Rupert Neudeck und sein Lieblingsfeindesland Israel

Studiert jemand Philosophie, Germanistik, Soziologie und Katholische Theologie, geht zwischenzeitlich zum Jesuitenorden und promoviert dann über Politische Ethik bei Jean-Paul Sartre und Albert Camus, so scheint die Karriere schon festgelegt: er wird unweigerlich zum Angeber, Wichtigtuer, Schwätzer und name dropper. So formulierte es einst Henryk Broder [6], als er einen Bericht von „Rupert Neudeck, spezialbehandelter Grünhelm“ über dessen Einreiseprobleme in Israel aufs Korn nahm. Doch Neudeck hat noch weitere Eigenschaften: er ist ein Langweiler, der an seiner Vortrags-Drehorgel die immer gleiche Leier von seinen 4 Pässen und den Schikanen bei der Einreise in sein Lieblings-Feindesland Israel wiederholt. So auch am 19.Mai 2008 im Hörsaal 17 der Uni Bonn, als sich auf Einladung diverser „Friedensvereine“ rund 30 Befürworter der These trafen, daß in Israel ein rassistisches Apartheidssystem herrscht, dessen wichtigstes Ziel darin besteht, die Palästinenser mittels „Holocaust“ auszurotten. Auch hier berichtete „Grünhelmer“ Neudeck stolz davon, wie genial er mit seinem „Pass-Spiel“ die israelischen Grenzer bloßgestellt habe:

Ich hab dann das Spiel mit den Pässen ausprobiert: wenn ich einen von meinen 4 Pässen nehme, die ich normal nehme, wenn ich mich in der Welt bewege, kann ich in Israel nicht vorzeigen, muß ich erst mal, dann werde ich erst mal verhört. Deshalb hatte ich auch einen provisorischen, einen Jahrespass. Dann wird man gefragt: haben Sie denn nicht noch einen anderen? Ich sag: ich hab 4 andere! Aber mit denen ist bei Ihnen nicht gut Kirschenessen!
Und man bekommt dann einen Ausreisestempel und bei der Rückkehr nach Israel einen Einreisestempel.

Und aus ist das Spiel. Kurz und uninteressant. Aber Neudeck wird nicht müde, sich als „Pass-Widerständler“ gegen israelische Grenzbehörden hochzustilisieren. Jedes mal, wenn er einreist, zieht er seine 4 Pässe aus der Tasche und freut sich über die Reaktion der Grenzbeamten. Danach wird er dann „abgestempelt“ und ins „juristische Niemandsland“ Gaza entlassen. Doch interessant wird erst seine Rückreise. Aus irgendeinem Grunde – weder Neudeck noch die anwesenden Berufsempörten von den diversen Palästinenservereinen können sich diesen Grund vorstellen -, aus irgendeinem ominösen Grunde also wollen die Israelis ganz genau wissen, was ein Mensch, der von Gaza nach Israel will, in seinem Koffer hat. Oder in der Unterhose, oder in der Jackentasche. Plastiksprengstoff paßt ja zur Not auch in eine Babyflasche.

Neudecks Alptraum: Grenzkontrolle in Erez

Und so stellt sich für den arglosen Rupert Neudeck die Grenzkontrolle am Kontrollpunkt Erez dar:

Wir halten erst einmal bei der Registrierstelle der Gaza-Verwaltung, dann machen wir uns auf den 1 Km weiten Weg zurück zu den verwirrendsten, zu der verwirrendsten Grenzkontrolle, die ich in meinem Leben je erlebt habe. Selbst die nordkoreanische Grenzabfertigung ist dagegen eine reine Spielwiese. Es sind mehrere schwerste metallische Gitter, durch die wir gehen müssen.

Daß die Nordkoreaner weder durch Tausende von Kassam-Raketen noch durch Selbstmordattentäter aus Südkorea oder China bedroht werden, ist dem Sicherheitsexperten Neudeck wohl gerade entfallen. Er hätte sich anstelle der „schwersten metallischen Gitter“ lieber einfache Sperrholzbretter (Balsaholz ist ökounlogisch) vorgestellt, so eine Art „Pinwand“, an die die Grenzgänger ihre Wünsche hätten heften können:

  • „Hamas-Student sucht Aushilfsjob als Raketenbauer“ oder
  • „Suppenküche der Hamas gesucht: bitte melden bei Ulrike Putz (Spiegel online) zwecks Bericht“ oder
  • „Wir lernen steinigen – Selbsthilfegruppe betrogener Ehemänner, bitte Namen und Adresse eintragen“

Grausame Technik

Aber jetzt wird es geradezu unheimlich:


Dann kommt der rein israelische Teil, der durch eine Kamera geleitet wird,

Ausgebildete Theologen betrachten Kameras natürlich als Teufelszeug, als Ausgeburt des Materialismus. Zur Deeskalation, zum friedlichen Miteinander, wahlweise auch zu einer Begegnung auf „gleicher Augenhöhe“ stellt sich der Gutmensch Rupert Neudeck vor, daß in Zukunft keine Kameras, sondern Studenten der israelischen Friedensbewegung mit Malblöcken die Grenzgänger abmalen und diese dann von freundlichen israelischen Beamten mit einem Blumenstrauß begrüßt werden. Statt dessen findet eine unpersönliche durchtechnisierte Überwachung statt. Schikanöser gehts nimmer. Mit eindringlicher Stimme fährt Neudeck vor seinem mit grimmiger Miene dasitzenden Publikum fort:

Eine riesen-metallische Tür geht dann plötzlich auf, dann müssen die Besucher ihr Gepäck schon mal auf einen Tisch legen und öffnen, dann muß man durch eine weitere metallische Tür (alles ohne irgendeine menschliche Person, die dabei sichtbar wäre – sondern alles nur durch Signale, die über rotes oder grünes Licht gegeben werden), dann müssen die Besucher ihr Gepäck auf den Tisch legen und öffnen, dann muß man durch eine weitere metallische Tür gehen,

Mir kreist das Gehirn. Bei welcher Tür sind wir denn nun? Oder hat Neudeck gerade eine Endlosschleife in seinen Vortrag eingebaut? Drehen wir uns im Kreis?

…immer alles nur einzeln, die Tür kann man nur öffnen, indem man auf ein grünes Lichtsignal reagiert oben an der Tür, dann wird das Gepäck in großen Wannen weggeführt und ohne unser Dabeisein gefilzt,

Statt also die lieben Grenzgänger gleich in Familien oder Clangruppen in großen Hallen mit einem rauschenden Fest bei ihrer Ankunft in Israel zu feiern, steht man einzeln, einsam und verlassen in einer stählernen Kabine und wird von außerirdischen Mitarbeitern des Mossad durchleuchtet. Noch nicht mal zusehen darf man den Filzern, wenn sie das Gepäck nach Kaffee und Pornoheften durchsuchen, Neudeck ist kurz davor, gegen diese „gefühlte Folter“ zusammen mit Norman Paech und Freimut Duve einen Hungerstreik vom Zaun zu brechen….

Demütigung

Dann kommt der Höhepunkt dieser demütigenden Prozedur:

Ist Neudeck eigentlich schon zum Islam übergetreten, jener Religion, wo Demütigung als eine Art Dauerzustand des Lebens betrachtet und zur Rechtfertigung jeder noch so widerwärtigen Mordtat herangezogen wird? Was ist wohl das speziell Demütigende an einem grünen Licht in einer Untersuchungskabine dieses Grenzübergangs, wo ohne diese Sicherheitsmaßnahmen Selbstmordattentäter zuhauf den verhaßten Juden in Diskotheken und Restaurants auflauern würden?
Daß alle diese Sicherheitsmaßnahmen ihren Zweck erfüllen, zeigen solche Vorfälle wie die Explosion eines mit Sprengstoff beladenen Lastwagens am 22.05.2008 auf der palästinensischen Seite des Übergangs Erez (Bild links):

Die Explosion riss einen Krater in die Fußgängerpassage, die vom Terminal in palästinensisches Gebiet führt. Im nahe gelegenen Moshav Nativ Ha’assera entstand aufgrund der Druckwelle erheblicher Sachschaden. Der Übergang bleibt bis zur Reparatur des Schadens gesperrt.Die israelische Armee teilt mit, dass der Lastwagen offensichtlich Hunderte Kilo von Sprengstoff geladen hatte. Dank der Wachsamkeit der Soldaten sei ein noch schlimmerer Anschlag verhindert worden.


Neudeck will anscheinend nicht einsehen, daß die Hamas von Gaza aus mit allen Mitteln gegen „das zionistische Gebilde“ vorgehen will, und dabei kämen ihr natürlich lasche Grenzkontrollen sehr entgegen.

Nach einer weiteren Tür kommt eine klösterliche Elektronikzelle, also von außen und von oben einsehbar, in der man durch die automatisch sich öffnende Tür gefangen ist wie in einem geschlossenen Käfig

Gelbe Fußsohlen

Ist das der Grund, warum Neudeck wieder bei den Jesuiten ausgetreten ist? War ihm seine Klosterzelle nicht intim genug? Und empfindet er nun diese „Elektronikzelle“ als Projektion seiner Klosterzelle?

Man muß seine eigenen Füße auf zwei markierte gelbe Fußsohlen stellen

Wessen Füße sollte man sonst noch auf diese „gelben Fußsohlen“ stellen? Nicht die eigenen? Möglicherweise sind in der klösterlichen Elektronikzelle Neudecks Gehirnzellen einem terroristischen Angriff zum Opfer gefallen: er weiß nicht mehr, wer er selbst ist. Auch nicht schlecht: jetzt kann er als Uri Avnery oder Jimmy Carter auftreten und deren Füße auf die zwei markierten gelben Fußsohlen stellen.

…und die Arme weit nach oben strecken, dann bewegen sich 2 bis 3 metallische Rundkörper um einen, kurz hintereinander, von denen man nicht weiß, ob es Röntgengeräte sind oder etwas anderes, dann geht die Tür auf.


„Man“ weiß nicht, ob es sich bei diesen „Rundkörpern“ um Röntgengeräte handelt. Neudecks Ungewißheit präsentiert er seinen Zuhörern verschwörerisch als Gewißheit: die „metallischen Rundkörper“ sind Röntgengeräte und werden natürlich nur vom israelischen Militär kontrolliert, nicht jedoch von der palästinensischen Friedensbewegung. Oder Amnesty International. Oder besser noch den Grünhelmen.

Ich werde aus der vor mir liegenden ersten Etage mit 7 Kontrollbeamten hinter der Glasscheibe, mit Telefon und Lautsprecher sehr kooperativ aufgefordert, zurückzugehen und meine Füße noch mal genau auf diese gelben Fußsohlen zu stellen. Wenn man die Stimme des Beamten schlecht versteht, gilt man bei den Kontrolleuren als renitent …
Ich sage dem, was ich bisher in meinem Leben noch nie gesagt habe, ich sei ein alter Mann und verstehe das elektronische Gemurmel schlecht. Nach der dritten Wiederholung begreife ich: ich soll noch mal diese Haftübung machen, ich soll dann noch mal aus meiner Hemdtasche die Visitenkarte herausholen, die man auf irgendwelchen Monitoren gesehen hat. Dann erst kommt das Kontrollhäuschen für die Paßkontrolle, es ist 17:30 Uhr………..
Mich bewegt das deswegen so sehr, weil es vor unseren Augen ablaufende Menschenrechtsverletzungen sind..

Bevor er sich wegen nicht vorhandener „Menschenrechtsverletzungen“ an Amnesty International wendet, sollte sich Knecht Rupert doch einmal die Flugsicherheitsmaßnahmen auf britischen Flughäfen genauer anschauen („Kinderwagen und Gehhilfen sind gestattet, müssen aber geröntgt werden. Rollstühle sind erlaubt, müssen aber genauestens durchsucht werden.“). Ein Terror-Scheich im Rollstuhl hätte da keine Chance, genauso wenig wie am Grenzübergang Erez.

Neudecks Zuhörer in dieser Veranstaltung lauschten fasziniert seinen Worten. Um mich herum sah ich lauter grimmig entschlossene Gesichter, denen die Genugtuung anzusehen war, daß hier einer, der gemeinhin als „Menschenrechtler“ gilt, den verhaßten Judenstaat kritisierte. So brauchten sich die Anwesenden nicht so sehr darüber schämen, daß ihr antisemitisch grundierter Antizionismus viel unverblümter bei deutschen Neonazis ankommt. Auch die hätten Neudecks Rede gerne beklatscht.

Die netten, kleinen Kassam-Raketen

Diese netten Zuhörer kamen dann nach dem Vortrag von George Rashmawi, Vorstandsmitglied der Palästinensischen Gemeinde Deutschland-Bonn e.V. und Vorsitzender der Palästinenser Gemeinde in Bonn, in einer Art Diskussion zu Wort, in der sie sich z.B. in tiefgründigen Betrachtungen über „Strategie und Taktik“ der arabischen Nachbarstaaten gegen den „faschistischen Staat Israel“ ergingen oder sich über die „hübschen, kleinen Kassam-Raketen“ mokierten. Über die hatte Neudeck zuvor folgendes gesagt:

Die eine Seite schießt die selbstgebastelten, aber eben letalen Raketen auf den Nachbarort an der anderen Seite der Gazagrenze, die israelische Militärführung haut dann zur Vergeltung mit Luftangriffen in den Gazastreifen und nimmt wie selbstverständlich die bekannten Kollateralschäden in Form von getöteten Zivilisten in Kauf, das Wort bringe ich nur ungern über die Lippen, aber Sie wissen: Schäden in Form von menschlichen Opfern. Ich hab gestanden auf dem großen Gebäude, das völlig atomisiert war durch einen solchen Luftangriff…auf den Trümmern des Gebäudes, des Gewerkschaftshauses von Gazastadt, das ist schon unglaublich, wie die Zerstörungen dort total durchgeführt werden.

„Wie selbstverständlich“ nimmt also die „israelische Militärführung“ Kollateralschäden in Form von getöteten Zivilisten in Kauf, wohingegen die Aktionen diverser Brigaden der Märtyrer von al-Kassam et.al. niemals Kollateralschäden verursachen, sondern ausschließlich gegen israelische Militäreinrichtungen gerichtet sind. Daß sie die nie treffen, ist ja schließlich nicht deren Schuld, wenn sie mehr Geld hätten, würden sie sich auch gerne treffsichere Raketen kaufen, aber daran ist ja bei dem derzeitigen Boykott der EU nicht zu denken. Warum wurde eigentlich auf dieser Versammlung nicht für die Palästinenser gesammelt? Wenigstens einen Hut hätte man rumgehen lassen können, immerhin waren da einige weißbärtige Geschäftsleute und Rechtsanwälte mit orientalischem Aussehen im Saal, wer weiß, vielleicht wäre ein „primitives“ Lenkungssystem zusammengekommen!
Was fiel den Teilnehmern zu den Raketen ein?

Z.B dieses, was ein Teilnehmer mit wichtigtuerisch gerunzelter Stirn von sich gab:

Da gibt es diese „schrecklichen verbrecherischen“ Kassam-Raketen, ich weiß nicht, 1000 pro Monat oder was, ich weiß nur wie sie aussehen, da kommen diese selbstgebastelten auf nen Dreibock und wenn sie Glück haben…na viele kommen…landen im eigenen Land…aber es gibt auch Tote, vielleicht sogar 4 in diesem Jahr, und dann sagten Sie: dann kommt die israelische Armee daher und schießt zur Vergeltung. Das mit der Vergeltung, das ist Armee-Propaganda, da wird verzerrt, da wird gelogen….da gabs vielleicht 5 Tote…es werden aber hundert mal so viele umgebracht, also auch praktisch hundertmal so viele Kinder…

Ministerialrat a.D., Harald Moritz Bock

Bevor Neudeck zu dieser stringenten Argumentation seinen Senf geben konnte, erhob sich in der ersten Reihe Harald Moritz Bock, seines Zeichens Generalsekretär der „Deutsch-Arabischen Gesellschaft e.V.“, kurz „DAG“ (also ein Pendant zur DIG, der Deutsch-Israelischen Gesellschaft) und Ministerialrat a.D. Präsident dieser Gesellschaft ist der allseits bekannte Talkshow-Schwätzer und selbsternannte „Nahost-Experte“ Peter Scholl Latour (PSL), Weltmeister im Nuscheln antiamerikanischer Statements bei Beckmann, Illner und Maischberger. Beiratsvorsitzende der DAG ist übrigens die stellvertretende Bundesvorsitzende der FDP, Cornelia Pieper, wie überhaupt die FDP schon immer einen starken Bezug zu diesem pro-arabischen Lobby-Verein hat, in dem ein paar Bundestagsabgeordnete sitzen, und der nun zu einem Hort anti-israelischer Hetze wurde [9]. Man erinnere sich nur an Jürgen W.Möllemann, ebenfalls ehemaliger Präsident der DAG und bekannt geworden durch seinen Spruch Ich würde mich auch wehren… in einem Interview mit der Berliner Tageszeitung zum Thema Al-Aksa-Intifada.

Selbiger Bock schoß nun in Bonn den „Bock des Abends“, indem er behauptete:

Natürlich wissen wir das alle….Man könnte der Überzeugung sein, dass diese Kassam-Raketen vom Mossad bezahlt werden.
…..
Nein…das war überspitzt ausgedrückt. Wenn es denn nicht geschossen wird, dann muß der Mossad noch Leute bezahlen, daß dort geschossen wird, das wollte ich damit sagen.

Warum sagt er das? Weil es einfach gut klingt. Es riecht nach Verschwörung. Und das paßt gut, weil die Zuhörer im Saal genau auf so etwas warten: die alles entlarvende Enthüllung….Juden, Amerikaner, Kapitalisten, die Erfolgreichen, die Geheimdienste, das Militär, der Westen… sind einfach an allem schuld – auch an der Unfähigkeit der Hamas, treffsichere Raketen herzustellen. Ganz klar.

In der „Eurabia-Beilage“ von „zenith“, der „Zeitschrift für den Orient“, hat Bock einen Artikel unter der Überschrift „Merkel in Jerusalem“ geschrieben, in dem er beklagt, daß Merkel nichts für den „durchlöcherten Käse“ im Präsentkorb gehabt habe. Auch kam es ihm komisch vor, daß Frau Merkel partout nichts zu den Menschenrechtsverletzungen der Israelis sagen wollte, den Bombardements von Wohngebieten im Gazastreifen usw. Vielleicht sollte man den Bock zum Gärtner machen und die nächste Rede eines Deutschen vor der Knesset einem gewissen Harald M. Bock überlassen.

Des weiteren kann man sich in der „Eurabia-Beilage“ auf der letzten Seite einen Bildband „Israel – Palästina, Die Mauer“ und einen Roman „Der Jude der Juden“ (von Usama Abu-Gosh) bestellen, beides zusammen für nur 6,50 Euro. Selbstverständlich gibt es in diesen Büchern auch Beiträge von Uri Avnery, Freimut Duve u.a…..es passt also alles zusammen. Ja, und Kurt Beck ist auch dabei: er hat nämlich zum DAG-Sommerfest mit Dampferfahrt auf dem Rhein eingeladen, vom 08. – 10.08. 2008 schippert man mit „Seiner Königlichen Hoheit“ Abdulaziz Al Saud über den Rhein.

Genauso wie Bock findet übrigens auch der Grünhelm Neudeck, daß die Israelis letztendlich hinter den Raketenangriffen stecken:

Israel kann ja alles mit seiner Elektronik

Israel kann ja alles mit seiner Elektronik. Natürlich könnte es mit seiner Elektronik diese Abschußstellen nicht nur finden, sonder auch unschädlich machen. Natürlich kanns das. Aber es ist ja viel zu gut, daß diese Raketen da sind. Es ist doch besser, sonst hat man ja nichts mehr für die Armee, was bleibt denn noch…

Fassen wir zusammen, was Rupert Neudeck sagt:

  • Israel kann alles mit seiner Elektronik.
  • Israel kann mit seiner Elektronik die Abschußstellen der Kassam-Raketen finden.
  • Israel kann mit seiner Elektronik die Kassam-Raketen vernichten.
  • Es ist besser, daß die Raketen da sind.

Rupert Neudeck behauptet also auf dieser Veranstaltung nichts anderes, als daß die Israelis die Abschußbasen der Kassams schon längst hätten vernichten können. Auch hier wieder kommt es einem vor, als habe sich die letzte Gehirnzelle des Grünhelmers vor lauter Einsamkeit aufgehängt: denn die „Abschußbasen“ sind Schulen, Krankenhäuser, Schrebergärten und Dächer von Privathäusern. Und ausgerechnet die hätten die Israelis vernichten sollen? Die Israelis wünschen sich, daß die Raketen da sind?

Rupert Neudeck behauptet in aller Öffentlichkeit,

  • daß das israelische Militär die Abschußbasen der Kassam-Raketen und diese selbst mit Absicht nicht zerstört, um einen Vorwand für Bombardements aus der Luft zu haben,
  • daß das israelische Militär die Opfer unter der Zivilbevölkerung von Sderot aus einem schnöden militärischen Kalkül bewußt in Kauf nimmt

Anmerkungen und Links

Diskussionsveranstaltung „60 Jahre Israel – 60 Jahre Nakba – Zeugen berichten“ mit N.N. (Mitglied des Exekutivkomitees der PLO), Dr. Rupert Neudeck, 18 Uhr, Uni Bonn, Hörsaal 17 (Hauptgebäude am Hofgarten, nahe Koblenzer Tor), VA: Projektgruppe 60 Jahre Palästina – Israel (das sind: Bonner Friedensbündnis, Palästinensische Gemeinde Deutschland-Bonn e.V., Arbeitskreis Israel/Palästina e.V., Deutsch-Palästinensischer Frauenverein e.V., Deutsch-Palästinensische Gesellschaft Regionalgruppe Rheinland-Süd, Palästinensischer Studentenverein Bonn e.V., Institut für Palästinakunde e.V.

[1]Antiisraelische veranstaltungen 01.01.2006 bis Ende Oktober 2008
[2] Rupert Neudeck am 14.06.2007 in der Anne-Frank-Gesamtschule in Gütersloh
[3] „Friedens“-Termine der dfg-vk in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk Friedenskooperative Bonn
[4] Wikipedia über Rupert Neudeck
[5] Henryk Broder: Rupert und die Schwarze Liste
[6] Henryk Broder:Rupert Neudeck, spezialbehandelter Grünhelm
[7] Ankündigung der Bonner Veranstaltung durch Projektgruppe 60 Jahre Palästina-Israel, George Rashmawi, Bonn/Hennef
[8] Spiegel Online: Das lange Leiden der Morsal Obeidi
[9] Die DAG bleibt JWM treu

Zum Vergleich die

Vorschriften für die Flugsicherheitsmaßnahmen auf britischen Flughäfen seit 2006:

Ab sofort wurden folgende Vorkehrungen getroffen, die Passagiere beachten müssen, wenn ihr Flug von einem britischen Flughafen startet bzw. wenn sie auf einem britischen Flughafen zwischenlanden und dann weiterfliegen wollen:

  • Jeder Passagier darf EIN Stück Handgepäck durch die Sicherheitsschleuse mitnehmen.
    Dieses Gepäckstück darf folgende Abmessungen nicht überschreiten: Länge maximal 45 cm, Breite 35 cm, Höhe 16 cm (einschließlich Griffe, Räder, Seitentaschen, etc.). Andere Taschen, wie zum Beispiel Handtaschen, dürfen innerhalb dieses Handgepäckstückes mitgenommen werden. Alle Gegenstände werden geröntgt.
  • Keinerlei Flüssigkeiten welcher Art auch immer dürfen durch den Security Check am Flughafen
    transportiert werden, mit folgenden Ausnahmen:

    • Wichtige Medikamente in flüssiger Form, soweit sie für den Flug geeignet und erforderlich
      sind (zB Diabetikerausrüstung), sofern die Authentizität nachgewiesen ist
    • Flüssige Babynahrung und Milch (der Inhalt jeder Flasche oder jedes Glases muss vom
      begleitenden Passagier vorgekostet werden)

    BITTE BEACHTEN: Die Definition von Flüssigkeiten umfasst Gels, Pasten, Lotions, flüssige/feste Mixturen und den Inhalt von Druckbehältern, z.B. Zahnpaste, Haargel, Getränke, Suppen, Sirupe, Parfum, Deodorants, Rasierschaum, Spraydosen, etc.

  • Um die Abfertigung an den Security Checks zu beschleunigen, werden die Passagiere aufgefordert, keine Behälter, die zum Transport von Flüssigkeiten geeignet sind (z.B. Flaschen, Fläschchen, Tuben, Dosen, Plastikbehälter, etc.) im Handgepäck mitzuführen.
    Alle Laptops und großen elektronischen Geräte (z.B. große Haarföhns) müssen aus der Tasche
    genommen und in einen Kontainer gelegt werden, sodass diese Gegenstände weder den Inhalt der
    Tasche verdecken, noch von der Tasche verdeckt werden.
  • Kinderwagen und Gehhilfen sind gestattet, müssen aber geröntgt werden. Rollstühle sind erlaubt, müssen aber genauestens durchsucht werden.
  • Zusätzlich werden auf Flügen in die USA alle Passagiere und alle von ihnen mitgeführten
    Gegenstände, auch die nach der Sicherheitskontrolle erworbenen, am Boarding Gate ein weiteres Mal durchsucht. Sämtliche Flüssigkeiten werden konfisziert.
  • Passagiere, die Fragen zu den Reisevorkehrungen oder Sicherheitsmaßnahmen vor Ort haben, sollten sich bei der Flughafenverwaltung oder der Airline erkundigen.

Quelle:
Britisches Verkehrsministerium, 16. August 2006
http://www.dft.gov.uk/stellent/groups/dft_about/documents/page/dft_about_612280.hcsp
Übersetzung:
Maga. Ursula Zelenka, ÖAMTC Rechtsdienste

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