Paul Nellen: Über den Zusammenhang zwischen Islam, Gewalt und Terror

In der Nacht vom 15. auf den 16.05.2008 wurde in Hamburg eine 16 Jahre alte Deutsche afghanischer Herkunft von ihrem eigenen Bruder erstochen. Über die Tat wurde ausführlich berichtet (Lokalsender Hamburg-1 sowie auf Spiegel Online).
Der 23-Jährige attackierte seine jüngere Schwester auf der Straße im Stadtteil St. Georg. Zwölf Stunden nach dem mutmaßlichen Ehrenmord konnten die Ermittler den polizeibekannten Mann festnehmen, der die Tat bereits gestand. “Das 16-jährige Mädchen hatte sich von der Familie abgewandt“, sagte Sprecher Andreas Schöpflin zum Motiv der Tat. Vermutlich habe sie nicht mehr nach den strengen Vorstellungen der Familie leben wollen.

Wie man bei den Hamburger GRÜNEN diese Bluttat beurteilt, konnte man kurz darauf einem Interview („Hier ist die Sozialpolitik gefragt“) entnehmen. Lesen Sie hier eine Replik von Paul Nellen auf das Interview, das die GAL-Abgeordnete und Migrationspolitikerin Nebahat Güçlü gestern dem Lokalsender Hamburg-1 gegeben hat:

Es war nicht in erster Linie die Tat “eines Migranten”, sondern die eines muslimischen Migranten. Wer das unterschlägt, macht pauschal auch Migranten aus nichtmuslimischen Weltgegenden, aus Portugal, aus Kasachstan oder aus Vietnam, zu potenziellen “Ehrenmördern”.

Dabei weiß inzwischen jedes Kind, dass diese Verbrechen in erster Linie in muslimisch geprägten Migrationskreisen passieren. Warum wird das wieder unterschlagen? Natürlich nur, weil: “mit Islam hat das nichts zu tun – die Muslime sind so, nur der Islam ist anders” (Ayten Kiliçarslan, Vize-Generalsekretärin der DITIB bei Plasberg im WDR vor einigen Monaten).

Ja klar, und die muslimischen Einrichtungen kann man schon kaum mehr zählen, die sich hier oder anderswo der bedrohten Frauen & Mädchen annehmen und diese vor ihren mörderischen Familien schützen… Das überläßt der Verbands-Islam gern den Ungläubigen und dem Sozialstaat. Ehrenmorde haben ja nichts mit dem Islam zu tun, sondern nur mit “traditioneller Kultur” (wozu natürlich niemals der 1400 Jahre alte Kultus des Islam gehört) und – bei grünen PolitikerInnen ganz wichtig! – mit sozialen Schieflagen, für die “wir”, die Mehrheitsgesellschaft, natürlich den meisten Schuldanteil tragen.
Ehrenmorde geschehen uns nämlich ganz recht! Schade, dass wir das der 16-Jährigen Getöteten nicht noch einmal klar machen können, dazu war leider nicht mehr die Zeit – da sind die “sozialen Probleme” irgendwie dazuwischengekommen… die in “gewissen gesellschaftlichen Schichten und ethnischen Gruppen” (so die HH-1-Moderatorin) üblicherweise mit scharfer Blutklinge durch die Stadt laufen.

Auch der Ehrenmord von St. Georg hat viel mit einer Kultur und einer Religion zu tun, in der “Kill those who insult Islam” (Plakat auf der Londoner Anti-Karikaturen-Demo im Februar 2006) in vielerlei Abwandlungen zum gängigen muslimischen Katechismus gehört – selbst schon bei den Jüngsten, die hier geboren und aufgewachsen sind:

“Wenn ich (Wilders) finden würde, ich würde dem den Kopf abschneiden und alles Mögliche machen”, sagt ein Schüler. Doch das meint er nicht ernst. Die Schüler sind für einen toleranten Islam. Gerade deshalb erbost sie der Wilders-Angriff auf die Muslime gewaltig. “Die würden ihn schon ganz gern tot sehen”, sagt (Islamlehrerin) Kaddor…

Diesen wörtlichen Ausschnitt aus der 3sat-Sendung “Allahs kluge Lehrerin – Die 29-jährige Lamya Kaddor“ muß man sich auf der Zunge zergehen lassen. Die Knirpse in der Dinslakener Schule, an der die scheinbar “aufgeklärte” Islamlehrerin Kaddor einen “liberalen” Islam unterrichtet, phantasieren im O-Ton durch die Schulbank hinweg allerlei Tötungsvarianten für Wilders; der Kommentator indes nimmt sie in Schutz: die Schüler “meinen das nicht ernst”. Wohl so wenig, wie ein gewisser Ahmadinedschad es nicht ernst meint, wenn er Israel die Vernichtung ankündigt (http://english.aljazeera.net/English/archive/archive?ArchiveId=15816) oder ein 23-Jähriger, der seiner Schwester Gewalt androht, wenn sie weiter “wie eine deutsche Schlampe” rumläuft.

Doch Politikerinnen, die in ihren Stellungnahmen viel von “Immigrantencommunities” reden und die Journalistinnen, die es ihnen dabei allzu leicht machen, indem sie schamhaft von “gewissen gesellschaftlichen Schichten und ethnischen Gruppen” hüsteln, sie geben dem orthodoxen Verbandsislam dabei nur wieder eine Chance, ihre Religion außerhalb jeder Kritik zu stellen.

Dabei würde nur ein Blick auf die Texte islamischer Predigten, die in Deutschland an der Freitagsordnung sind, genügen, um den Zusammenhang zwischen Islam, Gewalt und Terror offensichtlich zu machen, ein Zusammenhang, der mit noch so gut gemeinten “Integrationsangeboten” (Nebahat gestern in HH-1) allein nicht aus der Welt zu schaffen ist; dazu bedarf es einer klaren Kampfansage gegen den orthodoxen Verbandsislam, der diesen Zusammenhang systematisch verschleiert, weil er auf ihm seine Pläne zur Unterwanderung und schließlich Beherrschung unserer Gesellschaft aufbaut.

“Es wird ständig darüber geredet, warum wir Moslems in Australien uns nicht genauso in die übrige Gesellschaft einfügen wie andere Einwanderergruppen. Wir werden uns nie integrieren. Meine Loyalität gehört, wie die eines jeden guten Moslems, in erster Linie dem Islam.” -Khaled, 25, arbeitslos, in: Neue Integrationsdebatte in Australien. 9.2.08 DLF

‘Das 16-jährige Mädchen hatte sich von der Familie abgewandt‘, sagte [Polizei-] Sprecher Andreas Schöpflin zum Motiv der Tat. Dafür mußte sie offenbar wie viele andere junge Frauen vor ihr mit ihrem Leben büßen. Es geht nicht um andere Klamotten oder andere Freizeitaufenthalte, es geht im Kern um Islam oder nicht Islam, um die Ehre der Religion, die auf der Ehre des Mannes aufgebaut ist – und die der Frau den Rahmen absteckt, in dem sie sich zu bewegen hat, bei Strafe ihres Untergangs.

Der Islamwissenschaftler und Libanondeutsche Ralph Ghadban spricht nicht wie Nebahat und andere in ihren Interviews nebulös von “mehr Integrationsangeboten” (die man annehmen kann oder auch nicht) – er sagt klar und unmissverständlich: “Integration mit mehr Zwang durchsetzen! Wer hier lebt, muss sich an das erzieherische Konzept im Westen anpassen!” http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/thema/532817/

“Was ist, wenn Einwanderer Werte vertreten, die im Widerspruch zu denen der Mehrheitsgesellschaft stehen, von freier Meinungsäußerung bis zur Gleichberechtigung aller Menschen?” (Lars v. Törne im Tsp., 6.1.08) Dann helfen Nebahats “Integrationsangebote” nicht mehr – und was dann? Dann werden wir die Toten zählen und einsammeln. Ich nenne das umgekehrten Rassismus aus Angst vor Religionskritik. Seit der Antike ist Religionskritik aber die Grundlage jeglicher Kritik überhaupt. Ihr habt das wohl vergessen!”

Warum werden die Verbandsmuslime niemals von uns mit Predigten und Schriften Punkt für Punkt konfrontiert, die überall über das Internet, in den Moscheen und muslimischen Buchläden zu erhalten sind und ind denen die Saat ausgelegt wird für die verbrecherischen Taten Einzelner, die diese Botschaften eins zu eins aufnehmen?

Nach einem “Ehrenmord” wie dem an der 16-Jährigen Muslimin in St. Georg lesen sich Predigten wie diese hier plötzlich in ganz anderem, nämlich in mörderischem Licht. Das Mädchen wollte “wie Ungläubige” leben, in der Diktion des Predigers “sie nachmachen” – und das ist im orthodoxen Gewalt-Islam, den kein Verbandsislam jemals herausfordern würde, strikt verboten – er nennt es “Kuffr machen”:

“Ein Moslem darf Ungläubige nicht nachmachen. Das produziert Nähe und Liebe zueinander. Nähe in der Äußerlichkeit bringt innerliche Nähe und Liebe. Genau deshalb verbietet der Islam ähnlich auszusehen wie die Ungläubigen. Auf daß du keine innere Nähe und Liebe (zu ihnen) findest. Deswegen hat der Prophet verboten, den Bart zu rasieren, damit der Moslem dem Moslem gleiche und nicht ähnlich aussehe dem Nichtmuslim. Er hat auch befohlen, den Schnurrbart kürzer zu machen. Warum? Weil der Prophet nicht wollte, daß die Muslime aussehen wie die Nichtmuslime. …Deswegen ist uns als Muslimen befohlen, den Propheten als Vorbild zu nehmen… ihn nachzumachen, seine Sunnah zu erfüllen und auch die Ähnlichkeiten mit den Nichtmuslimen irgendwie abzubrechen.” Originalton hier: oder gekürzt auf meiner Website: http://www.lifeinfo.de/inh1./texte/islampredigt1.html

“Es gibt viele moderate Moslems, doch der Islam selber ist nicht moderat”, sagt die von orthodoxen Muslimen bedrohte bangladeschische Schriftstellerin Taslima Nasrin. Gerade für junge, westlich selbstbestimmt leben und sich emanzipieren wollende muslimische Frauen ist das Schweigen der Grünen, unsere Unfähigkeit, den KAMPF gegen den orthodoxen Verbandsislam und die gegen die HetzMeute seiner von ihm gedeckten Prediger und Pfaffen eine der skandalösen Grundlagen ihres Martyriums. Es gibt in Deutschland Kopftuchzwang schon für Kleinkinder und Schariagerichte, ohne dass Grüne dies (von einigen bemerkenswerten Ausnahmen in Berlin in jüngster Zeit einmal abgesehen) jemals klar und offen ausgesprochen und den Verbandsislam zu einer Verurteilung solcher Praktiken aufgefordert hätten. Für Barbarei gibt es keine Toleranz, auch nicht unter dem Vorwand der “Kultur”, der “Tradition”, der “Religion” oder des “Dialogs” – und ich will, dass hier endlich von Integrationsaufforderungen und weniger von – gleichwohl notwendigen – Angeboten geredet wird. Der dogmatische Verbandsislam hat sich bis heute nicht zu einer klaren Dominanz der im Grundgesetz verankerten Werteordnung bekannt (er hat in letzter minute bei der Islamkonferenz seine Unterschrift unter ein entsprechendes Dokument verweigert). Aiman Mazyek spricht dagegen nebulös, aber mit einem für geschulte Ohren unüberhörbar drohenden Unterton von der “Demokratie” als “GEGENWÄRTIG der besten StaatsFORM” (in einem Interview mit der Ztschr. DAS PARLAMENT).

Die Grundhaltung viele eingewanderter orthodoxer Muslime, die von den Verbänden nicht kritisch aufgegriffen geschweige denn bekämpft wird, lautet zusammengefasst so:

“Wir haben einen Schutzvertrag mit der staatlichen Ordnung dieses westlichen Landes. Wir fügen uns ihr, sofern sie nicht dem Islam widerspricht. Man kann nicht von uns verlangen, das gesamte Ideen- und Wertekonstrukt des Westens anzunehmen, denn es gibt hierbei ganz klar Widersprüche zum Islam. Es entspricht der menschlichen Natur, abweichende Einstellungen zu haben. Der Westen muß unseren Dissens zu ihm akzeptieren”.

Nachzuhören in der Predigt eines österreichischen Muslim unter http://www.lifeinfo.de/inh1./texte/islampredigt3.html

Der dogmatische Islam erkennt einen Dissens nur an, wenn es sich um die Nichtvereinbarkeit des Islam mit dem Westen handelt. Ein Dissens von Muslimen und besonders Musliminnen zur Orthodoxie wird dagegen, wie heuer in St. Georg, mit dem Tode bestraft. Es mag zwar eine individuelle Tat gewesen sein, vielleicht von der Familie gedeckt. Aber die Umma schweigt, sie empört sich höchstens in einer Presse-Erklärung oder in einem TV-Statement. Es sind Lippenbekenntnisse. Die wahre Empörung würde darin bestehen, dass die Verbandsmuslime damit beginnen, in ihren Gemeinden und wo immer sie mit ihren Gläubigen Kontakt haben, die Rechte des Einzelnen, so zu leben wie er oder sie will, zu verteidigen und den jeweils Bedrohten Schutz zu gewähren. Dies nicht zu tun und ihnen dies von unserer Seite sogar lächelnd-dialogisierend durchgehen zu lassen, macht uns mitschuldig am Tod dieser jungen Frau und der vielen, die noch sterben müssen.

Die Heuchelei muß ein Ende haben, mit der unsere PolitikerInnen sich um schmerzhafte, brutale Erkenntnisse herumdrücken und damit – wengleich ungewollt – das Leben viele bedrängter Muslime schwer oder gar unmöglich machen.

Es muss eine Islamdebatte geben, bald, möglichst noch vor dem nächsten Ehrenmord oder sonst einem religiös motivierten Verbrechen, das auf Hamburgs Straßen stattfinden wird.

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