohen ein Kompliment machen: dein Spiel auf dem Bass hat mich schwer beeindruckt und ich werde mich bemühen, für deinen nächsten Besuch in Deutschland eine Konzertkarte zu bekommen!

Aber was ist eigentlich das besondere an dieser Musik? Was hat mich an der Musik von Shai Maestro, Itamar Doari und Karen Malka so stark beeindruckt? Es ist, wie immer in solchen Fällen, eine spezielle Mischung aus modalem Jazz und einfachen Harmonien, besonders Moll-Harmonien. Avishai Cohen beherrscht den Umgang mit solchen gefühlsgängigen Harmonien perfekt. Er komponiert und arrangiert in einer Art und Weise, die niemand einfach so mal „ad acta“ legen kann. Und so bleibt er auch im Gehör haften!

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Schwarze Brabbelsäcke in deutschen Talkshows und die sehr geehrtx Profx. Lann Hornscheidt


Während bei Anne Will am 29. Mai 2013 eine schwarz verhüllte Dame (die Schweizer Muslimin Nora Illi) den Anwesenden klarzumachen versuchte, daß ihre (Ver)kleidung ihre ganz persönliche, freiwillige Entscheidung sei, so wie das ja auch bei allen anderen muslimischen Frauen der Fall sei, während also die restlichen Gäste der Talk-Show mit gotteslästerlich entblößten Gesichtern staunend auf den in schweizerischem Dialekt vor sich hin brabbelnden schwarzen Sack schauten, den auch der hartgesottenste Antifeminist als Schlag ins Gesicht jeglicher Frauenbefreiung erkennen mußte, währenddessen also geschah im weit entfernten Leipzig an der dortigen Universität etwas, das dem einfachen Bürger mindestens genauso unverständlich vorkommen mag. Denn in Leipzig wurde eine geänderte „Grundordnung“ der Universität beschlossen,

in der hinfort nur noch von Professorinnen, Assistentinnen, Dozentinnen und Wissenschaftlerinnen die Rede ist. In Fußnoten wird darauf hingewiesen, daß damit auch Männer gemeint seien.


Konsequenterweise müßten nun die Türschilder und Briefbögen der männlichen „Professorinnen“ geändert werden (oder mindestens ergänzt werden durch solche Mitteilungen wie auf dem Foto links, zum Vergößern einfach anklicken). Wer aber denkt, daß wir es hier mit einer tiefgreifenden Änderung im Sprachgebrauch der Uni-Verwaltung zu tun haben, der liegt leider falsch. Denn der Irrsinn des feministischen Sprachwahnsinns breitet sich schon seit Jahren in Deutschland und Europa aus, unterstützt von Politikern sämtlicher Parteien und den Journalisten fast aller Medien. Die Änderung von Türschildern und Briefbögen würde daher im allgemeinen Gender-Kauderwelsch der Universitäten kaum auffallen. Verstehen könnten es Nicht-Akademiker sowieso nicht, die schon beim Aussprechen solcher Wörter wie

  • StudentInnenrat
  • Promovierendenrat
  • Studierendenvertretungen
  • ProfX Lann Hornscheidt

Probleme haben. Was soll man sich als normaler Mensch auch schon unter einem „ProfX“ vorstellen? Oder muß man dazu eher schon außergewöhnlich sein, also ständiger Besucher von 3sat, Phoenix und WDR3, um zum eingeweihten Kreis derjenigen zu gehören, die wissen, was ein „ProfX“ ist? Wer gerne mehr aus diesen eingeweihten Kreisen erfahren will, sollte einen Blick auf die Webseite von Lann Hornscheidt an der HU-Berlin werfen. Dort findet man – in roter Schrift deutlich vom anderen Text abgegrenzt – folgende Aufforderung:

Wenn Sie mit Profx. Lann Hornscheidt Kontakt aufnehmen wollen, achten Sie bitte darauf, geschlechtsneutrale Anreden zu verwenden.
Bitte vermeiden Sie alle zweigendernden Ansprachen wie „Herr ___“, „Frau ___“, „Lieber ___“, oder „Liebe ___“.
Eine mögliche Formulierung wäre dann z. B. „Sehr geehrtx Profx. Lann Hornscheidt„.
Andere Möglichkeiten werden auf der persönlichen Homepage erwähnt.

Fast könnte man es sich denken, daß diese an ihrem akademischen Titel klebende Nicht-Wissenschaftlerin Hornscheidt für die Aktion der Leipziger Hochschulrektorin Beate Schücking Sympathie empfindet. In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung lesen wir zum Thema „Professorin“:

Die SZ fragt ([12]):

Sie glauben, dass der Titel „Professorin“ in Ihrer Grundordnung dafür sorgt, dass mehr Frauen in die Wissenschaft gehen?

Schücking antwortet:

Es ist ein symbolischer Akt. Aber vielleicht hilft er, die Debatte über Geschlechtergerechtigkeit an den Unis zu beleben. Gerade an der Spitze haben wir auch in Leipzig noch viel zu wenig Frauen.

„Gerade an der Spitze…“ Um die Spitze geht es vor allem, das legt die Wortwahl von Frau Schücking nahe. Da, wo man „spitzenmäßig“ viel Geld verdienen kann und wo man ebenfalls „spitzenmäßig“ Einfluß auf die restliche Gesellschaft ausüben darf.

Ab 1. Januar 2016, das wissen wir inzwischen, herrscht auch im DAX Geschlechtergerechtigkeit: dann greift nämlich die Frauenquote der Ministerin Schwesig. Ab diesem Zeitpunkt ist nicht mehr Fachkenntnis an der Spitze deutscher Unternehmen gefragt, sondern die Zugehörigkeit zu einem speziellen Geschlecht. Für Lann Hornscheidt und alle anderen menschlichen Wesen, die nicht so genau wissen, ob sie nun männlich, weiblich oder irgendwas dazwischen sind, ist das keine gute Nachricht: denn so bleiben sie leider ausgegrenzt, was wir alle als schrecklich ungerecht empfinden.

Aber es gibt ja noch andere Möglichkeiten, sich für ausgegrenzte Minderheiten einzusetzen. Z.B. könnte man -wie bei den GRÜNEN schon geschehen (siehe hier) – sich dafür einsetzen, daß die Mitgliederverwaltung aller im Bundestag vertretenen Parteien um eine neutrale Geschlechtskategorie erweitert wird. Da gäbe es ganz viel zu tun, müßten doch Millionen von Formularen umgestellt werden, aber das wäre ja auch eine sehr wirksame Arbeitsbeschaffungsmaßnahme.

Während also Millionen begeisterter geschlechtsneutraler Bürger_Innen sich an der schwierigen Umstellung auf eine geschlechtsneutrale Sprache bei Behörden und Parteien beteiligen, bleiben nur ein paar wenige, unbelehrbare faule Volksgenossen übrig, die in den Abwasserkanälen die Exkremente beseitigen und in Kaltwalzwerken und Steam-Crack-Anlagen unwichtige, materielle Arbeiten verrichten.


Beschluss des GRÜNEN Länderrats vom 28.04.2012

Beschluss gender-neutrale Geschlechtskategorie

Rechte von Intersexuellen und Transgendern stärken: Erweiterung der Mitgliederverwaltung um eine neutrale Geschlechtskategorie

Alle personalisierten Formulare (Mitgliedsanträge, Anmeldungsformulare, etc.) von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, bei denen eine Angabe zum Geschlecht gemacht werden soll, mögen künftig um ein drittes Feld ergänzt werden. Dieses Feld soll einen geschlechtsneutralen Eintrag ermöglichen. Auch in der Verwaltung und Speicherung der Mitgliederdaten („Sherpa“) sollen die Geschlechtszugehörigkeiten „Herr“ und „Frau“ bzw. „männlich“ und „weiblich“ um eine neutrale Kategorie erweitert werden.

Dementsprechend soll in den Anschreiben des Bundesverbandes an jene Menschen, welche sich der neutralen Geschlechtskategorie zugeordnet haben, eine geschlechtsneutrale Anredeform ermöglicht werden.
Dem Bundesvorstand wird aufgetragen, bei den Landes- und Kreisverbänden für die Regelungen aktiv zu werben und sie bei der praktischen Umsetzung zu unterstützen. Der Bundesvorstand möge dem Länderrat über den Fortschritt der Umsetzung berichten.

Vorschläge für die praktische Umsetzung:
Zu 1.) ein geschlechtsneutrales Feld in Formularen:
O Frau
O Herr
O –
Zu 2.) eine geschlechtsneutrale Anrede (als Möglichkeit neben den bestehenden männlichen und weiblichen Anredeformen):
Hallo Andreas, Hallo Claudia, Hallo Kim, …
Liebes Mitglied


Ausschnitt aus dem ESF-Bundesprogramm für den Zeitraum 2007 bis 2013

(ESF = Europäischer Sozialfonds)
In dieser Tabelle [19] werden alle „Begünstigten“ für den o.a. Zeitraum mitsamt der bewilligten Beträge aufgezählt. Die auf Gleichstellung – also Förderung von Frauen – bezogenen Leistungen werden geschickt verstreut zwischen anderen Leistungen aufgezählt, erkennbar sind sie aber an der alphabetisch aufsteigenden Ordnung bei den Namen der Begünstigten. Man braucht nur nach dem Stichwort „Frauen“ bei den Projekten zu suchen, dann wird man schnell fündig.

Hier einige Summen aus der Liste, bezogen auf die Jahre 2010 – 2012:

Frauenförderung in Betrieben, Initiativen, Behörden usw.: 1.105.154,82 Euro
Frauen als Gründerinnen: 384.991,7 Euro
Förderung frauenbezogener Projekte an Hochschulen: 5.137.407,99 Euro

Daneben gibt es noch einzelne Förderungen wie z.B. des Autonomen Frauenzentrum Potsdam e.V., das im Jahre 2011 38.880,00 Euro für sein Projekt „2511B045BQ Bereitstellung von 1 Bürgerarbeitsplätzen im
Rahmen der Beschäftigungsphase des Modell-projekts ‚Bürgerarbeit'“ bekam.

Oder wie Kerstin Ihling-Weber, die 2008 vom ESF 1631 Euro Förderung bekam, man fragt sich nur, wofür? Es reicht offensichtlich, ein „Bio-“ vor den Namen des eigenen Betriebs zu setzen, um förderungswürdig zu erscheinen, wie das Beispiel http://www.bio-naturfriseur.de/ zeigt.

Begünstigte Jahr Unterstützungssumme in Euro
Verein Machtlos E.V., Projektarbeit „Gender & Migration“ in Leipzig 2012 38.675,00 (ESF)
G/I/S/A, Gender-Institut Sachsen-Anhalt PartnG, Entwicklung von Methoden und Instrumenten des Gender Managements für Unternehmen 2012 1.078.570,59 (ESF)
K. Beratungs- und Projektentwicklungsgesellschaft mbH, „FRAUENSACHE“ – Cross-over-Mentoring für weibliche Führungskompetenz 2012 527.758,05
Bundesarbeitskreis ARBEIT UND LEBEN e.V., Female Professionals: Frauenpotenziale in Betrieben nutzen! 2010 1.097.496,89
AGENTUR DER WIRTSCHAFT GmbH ProDomo – Weiterbildungsprogramm zur Förderung von
weiblichen Fach- und Führungskräften
2010 984.382,48
Ausbildungsgemeinschaft Industrie, Handel und Handwerk e. V. Frauenpower 2011 295.847,38
AWO Seniorenheim Wildau GmbH Expedition Zukunft: Frauen gestalten Arbeit, Leben und
Karriere!
2011 383.142,50
Berufliche Fortbildungszentrum der Bayerischen Wirtschaft (bfz) gGmbH, Abt.
Bildungsforschung: Frauen in technische Berufe – Förderung der Chancengleichheit von Frauen (FiT)
2012 355.889,23
Bildungs- und Dienstleistungs-Institut Gera GmbH: Mehr Power, Frauen 2012 421.586,73


Anmerkungen und Links

[1] Integriertes Handlungskonzept für Bonn-Neu-Tannenbusch 2010
[2] Sprachreform an der Uni Leipzig: Guten Tag, Herr Professorin, Spiegel Online 03.06.2013
[3] Frauensprache
[4] Die Legende von der weiblichen Lohndiskriminierung
[5] Sprachfeminismus in der Sackgasse
[6] Das Taboo der Gender-Theorie. Geisteswissenschaftliche Geschlechterforschung und die Biologie
[7] Löhne: Die Wahrheit über die Ungleichheit
[8] van Creveld: je härter die Bedingungen, desto geringer die Wahrscheinlichkeit, eine Frau anzutreffen
[9] Der norwegische Wissenschaftler Harald Eia gegen den Gender-Mainstream
[10] SPIEGEL Online: Sprachreform: Uni Leipzig verteidigt Herr Professorin
[11] Gleichstellungsbeauftragter der Uni Leipzig: „Das Denken in den Köpfen ändern“
[12] Interview in der SZ mit Hochschulrektorin Beate Schücking
[13] Bettina Röhl
[14] Bernd Lassahn: Sexismus ist weiblich oder das Märchen vom bösen Buschmann
[15] Christoph Zimmer: Geschlecht und Menge. Gleichschaltung durch Genderpolitik. 2010
[16] Christoph Zimmer: Genderjustiz. 2013.
[17] BBB-Merkblatt „Sprachliche Gleichbehandlung von Frauen und Männern“#
[18] Agentur für Gleichstellung im europäischen Sozialfonds für Deutschland
[19] Liste der Begünstigten 2007 – 06/2013 (Zielgebiet 1) des europäischen Sozialfonds
[20] Biologen widersprechen Gendertheorie

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Ursula von der Leyen und ihr Kampf gegen Boko Haram

Würde die Bundeswehr in einer EU-Armee aufgehen, so wäre das ganz im Sinne unserer Verteidigungsministerin von der Leyen. Sie selbst könnte nun eine Etage höher als EU-Verteidigungsministerin agieren und dabei die vielen Hilfsaktionen der Bundeswehr koordinieren. Also Medikamente, Ärzte und Psychologen in internationale Konfliktregionen schicken.
Waffen brauchen wir nicht mehr. Denn wir wollen IMMER eine politische Lösung, und die kann man ja am besten mit humanitären Massnahmen begleiten.

Wie bei Boko Haram. Seitdem Ursula von der Leyen ihre Bundeswehr-Anti-Konfliktteams und Ärzte nach Nigeria geschickt hat, hat der Terror der Boko Haram aufgehört. Schon toll, wie sie das schafft, die Ursula, und das, obwohl sie in ihrem Wochenendhaus und der Berliner Ministerinnen-Wohnung ziemlich weit weg von Nigeria ist! Oder gerade deswegen?

Anmerkungen und Links

[1] Juncker spricht sich für EU-Armee aus

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Kinder als Heilmittel „heillos zerrütteter Beziehungen“


Daß Lesben und Schwule gute Eltern sein wollen, haben wir früher schon einmal auf dieser Webseite gewürdigt. Aber wir sollten unbedingt auch an die Eltern von behinderten Kindern denken. Um die geht es also auch in diesem Beitrag, zu dem ich durch einen Leserartikel von Olaf Schäfer auf ZEIT-Online angeregt wurde.

Olaf Schäfer, das wissen wir nach einem Blick auf die Seite http://www.buerger-energie-berlin.de/unterstuetzer, ist besorgt um die Energieversorgung der Berliner Bürger. Oder der Bürgerinnen und Bürger, um in der Sprache seiner alternativlos grünen, linken und antirassistischen Freunde zu sprechen. Auch sorgt er sich, wie man seinem „Nutzerbeitrag von Saltadoros“ auf Jakob Augsteins „Freitag“ entnehmen kann, weniger um die Zeichner von Charlie Hebdo als um Leipziger bzw. Dresdner Bürgerinnen und Bürger, die sich – völlig unbegründet – ihrerseits wiederum darum Sorgen machen, daß man ihnen eine „art- und lebensfremde Religion aufzwingen könnte“. Da lachen ja die Hühner oder sogar die Leser des Satire-Artikels von Olaf Schäfer alias „Saltadoros“ (Der ewige Sachse).

Aber: das sind sehr gefährliche Entwicklungen, denen man Einhalt gebieten muß. Z.B. indem man wie Olaf Schäfer durch seine vorbehaltlose Unterstützung der Genossenschaft „Bürger-Energie-Berlin“ ein Zeichen setzt. Oder indem man Petitionen wie „Für ein buntes Deutschland – eine Million Unterschriften gegen Pegida!“ oder „Stoppen Sie die Plastikverpackung von ‚Einkauf Aktuell‘ “ bei Change.org unterschreibt.

Daß jemand wie Olaf Schäfer, der also, wie wir sehen, täglich in vorderster Front gegen Konzerne, Banken und rechte Umweltverschmutzer kämpft und unablässig für die Unterschrift von Change.org-Petitionen wirbt, daß der sich auch für Behinderte einsetzt, dürfte ja wohl eine Selbstverständlicheit sein.

Und so bekommen wir aus seinem Artikel auf ZEIT-Online die volle Bandbreite seiner überragenden gutmenschlichen Fähigkeiten mitgeteilt. Wir erfahren z.B., daß sich in ihm alles gegen eine „künstliche Befruchtung“ sträubte, gegen diese „durchgestylte Kinderwunschpraxis“. Wo doch heutzutage alles in Richtung „natürlich“ geht! Eine künstliche Befruchtung, das ist für den promovierten Philosophen Olaf Schäfer schon fast so etwas wie genmanipulierter Reis. Nein, das möchte er nicht, obwohl er schon „von Anfang an damit gerechnet hatte, dass ich einmal ein behindertes Kind haben würde“.

Olaf Schäfer ist also sogar ein Hellseher, der schon im zarten Kindesalter die Zukunft vorhersehen konnte – eine Eigenschaft, die er mit vielen Umweltaktivisten teilt, die jetzt schon wissen, daß spätestens in 100 Jahren unsere Erde durch Klimawandel, Plastikmüll und Genmais unbewohnbar geworden ist.

Warum läßt sich also einer wie Olaf Schäfer, der schon beim Gedanken an „mit Babyfotos gefüllte Pinnwände“ in Kinderarztpraxen das Kotzen kriegt, dann doch zu dieser unmenschlichen, durchtechnisierten, unnatürlichen und von Anthroposophen, Zeugen Jehovas und IS-Schlächtern abgelehnten Methode der Fortpflanzung hinreißen?

Ja, wir ahnen es schon: auch hier ist es der vorbildlich altruistische, gutmenschliche und allem sozialem aufgeschlossene Character des Olaf Schäfer. Denn mit dem Kind wollte er „die damals schon heillos zerrüttete Beziehung retten“.

Anscheinend hat aber auch dieses Heilmittel gegen die Krankheit „heillos zerrüttete Beziehung“ nicht geholfen. Deshalb hat dann Olaf Schäfer nach – oder auch vor – der Trennung beschlossen, das „Heilmittel“ einfach für sich selbst zu behalten. Kann man ja auch verstehen, wenn man bedenkt, daß das Kind (also das Heilmittel) „auf Drängen der Mutter mehrere diagnostische Verfahren durchlaufen mußte“! Womöglich noch solche Verfahren, in denen statistische (!) Auswertungen von medizinischen Versuchen mit seiner Tochter – also dem Heilmittel – gemacht wurden.

Nach vielen Jahren Kampf mit der Mutter, den Gerichten und der rechten Lügenpresse, die ja grundsätzlich nie über Behinderte und deren unter der Behinderung leidenden Eltern berichtet, konnte Olaf Schäfer sich endlich zurücklehnen und den Alltag genießen. Er war froh, seine Tochter „nicht in ein Heim oder zur Familie der Mutter abgeschoben zu haben“. Abschieben, das wissen wir, geht gar nicht. Auch nicht in ein Heim oder zur Familie der Mutter, bei Flüchtlingen geht das nicht und schon gar nicht bei Behinderten. Aber irgendwie, sagt sich Olaf Schäfer, hat es die Vorsehung dann doch auch gut mit ihm gemeint:

„Ich bin kein religiöser Mensch, aber ich habe oft gedacht, dass es irgendwie gut war, dass ausgerechnet dieses Kind bei mir gelandet ist.“

Ja, „irgendwie“ haben eben auch alle grün-links gestrickten Menschen einen Hang zur Religiosität, selbst wenn sie sich als „nicht religiös“ bezeichnen.

Aber abseits aller Polemik sollte man Olaf Schäfer doch mal fragen, warum er auf ZEIT-Online dieses Sammelsurium von Sozial-Protzerei, Beleidigtsein und Hochstilisieren seiner Tätigkeit zum sich jahrelang aufopfernden alleinerziehenden Vater einer behinderten Tochter veröffentlichen mußte?
Hat das Heilmittel „ich habe eine behinderte Tochter“ doch nicht ausgereicht und mußte daher der Herr Philosoph unbedingt seinen Mitmenschen über diese Leserartikel-Spalte einer nicht unbedeutenden deutschen Wochenzeitung aus seinem ach so ergreifenden, ach so bewundernswerten Alltag berichten?

Und als letztes: wie wäre es, wenn Olaf Schäfer zusammen mit Jakob Augstein bei einer Talkrunde von Peter Sloterdijk im Fernsehen auftreten würden?

Da würde sogar ich einschalten!

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Mordopfer 1. und 2. Klasse oder Voraussetzungen für Lichterketten

Der folgende Artikel von Ulla Wedler erschien zuerst auf journalistenwatch.com:

In Berlin wurden vor einigen Tagen eine junge Frau und ihr ungeborenes Baby auf unvorstellbar grausame Weise ermordet. Sie war fast noch ein Mädchen, das Baby sollte in wenigen Wochen zur Welt kommen.

Der jungen Frau wurde bei vollem Bewusstsein mehrmals in den Unterleib gestochen, um das Ungeborene zu töten, dann wurde sie – immer noch lebend – verbrannt. Allein sich auszumalen, wie furchtbar sie gelitten hat und wie unerträglich allein gelassen sie sich in ihrer größten Not gefühlt haben muss, ist so schmerzhaft, dass man den Gedanken kaum aushalten kann.

Laut den Medien war sie eine türkischstämmige Muslima, die für ihren Freund, einen Christen, sogar zum Christentum konvertierte. Schon länger hatte sie sich mit dem Christentum befasst, glaubte, dass ein Zusammenleben von Gläubigen beider Religionen möglich sein muss. Der Familie des mutmaßlichen Täters war sie nicht gut genug. Dass ihr Sohn eine Muslima heiratet, war für die Eltern wohl völlig undenkbar. Laut den Medien drängte die Familie auf Abtreibung des Babys, als sie sich weigerte, wurde sie gemeinsam mit ihrem Baby umgebracht.

Die türkische Gemeinde zeigt sich empört über diese Gewalttat, die ihrer Meinung nach auch islamfeindliche und rassistische Motive aufweist. Erdogan verlangt eine schnelle Aufklärung, zur Unterstützung hat er bereits eine Delegation aus der Türkei nach Berlin geschickt. Die Kanzlerin wurde von Erdogan aufgefordert, energischer gegen Türken- und Islamhass vorzugehen. Vor deutschen Moscheen gab es am Sonntag Mahnwachen und Lichterketten. Teilnehmer hielten Schilder hoch mit dem Satz: „Rassismus tötet“. Nicht wenige gaben PEGIDA die Schuld, die aufgeheizte Stimmung hätte Hass auf türkische Mitbürger geschürt, dem letztendlich auch das junge Mädchen und ihr Baby zum Opfer gefallen wären.

Deutsche Politiker beteuerten ihre Solidarität, Claudia Roth schlug vor, eine Straße oder einen Platz nach der jungen Frau zu benennen.

Spätestens nach dem letzten Satz werden SIE, liebe Leser gemerkt haben, dass das Ganze so nicht stimmt. Es war natürlich genau andersherum: Ein deutsches Mädchen und sein ungeborenes Baby wurden auf bestialische Weise ermordet. Kein Tier würde jemals so handeln. Richtig ist auch, dass sie für ihren Freund extra zum Islam konvertierte und an ein friedliches Zusammenleben aller Religionen glaubte.

Der mutmaßliche Täter, ein Türke mit deutschem Pass, wird wie viele seiner muslimischen Freunde im Elternhaus oder in der Moschee gehört haben, dass die Töchter der „Ungläubigen“ zum vorehelichen Sex benutzt werden dürfen. Er wird auch gehört haben, dass sie verachtenswert sind und nur ein Mädchen aus dem gleichen Kulturkreis geheiratet werden darf. Im Kulturkreis des Täters war der Mord die logische Konsequenz, vermutlich wird er sogar mit einer Jugendstrafe davonkommen. Die Tat offenbart in ihrer unglaublichen Kälte, Gefühllosigkeit und Rohheit auch eine extreme Verachtung für das Mädchen und seinen kulturellen Hintergrund.

Das (nicht vorhandene) Echo auf diese Tat offenbart aber auch die Verachtung der deutschen Linken für das eigene Volk. Kein Politiker beteuert der Familie seine Anteilnahme, es gibt keine gutmenschlichen Lichterketten und Mahnwachen, auch die türkische Gemeinde schweigt so laut, dass einem die Ohren schmerzen. Trauer und Anteilnahme, von Deutschen in Social Media-Netzwerken oder auf Demonstrationen gezeigt, würden mit Sicherheit als Instrumentalisierung durch „Rechts“ beschimpft.

Niemand dieser Heuchler nimmt Anteil an dem grausamen Mord, weil er an einem deutschen Mädchen verübt wurde. Niemand fordert die türkische Gemeinde auf, in den Familien und Moscheen dafür zu sorgen, dass der verächtliche Umgang mit den Töchtern der Nichtmuslime keinen Nährboden mehr finden darf.

Mein Appell an Sie, liebe Leser: Der Schutz unserer Kinder ist den Politikern keinen Pfifferling wert, wir müssen unsere Kinder selber schützen. Klären Sie Ihre Kinder über den Islam und das Türkentum auf. Verhindern Sie, dass sich Ihre Töchter von Moslems sexuell ausbeuten lassen und ihnen eventuell noch Schlimmeres zustößt.

Sorgen Sie vor allem dafür, dass die gutmenschliche Indoktrination, die Ihre Kinder in Kindergärten und Schulen erfahren haben, wieder rückgängig gemacht wird – keine Gehirnwäsche ist unumkehrbar.

In stillem Gedenken an Maria und ihr ungeborenes Töchterchen.

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Lehrbeauftragte der Uni und der VHS München kassieren für das Fach „Astrologische Psychologie“

8500 Kurse und Veranstaltungen bietet die Münchner Volkshochschule (VHS) an – da dürfte für jeden Geschmack etwas dabeisein. Und wenn man sich aus diesem riesigen Angebot etwas ausgewählt hat und dann einen Blick auf die Leitlinien der VHS wirft, kann man sich beruhigt zurücklehnen: die Verwantwortlichen der VHS sind vorbildliche Bürger, die das „lebensbegleitende Lernen“ als unverzichtbar empfinden. Daher bieten sie

der Münchner Bevölkerung ein breit gefächertes und qualitativ hochwertiges allgemeines, berufliches, politisches und kulturelles Weiterbildungsangebot und erfüllen so eine unverzichtbare Aufgabe der öffentlichen Daseinsvorsorge.

Wie breit gefächert und hochwertig das Angebot an Lehrveranstaltungen der VHS ist erkennt man, wenn man sich z.B. die Themen des VHS-Dozenten Wolfhard König [1] anschaut. Der bietet derzeit zwar nur einen einzigen (2-stündigen) Vortrag über Sexualität – Sigmund Freud und die Folgen bei der VHS an, und das für nur schlichte 7 Euro, aber wenn man sich die weiteren beruflichen Aktivitäten des Wolfhard König anschaut, erkennt man schnell, daß die 7 Euro Eintrittsgebühr für seinen Vortrag über Freud (König: „Freuds drei Abhandlungen zur Sexualtheorie sind bis heute revolutionär.“) die Zuhörer eigentlich nur reif machen sollen für weitere Einkäufe im Psycho-Kaufhaus König. Dort kann man z.B. etliche „Vorlesungen“ zum Thema Astrologie auf DVD erstehen, etwa

  • eine Einführung für 20,- Euro,
  • Skripte zu den Grundlagen für 25,- Euro,
  • ein Häuser-Horoskop für 25,- Euro,
  • karmische Astrologie und Mondknoten, ebenfalls für 25,- Euro.

Aus Büchern und DVDs lernen ist aber nicht jedermanns Sache – gerade im Esoterikbereich wollen viele doch lieber den Meister selbst mal im Original sehen und reden hören. Daher bietet König z.B. den Erwerb eines Zertifikats Astrologisch- Psychologische Beratung an, womit man dann in seine Fußstapfen steigen und diese Astrologisch- Psychologische Beratung selbst wieder anderen Beratungsbedürftigen anbieten kann. Dazu muß man 3 sog. Module, bestehend aus jeweils drei Wochenenden zu allerlei Themen der Astrologie, mit dem Herrn Dipl.-psych. König und einer Anzahl weiterer Wißbegieriger verbringen und bekommt dann am „finalen Abschlußwochende“ das Zertifikat überreicht.

Und was kostet der Spaß?

  • Pro Modul muß man 585,- Euro hinblättern,
  • für das Abschlußwochenende noch einmal 210,-,
  • macht zusammen 1965,- Euro.

Nun wäre der VHS-Dozent König schlecht beraten, wenn er seine DVDs, Seminare und „Vorlesungen“ nur auf der eigenen Webseite oder derjenigen der VHS München anbieten würde. Die Verkaufszahlen steigen, das weiß jeder, der schon mal mehrere Produkte aus Eigenherstellung verkaufen wollte, wenn der Vertrieb über möglichst viele Kanäle läuft. So ist es also auch kein Wunder, daß der Dipl.-Psych. König seine Produkte auch über das Portal für Astrologische Psychologie ([3]) verkauft, und – da auch er gerne mit Titeln protzt – z.B. bei der Universität München als Lehrbeauftragter geführt wird ([1]).

Da es ja doch einigermaßen erstaunlich ist, daß ein esoterisch durchdrungener Astrologie-Gläubiger und Horoskopschwätzer vom Steuerzahler bezahlte Kurse für Studenten an einer Universität hält, habe ich mich am Uni-Klinikum nach König erkundigt.

Frau Martina Mayr vom Sekretariat der Abteilung für Psychotherapie und Psychosomatik der Uni München teilte mir am 14.01.2015 am Telefon mit, daß „Herr Dr.“ König in der Tat als Lehrbeauftragter der Uni arbeitet und derzeit für Studenten Kurse durchführt, im Augenblick den Kurs mit der Bezeichnung „L5“. Mehr wollte sie dazu nicht sagen, Zugriff auf diese Kursdaten hätten nur Studenten.

Da fragt man sich natürlich, was wohl das besonders geheimnnisvolle an den Kursen des Wolfhard König ist. Möchte das Institut vielleicht lieber nicht, daß seine Tätigkeit in der Öffentlichkeit bekannt wird?

Warten wir ab, was die vielen Professoren, Privatdozenten und Doktoren des Instituts, die ich angeschrieben habe, zum Thema Wolfhard König zu sagen haben. Vielleicht kann mir der eine oder andere auch etwas zu den merkwürdigen Titeln des König sagen: Diplom-Mathematiker (mit Schwerpunkt „Logik“ und „Wissenschaftstheorie“) nennt er sich und wird von Frau Mayr am Telefon als „Dr.“ König bezeichnet, hat aber auf seinen Webseiten keinerlei Hinweis auf einen Doktortitel.

Aber man kann ja an jeder Universität die Doktor- und Diplomarbeiten frei einsehen (es sei denn, der Verfasser heißt Helmut Kohl). Ich bin gespannt, zu welchem Thema Wolfhard König diplomiert bzw. promoviert hat.

Anmerkungen und Links

[1] Dipl.-Psych. et math. Wolfhard König auf der Webseite der Uni München als Lehrbeauftragter
[2] Wolfhard König als Dozent auf der Webseite der Volkshochschule München
[3]Wolfhard König auf dem Astrologie-Portal
[4] Internationale Akademie für astrologische Psychologie
[5] Immanuel-Krankenhaus in Berlin, Naturheilkunde
[6] Homepage von Wolfhard König

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Lesben und Schwule wollen auch Eltern sein

KArl M. Sibelius

Karl M. Sibelius

Am 13.11.2012 zeigte das Magazin „kreuz und quer“ um 22.30 Uhr im österreichischen Fernsehen OR2 den Film „Familie andersrum: Homosexuelle mit Kind„, der homosexuelle Eltern porträtierte. Im Anschluß diskutierten dann bei Günter Kaindlstorfer die Ärztin Elia Bragagna, Schauspieler Karl M. Sibelius, Psychiater Christian Spaemann und die Juristin Stephanie Merckens.

Die Sendung liegt schon einige Zeit zurück, aber ein paar Dinge habe ich mir gemerkt und damals festgehalten. Besonders beeindruckend war für mich der frisurmäßig modern, sprich orkangeschüttelt in der Runde sich präsentierende Karl M. Sibelius, ein österreichischer Schauspieler, Theaterdirektor, Sänger, Regisseur und Friedensforscher. Ein vielseitig begabter Mensch also, auf jeden Fall beeindruckender, als säße da nur ein österreichischer Elektroingenieur, Direktor des Elektrizitätswerkes Wien, Radiobastler und Ego-Shooter-Landesmeister. Im Gegensatz zu der üblichen, mitleidig herablassend lächelnden Standardmiene von Talkshowgästen wie Dieter Graumann, Alice Schwarzer oder Jürgen Trittin zeugte Sibelius‘ permanente Zornesfalte in seinem strengen Gesicht davon, dass er es besonders ernst nahm.

Besagter Sibelius ist schwul und lebt mit seinem Partner, dem Wirtschaftswissenschaftler, Universitätsdozenten und HOSI-Aktivisten Rainer Bartel , zusammen.

Nun ist das nicht gerade besonders überraschend, daß zwei Schwule zusammenleben. In diesem Falle ist es aber wichtig, da die beiden ein „Elternpaar“ sind. Sie haben nämlich eine Tochter, die auf den netten Namen Ella-Pearl hört. Natürlich ist Ella-Pearl mit Sibelius und seinem Partner Bartel nicht genetisch verwandt, obwohl dies (rein theoretisch) auch möglich gewesen wäre.

Nein, in diesem Falle hat sich der „Friedensforscher“ Sibelius mit seinem Partner in die USA begeben und dort die im März 2005 in den Slums von Chicago geborene Ella-Pearl adoptiert. Und jetzt lebt Ella-Pearl in Österreich bei Papi und Mami – pardon, bei Papi 1 und Papi 2 – und wartet gespannt auf den Tag, wenn sie von ihren Eltern aufgeklärt wird – z.B. über die Frage, warum sie keine Mutter hat sondern einen Papi 2.

Doch Papi Nr.1 Sibelius beschäftigen ganz andere Fragen bei der Erziehung seiner „Tochter“.
Denn als engagierter Christ achtet er nämlich auch auf Fragen des Glaubens:

„Wir möchten Ella-Pearl im Frühling taufen lassen.“

Die Frage ist nur, ob die Kirche da mitspielt. Oder mitgespielt hat – der Vorgang liegt ja 2 Jahr zurück. Und neben der Kirche quälen die beiden Väter (oder Eltern?) auch die Fragen, die durch das Familienrecht aufgeworfen werden. Denn, so beklagt Sibelius, sein Partner tauche in keinem offiziellen Papier auf. Schlimm, schlimm. Was würde passieren, wenn er selbst stirbt?

Sibelius:

Wir lassen und aus diesem Grund nicht verpartnern. Wenn wir verpartnert wären, dann hätte er noch weniger Rechte, d.h. wenn mir etwas passieren würde, würden die ihm das Kind eher abnehmen als dass er’s übernehmen darf. …

Ich glaube, dass ich sehr wohl in der Lage bin, mütterliche Liebe zu geben…

Wir sind eine ganz ganz tolle Familie und das lass ich mir von niemandem von aussen kaputtreden… und selbst wenn wirs nicht wären, dann scheitern wir halt, das ist das Leben!!! Man muss auch scheitern dürfen, ich muss jetzt nicht das homosexuelle Vorzeigepaar sein, ich weiß nicht, ob ich in 5 Jahren noch mit meinem Partner zusammen bin, ich hoffe es, ja, aber was wir immer gemeinsam machen werden ist, für unsere beiden Kinder zu sorgen…

Das ist ja prima. In Zukunft sagen alle, denen man irgendetwas in ihrer Familie und der Erziehung ihrer Kinder vorwirft: nein, nein, wir sind eine ganz ganz tolle Familie und das lass ich mir von niemandem von aussen kaputtreden…

Denn das hat Sibelius klar erkannt: es sind immer nur Leute „von außen“, die seine Familie kaputtreden wollen. Und das geht seiner Meinung nach ja schon mal gar nicht. Jeder hat ein Recht auf Privatsphäre! Was hinter der Tür zu seinem familiären Heim geschieht, geht diese Leute „von aussen“ überhaupt nichts an! Und auch, wenn da alle paar Wochen ein neuer Partner erscheint und ausgiebig auf „Verpartnerung“ getestet wird, geht das diese „Leute von aussen“ nichts an. Alles geschieht ja nur zum Wohle der „eigenen Kinder“, die selbstverständlich nie auf die Idee kommen werden, nach der echten Mutter zu fragen.

Denn wie sagt unser Sibelius in dieser Sendung:

Ich glaube, dass ich sehr wohl in der Lage bin, mütterliche Liebe zu geben…

Nein, das bist du nicht, Karl M. Sibelius. Was es bedeutet, eine Mutter zu sein und mütterliche Liebe zu geben, ein Kind im Bauch zu tragen und es auf die Welt zu bringen: davon hast du Null Ahnung. Oder wie ich als Mathematiker und NICHT-Theaterdirektor es formulieren würde: dein Wissen darüber und dein Einfühlungsvermögen sind von der leeren Menge kaum zu unterscheiden.


Anmerkungen und Links

[1] Akademie für Sexuelle Gesundheit AfSG
[2] Homepage von Eila Bragagna
[3] Mitglieder der Bioethikkommission in Österreich
[4] Karl M. Sibelius in Wikipedia
[5] Ungewöhnliche Familie bewegt ganz Österreich
[6] derstandard.at, 13.11.2012, 22:30 MAGAZIN
(Um 23.15 Uhr diskutieren bei Günter Kaindlstorfer die Ärztin Elia Bragagna, Schauspieler Karl M. Sibelius, Psychiater Christian Spaemann und Juristin Stephanie Merckens.)
[7] Familie andersrum, Kommentar von orf.at zum Film am 13.11.2012
[8] Doktorarbeit zum Thema gleichgeschlechtliche Erziehung

Anwesend in der Sendung waren auch noch:

———————–
Stephanie Merckens (Juristin, Mitglied der Bioethik-Kommission)

Dr.em. Rechtsanwältin, Mitglied im Beirat des Instituts für Ehe und Familie, Mitglied im Familienbeirat des Landes Oberösterreich, Mitglied im Kollegium des Landesschulrates Oberösterreich, Lebensschutzbeauftragte der Erzdiözese Wien, Mitglied der Europakommission der österreichischen Bischofskonferenz.
————————-
Elia Bragagna

http://eliabragagna.at/
ist Leiterin der Akademie für Sexuelle Gesundheit AfSG, auf deren Homepage es heißt:
Die Akademie für Sexuelle Gesundheit (AfSG) versteht sich als Plattform für sexualmedizinisch interessierte MedizinerInnen, (Sexual)-TherapeutInnen, (Sexual)-PädagogInnen, (Sexual)-BeraterInnen, ApothekerInnen und Pflegepersonal.

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Die Berliner Buchhandlung Dussmann und ihre Abneigung gegen Israel

politiker1Am 14.September 2014 gab es am Brandenburger Tor in Berlin eine Veranstaltung zum Thema „Steht auf! Nie wieder Judenhass in Deutschland!„. Aufgerufen dazu hatte der Zentralrat der Juden in Deutschland, der sich Sorgen darüber macht, daß „in vielen deutschen Städten blanker Hass auf Juden wieder offen ausgebrochen ist.“

Dagegen, so meinten auch die links abgebildeten Teilnehmer der Veranstaltung in Berlin, müsse dringend etwas unternommen werden. Also trat man gemeinsam um 15 Uhr auf die Bühne vor dem Brandenburger Tor, wo sich schon Stunden zuvor Presse und Fernsehen in Position gebracht hatten. Obwohl die Redner bei dieser Veranstaltung – wie üblich – die ach so schlimme Ausgrenzung von Minderheiten in Deutschland beklagten, war das gemeine Volk, also die vielen nach Berlin gekommenen Freunde der Juden und Israelis, durch einen Metallzaun von der erhabenen Politprominenz getrennt.

Dies geschah natürlich „nur“ zum Schutz vor rechtsradikalen Antisemiten, die aber bei dieser Veranstaltung unsichtbar blieben.

Dafür gab es aber genügend Verrückte aus der linken und muslimischen palästinafreundlichen Szene, die sich unter die Zuhörer mischten und vor den 300 oder 600 (genau wußten sie es auch nicht) israelischen Atombomben warnten, wie z.B. dieser in Berlin stadtbekannte Herr, der keine Gelegenheit ausläßt, um gegen den „faschistischen Atomterror der Israelis“ zu demonstrieren.
Auch die Vertreter christlicher Sekten waren zugegen, die sich über „Jesus liebt dich“ – Plakate aufregten und deren Entfernung forderten. Nur der sehr starken Polizeipräsenz bei dieser Veranstaltung war es zu verdanken, daß es zu keinen gewalttätigen Ausschreitungen kam.
Doch von all dem bekamen unsere Politiker und die anderen Prominenten, die vom gemeinen Publikum auf riesigen Bildschirmen bewundert werden durften, nichts mit, weil sie nach der letzten Rede in die bereitstehenden Autos stiegen und sich schleunigst davonmachten.
Es waren u.a.

  • Bundespräsident Joachim Gauck,
  • SPD-Chef Sigmar Gabriel,
  • Bundeskanzlerin Angela Merkel,
  • Dieter Graumann, Präsident des Zentralrats der Juden,
  • Noch-Bürgermeister Wowereit,
  • Kardinal Reinhard Marx, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz
  • Nikolaus Schneider, EKD-Ratsvorsitzender.

die sich auf der Bühne mit wohlgesetzten Worten (Graumann: „Die meisten Muslime denken bestimmt anders“ [8]) vom Antisemitismus auf der Strasse distanzierten. Die Reden waren so jämmerlich schwülstig und selbst-beweihräuchernd, daß es nicht lohnt, sie hier auseinanderzunehmen. Wer aber nun dachte, daß sich als Folge dieser hochpolitischen Ermahnungen der zuständigen Verbandsfunktionäre und Bundespolitiker in Berlin eine Welle der Sympathie für den Judenstaat Israel breit machte, der lag voll daneben.

Berlin_Schmierereien1Nur einen Tag später nämlich sah man im Berliner Tiergarten auf einem Denkmal diese netten Sprüche über die „Juden Kindermörder“. Da waren die Damen und Herren Minister, Bundespräsident, Bundeskanzlerin und Vorsitzender des Zentralrats aber schon lange wieder abgereist und mit wichtigeren Dingen beschäftigt als mit dem hastigen Wegpinseln antisemitischer Hetzsprüche auf Berliner Denkmälern.

Ich selbst konnte diese neuen, in schönem blau gehaltenen Inschriften auf dem Denkmal im Berliner Tiergarten leider nicht bewundern, da ich mir heute die bekannte Berliner Buchhandlung Dussmann ansehen wollte. Natürlich auch mit dem Hintergedanken, die Werke der Politprominenz der gestrigen Demonstration einmal näher in Augenschein zu nehmen.

Doch zunächst steuerte ich im 3.Stock von Dussmann die Abteilung „Politik und Zeitgeschichte“ an, wo ich auch gleich in einem Regal das fand, was mich interessierte: Bücher zum Thema Israel und Palästina.. Und siehe da: 22 Bücher stehen dort, am 15.09.2014, in Dussmanns „Israel/Palästina-Abteilung“. Sie finden hier eine vollständige Liste aller dort ausgestellten Bücher. Ich habe sie mir alle einzeln angeschaut und konnte folgendes feststellen:


Von den 22 Büchern waren nur 4 von Autoren verfasst, die man als „israelfreundlich“ bezeichnen kann. Rund 82% der von Dussmann angebotenen Literatur zum Thema „Israel/Palästina“ schießt also aus vollen Rohren gegen Israel.

Nun könnte man natürlich sagen, daß es derzeit auf dem deutschen Buchmarkt hauptsächlich „israelkritische“ Literatur gibt und den Buchhändlern gar nichts anderes angeboten wird. Doch davon kann keine Rede sein, wenn man sich die folgende Liste hochaktueller Bücher zum Thema Israel anschaut, die auf dem Buchmarkt erhältlich sind:

  • Michael Wolfssohn: „Wem gehört das heilige Land?“ ,
  • Sylke Tempel: „Israel. Reise durch ein altes neues Land“,
  • Tobias Jaecker : „Antisemitische Verschwörungstheorien nach dem 11.September“,
  • Ralph Giordano: „Israel, um Himmels willen, Israel“
  • Rolf Behrens: „Raketen gegen Steinewerfer“, Das Bild Israels im SPIEGEL
  • „Neu-alter Judenhass, Antisemitismus, arabisch-israelischer Konflikt und europäische Politik“ (Klaus Faber, Julius H.Schoeps, et.al.)
  • Mitchell G. Bard: „Behauptungen und Tatsachen, der israelisch-arabische Konflikt im Überblick“,
  • Tilman Tarach: Der ewige Sündenbock,
  • Henryk M.Broder und Eric Follath: Gebt den Juden Schleswig-Holstein! Wenn Deutsche Israel kritisieren – ein Streit.

Was schließen wir also daraus? Ja, der geneigte Leser weiß es schon: bei der Berliner Buchhandlung Dussmann wird die Abteilung „Israel/Palästina“ von einem Mitarbeiter betreut, der in seiner Freizeit die Artikel von Evelyn Hecht-Galinski im Internet sammelt, die Hamas als Friedensbewegung einstuft und bei allen Veranstaltungen von Ken Jebsen und Jürgen Elsässer gerne in der ersten Reihe sitzt. Da kann die Auswahl der Bücher gar nicht anders sein.
non-zionist

wowereit

jesus-plakat


Anmerkungen und Links

Hier folgt die Liste der Bücher zum Thema „Israel/Palästina“, die bei Dussmann Anfang September 2014 im Regal standen.
In Klammern steht eine Bewertung der Autoren nach folgendem Punkteschema:
-10 = Extrem israelfeindlich
-5 = israelfeindlich
0 = neutral
+5 = israelfreundlich
+10 = sehr israelfreundlich

Andreas Altmann: Verdammtes Land, eine Reise durch Palästina (0)
Amar-Dahl: Das zionistische Israel (-10)
Ralf Balke: Israel, Geschichte, Politik, Kultur (+10)
Helga Baumgarten: Kampf um Palästina – Was Wollen Hamas und Fatah? (-10)
Henryk M. Broder: Die Irren von Zion (+10)
Judith Butler: Am Scheideweg, Judentum und die Kritik am Zionismus (-10)
Alexander Flores: Der Palästinakonflikt – Wissen was stimmt (-10)
David Grossmann: Diesen Krieg kann keiner gewinnen (-5)
Steffen Hagemann: Israel, Wissen, was stimmt (+10)
Dietmar Herz: Palästina (0)
Stephane Hessel, Elias Sanbar: Recht auf Frieden und Recht auf Land (-5)
Stephane Hessel, Elias Sanbar: Palästina: Das Versagen Europas (-5)
Margret Johannsen: Der Nahost-Konflikt (-5)
Moshe Machover: Irael und Palästinenser (-10)
Sari Nusseibeh: Ein Staat für Palästina? (-5)
Sari Nusseibeh mit Anthony David: Es war einmal ein Land, Ein Leben in Palästina (-5)
Pappe/Hilal (Herausgeber): Zu beiden Seiten der Mauer (-10)
Diana Pinto: Israel ist umgezogen (0)
Donna Rosenthal: Die Israelis (+10)
Shlomo Sand: Warum ich aufhöre, Jude zu sein (Ein israelischer Standpunkt) (-5)
Shlomo Sand: Die Erfindung des jüdischen Volkes (Israels Gründungsmythos auf dem Prüfstand) (-5)
Shlomo Sand: Die Erfindung des Landes Israel (Mythos und Wahrheit) (-5)
Marlene Schnieper: Nakba – die offene Wunde (-10)


[1] Dussmann: das „Kulturkaufhaus in Berlin“
[2] Zentralrat der Juden in Deutschland lädt zur Veranstaltung ein
[3] SPD ruft zur Demonstration auf
[4] Der STERN kommentiert die Veranstaltung in Berlin
[5] Die Tagesschau zur Veranstaltung in Berlin
[6] Die „Jüdische Allgemeine“ berichtet über die „Großveranstaltung“
[7] Rede von Bundeskanzlerin Angela Merkel im Wortlaut
[8] Rede von Zentralratspräsident Dieter Graumann
[9] Zusammenfassung der Veranstaltung auf der Webseite der Deutschen Welle
[10] Anette Kahane in der Berliner Zeitung über die Veranstaltung vom 14.09.2014

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Rapper, DKP und „Die Linke“ in Bonn: Juden raus aus Palästina

junge-frauenWie fast an jedem Samstag konnte man auch am 30.08.2014 an den bekannten, von der Stadt Bonn für Demonstrationen und politische Veranstaltungen freigegebenen Lokalitäten diverse Verrückte bei ihrem Bemühen beobachten, die vorbeigehenden Besucher für ihr jeweiliges Anliegen zu interessieren. Diesmal waren es zwei Gruppierungen, die schon seit langem in Bonn aktiv sind und keine Gelegenheit auslassen, ihren eigenen unterbelichteten Geisteszustand zur Schau zu stellen.

Um wen handelte es sich? Da waren zunächst am Münsterplatz die unermüdlichen Unterstützer der vom Völkermord bedrohten Palästinenser. Darunter waren diesmal

  • die Partei „Die Linke“,
  • die Uralt-Kommunisten-Partei DKP,
  • die Vertreter des Instituts für Palästinakunde Bonn e.V.
  • ein Rapper, der mit seinem monotonen Gejammer die Toten in Gaza beschwor,
  • und natürlich die unvermeidlichen weiblichen Befürworter des „Friedensprozesses“ mit ihrer leicht abgenutzten „Peace“-Flagge.

die-linke-dkpLinks auf dem Foto sehen wir eine jene älteren Damen, die sich unermüdlich für den Frieden weltweit einsetzen, besonders aber für den Frieden in Gaza, der ihnen mehr am Herzen liegt als der Frieden im Sudan, Syrien oder im Irak. Die Friedens-Fahne, die sie hält, ist übrigens auch bei jenen sehr beliebt, die den Frieden weltweit per Fernheilung (also durch rein geistige Übertragung über Tausende Kilometer hinweg!) verbreiten wollen –

nämlich jenen Esoterikern, die zeitgleich am Bonner Friedensplatz mit Musik und allerlei mit geschlossenen Augen vorgetragenen Friedensansprachen die Vorbeigehenden langweilten. Anscheinend haben sie aber mit ihren Versuchen, den Frieden per Fernheilung in die Welt zu übertragen, an diesem Tag keinen Erfolg gehabt – zumindest bei den Religioten der IS im Irak und in Syrien sind die Bonner Friedensstrahlen nicht angekommen.

Die Palästina-Spezialisten hatten sich – sinnvollerweise – als Veranstaltungsort jenen Teil des Münsterplatzes ausgesucht, der samstags normalerweise vom Bonner Ökomarkt beansprucht wird.
Wer also heute „ökologisch korrekt“ einkaufen wollte – und das sind in Bonn eine ganze Menge Leute -, bekam statt dessen den gähnend langweiligen und monotonen Singsang eines Rappers vorgesetzt, der mit seinen Texten die übliche Litanei über „die von den Israelis ermordeten Palästinenserkinder“ anstimmte und dabei eher wie ein schlechter Abklatsch von Wasim Taha alias „Massiv“ daherkam. [1]. Interessant an diesem Spektakel ausgeflippter Disko-Antisemiten war für den Aussenstehenden die Tatsache, daß es immer noch Vertreter von im Bundestag vertretenen Parteien schaffen, auf solchen Fanatiker-Veranstaltungen mit Büchertischen und Flugblättern für ihre Partei zu werben.

Vielleicht sehen wir sie demnächst mit der Sammelbüchse in der Hand, wenn sie Spenden für den Wiederaufbau von Gaza sammeln – der soll ja nach EU-Schätzungen 5-6 Milliarden Euro kosten, inkl. Instandsetzung der Tunnel für die tapferen Kämpfer der Hamas.

Anmerkungen und Links

[1] Jungle World: Ralf Fischer über die Facebook-Seiten einiger Deutsch-Rapper
[2] Ber­li­ner Neo­na­zi-​Rap­per Pa­trick Kil­lat alias „Vil­lai­n051“

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Religioten in Bonn

„200 Schiiten trauerten friedlich um ihren Imam“: so titelte die Internetausgabe des Bonner Generalanzeigers noch am Abend des 24.08.2014, als nach stundenlangem Geschrei, Gejammer und Gebrüll die „Gedenkveranstaltung“ der Schiiten an den „Märtyrertod al-Husains“ endlich beendet war. Stattgefunden hatte das ganze in der Wenzelgasse, also an einer der belebtesten Stellen der Innenstadt von Bonn: hier schlendern täglich tausende von Bonnern an den Geschäften entlang, und an Sonntagen wie diesem 24. August kommen noch viele Touristen hinzu.

Diesen bot sich in der Wenzelgasse nun ein Bild, das man eigentlich nur von Berichten aus arabischen Ländern im aktuellen Fernsehen kennt: rund 200 schwarz gekleidete Männer saßen barfuß auf der Strasse und hörten dem wild gestikulierenden „Redner“ zu, dessen (in einer Fremdsprache gehaltene) Ansprache auf den gebildeten Zuhörer den Eindruck machte, als habe hier einer intensiv die Redetechnik des Gröfaz Hitler studiert.

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Streng getrennt von den Männern saßen ein paar – ebenso pechschwarz verhüllte – Frauen mit ihren Kindern, die dem Jammer-Singsang des Redners ehrfürchtig zuhörten. Allerdings entsprach die Frauenquote auf dieser Veranstaltung ganz sicher nicht den Vorstellungen grün-roter Feministinnen, dominierten hier doch eindeutig die Männer.

Auch fragt man sich, warum keine der anwesenden Damen das Wort ergreifen durfte – vom Standpunkt eines unbefangenen Beobachters her war diese „Frauengruppe“ fast „unsichtbar“, sieht man von ihren Gesichtern ab, die teilweise sogar unverhüllt waren. Das wäre doch mal ein Fall für die Bonner Gleichstellungsbeauftragte Brigitte Rubarth [5] gewesen, die ihre Aufgaben u.a. so definiert:


Die Gleichstellungsstelle ist Ansprechpartnerin für alle Bonnerinnen und Bonner, unabhängig davon, ob es sich um Erwerbstätige, nicht Erwerbstätige, ältere und jüngere oder ausländische Frauen und Männer handelt, deren Situation unter Gleichbehandlungs- und Gleichberechtigungsgesichtspunkten als besonders schwierig anzusehen ist.

Anscheinend ist das Interesse der Gleichstellungsbeauftragten an der Situation ausländischer Frauen unter „Gleichbehandlungs- und Gleichberechtigungsgesichtspunkten“ nicht besonders hoch, sucht man doch vergebens nach Stellungnahmen aus feministischen Bonner Kreisen zu solchen Veranstaltungen der „Religion des Friedens“.
Bonn-schiiten3Man interessiert sich hier mehr für so wichtige Aufgaben wie die Durchsetzung der sog. „geschlechtergerechten Sprache“ an der Universität und in den Bonner Behörden. So sucht man in sämtlichen offiziellen Formularen, Anträgen und Broschüren der Bonner Universität vergebens nach „Studenten“, weil diese inzwischen durch „Studierende“ ersetzt wurden. Es gibt also keine Studenten, die Islamwissenschaften studieren, sondern nur noch Studierende der Islamwissenschaften.

Die Durchsetzung solcher Dümmlichkeiten ist den Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Bonn offenbar wichtiger als eine Änderung der Lebensverhältnisse von muslimischen Frauen, die in einer eklatant frauenfeindlichen – hier trifft das Wort wirklich einmal zu – und von Männern total dominierten Welt leben müssen.

schiiten-bonn1Doch das Schlagen der eigenen Frau ist auf Dauer auch für den männlichen Angehörigen der „Religion des Friedens“ langweilig. Deswegen schlägt er bei solchen Gelegenheiten wie der Veranstaltung zum Gedenken an den „Märtyrertod al-Husains“ gerne auch mal sich selbst, natürlich nur symbolisch, wie mir ein Teilnehmer bedeutungsvoll erklärte. Er vergaß mir aber zu erklären, woher die vielen Narben auf den Rücken der Männer kamen, die sich nach dem Ende der Reden erhoben hatten und nun mit bloßen Oberkörper dastanden, um sich „symbolisch“ mit den Händen auf die Brust zu schlagen. Ob sie sich wohl zum Ausgleich von ihren Frauen abends im Schlafkämmerchen ab und zu auspeitschen lassen und deshalb vernarbt waren?

Oder haben sie einfach nur zu häufig das Ashura-Fest in Afghanistan besucht, wo man sich nicht nur auf die Brust schlägt, sondern auch gerne mal mit Messern im Gesicht herumschnippelt? [4] Wie auch immer: der unbefangene Zuschauer mußte beim Anblick des Rituals den Eindruck gewinnen, daß der Bildungsstand der Teilnehmer dieser Veranstaltung sich nicht wesentlich von dem ihres vor 1500 Jahren verstorbenen Imams unterscheidet. So ist es kein Wunder, daß die vorbeigehenden und manchmal auch kurz verweilenden Bonner dem Treiben doch recht konsterniert zuschauten.

Der Reporter des Generalanzeigers hat diese Veranstaltung religiöser Fanatiker mit ganzen 9 Sätzen auf der Webseite seines Arbeitgebers beschrieben [2]. Rund die Hälfte seines Artikels aber diente dazu, die Teilnehmer und Organisatoren in den höchsten Tönen zu loben: die Veranstaltung sei „friedlich“ verlaufen, die Polizei habe mitgeteilt, die“Anmelder dieser rein religiösen Veranstaltung verhalten sich äußerst kooperativ“, es seien keine Salafisten.

Allerdings:

  • Daß Schiiten genauso wie Sunniten glühende Antisemiten sind,
  • daß diese Leute gerade erst am 26.Juli auf einer Demo in Bonn, in der „Frieden und Freiheit für Gaza“ gefordert wurde, auf arabisch Haßsprüche gegen Juden und Israel brüllten, [6]
  • daß die Hisbollah im Libanon eine von der EU offiziell als Terroristenorganisation eingestufte schiitische Gruppe ist,
  • daß Schiiten im Iran, in Afghanistan und Irak seit Jahrzehnten zur Vernichtung des Staates Israel aufrufen,

all das scheint dem Generalanzeiger, der Polizei und den Behörden, die solche Veranstaltungen genehmigen, nicht bekannt zu sein. Es fragt sich nur, wie lange die Verantwortlichen noch den Kopf in den Sand stecken wollen. Nach dem nächsten gelungenen Bombenattentat auf den Bonner Bahnhof, so kann man hoffen, könnte man ja vielleicht ein oder zwei Stellen bei der Gleichstellungsbeauftraten der Stadt einsparen und das Geld für eine bessere Präsenz der Bonner Polizei nutzen.


Anmerkungen und Links

[1] Bonn: Schiiten-Selbstgeißelung vor Sexshop
[2] 200 Schiiten trauerten friedlich um ihren Imam
[3] Schiitische Ashura-Feiern: Erlösung durch Buße und Leiden, von Prof. Dr. Christine Schirrmacher
[4] FOCUS: Millionen Schiiten geißeln sich
[5] Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Bonn
[6] Leserbriefe zum Artikel „Stoppt das Blutvergießen“ vom 26. Juli über eine Demo in Bonn, in der „Frieden und Freiheit für Gaza“ gefordert wurde

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