Berliner Gruppe „FOR-Palestine“ propagiert die Abschaffung des Staates Israel

akw-abschaltenWie jedes Jahr zum 1.Mai gab es auch 2016 in Berlin wieder viele Aktivitäten zum „Tag der Arbeit“. Z.B. hier in Kreuzberg, wo sich die ganze bunte Vielfalt der Berliner Arbeiterbewegung zeigte: Anti-Atomkraft-[3], Frauen- und Lesbenbewegung, Windkraft-Bewegte und viele, viele Nachhaltigkeits-Befürworter_*Innen waren am Mariannen-Platz versammelt, um der Welt zu zeigen, daß es in Deutschland neben Rassist_Innen, Faschist_Innen und Rechtsradikalen auch friedliche Menschen gibt.

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Wer wollte, konnte Bücher von Sarah Wagenknecht oder Volker Pispers kaufen, um sich im Kampf gegen die Feinde der Arbeiterbewegung die richtigen Argumente anzueignen. Das ist deshalb besonders hervorzuheben, weil ja beide Personen von unseren offiziellen Medien boykottiert werden, weder im Fernsehen noch im Rundfunk findet man noch Beiträge von ihnen, und so war es kein Wunder, daß ihre Bücher an mehreren Ständen auslagen und von vielen Besuchern gekauft wurden.

2016-05-01_15-30-21kFür all diejenigen unter uns aber, die sich Sorgen um Palästina und die dort von den Israelis verfolgten Menschen machen, gab es hier am Mariannenplatz genügend Stände, die sich dieses Themas mit großem Engagement annahmen. Zu den Menschen, die für ein freies Palästina warben und das auch deutlich durch ihre Kleidung demonstrierten, gehörte auch dieser freundliche junge Mann, der mir, ohne daß ich ihn dazu aufgefordert hätte, seinen Rücken zeigte, damit ich den Satz auf seinem T-Shirt insgesamt sehen konnte:

Palestine will be free – from the river to the sea.

Ein wenig erinnerte mich das an die Rede vom „judenfreien Deutschland“, für das man vor nicht allzu langer Zeit in Deutschland „nachhaltig“ geworben hatte.
2016-05-01_15-30-25kUnter den „fortschrittlichen“ politischen Gruppierungen in Berlin, die sich für ein möglichst judenfreies Palästina engagieren, gibt es aber noch eine besonders aktive Gruppe namens FOR-Palestine (http://for-palestine.org/de/). Diese Gruppe befindet sich im antirassistischen Bündnis „My Right is your Right“ [2]in guter Gesellschaft: zusammen mit der Arbeiterwohlfahrt, dem „Bündnis gegen Rassismus“, dem „Flüchtlingsrat Berlin“, der „Lesbenberatung“ und dem „Grips-Theater“ (es gehören noch mehr dazu, z.B. das Maxim Gorki Theater, die Schaubühne und das Deutsche Theater).

Wofür werben nun diese „FOR-Palestine“-Leute? Hieß es früher unter den Nazis noch einfach “Juden raus aus Deutschland!“, so formulieren die revolutionären, internationalistischen und fortschrittlichen FOR-Palestine-Mitglieder eleganter:

„Die Rückkehr der Vertriebenen geht einher mit der Abschaffung der zionistischen Kontrolle, sprich die Abschaffung des Staates Israel samt seines Systems der Privilegien.“ ([4])

Solche Sprüche, das muß ich zugeben, erinnern stark an vergangene Zeiten in Deutschland, nur werden sie in einer anderen Sprache formuliert, wie man an dem folgenden Zitat ([1]) besonders gut sieht:

Die Kolonisierung Palästina durch den Zionismus hat Jahrzehnten vor dem zweiten Weltkrieg angefangen. Die zionistischen Migrant*innen, die Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts nach Palästina kamen, haben eine Ideologie für die Kolonisierung des Landes entwickelt – „Kibush Ha´avoda“, Besatzung der Arbeit. Nach dieser Ideologie sollte die Arbeit selbst im Palästina durch den Zionismus übernommen werden, die lokale palästinensische Arbeit durch die vom Zionismus sogenannte „Hebräische Arbeit“ ersetzt werden. Diese Idee wurde mit verschiedenen Mitteln verfolgt: durch Kauf palästinensischen Landes, durch die Verhinderung, auch mit Gewalt, palästinensischer Arbeiter*innen an der Arbeit teilzunehmen, oder durch das Bringen jüdischer Arbeiter*innen aus muslimischen Ländern, mit dem Gedanke, dass sie als nicht-Europäer besser arbeiten können, und trotzdem aber keine Palästinenser*innen sind.

Es ist, als gäbe es in gewissen links-radikalen Kreisen eine Art Joseph Goebbels, zu dessen Aufgaben die Kontrolle sämtlicher Texte auf geschlechtergerechte Formulierung gehört. Allerdings nicht nur das. Sucht man nach einem übergreifenden Merkmal all dieser Texte auf irgendwelchen linken Webseiten, so findet man neben den sprachfeministischen Fanatikern besonders häufig Texte von Israel-Hassern. Irgendwie scheint das alles gut zusammenzupassen.

Anmerkungen und Links

[1] Redebeitrag auf dem internationalistischen Block der revolutionären 1. Mai Demo
[2] Demonstration von „My Right is Your Right!“ am Globalen Tag gegen Rassismus (20.03.2016)
[3] ausgestrahlt.de
[4] Berliner Tagesspiegel am 19.03.2016: Antisemitismus-Vorwurf vor antirassistischer Demo

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Eine Antwort zu Berliner Gruppe „FOR-Palestine“ propagiert die Abschaffung des Staates Israel

  1. Rold, Rodolfo schreibt:

    Die rot-lackierten Braunen

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