Religioten in Bonn

„200 Schiiten trauerten friedlich um ihren Imam“: so titelte die Internetausgabe des Bonner Generalanzeigers noch am Abend des 24.08.2014, als nach stundenlangem Geschrei, Gejammer und Gebrüll die „Gedenkveranstaltung“ der Schiiten an den „Märtyrertod al-Husains“ endlich beendet war. Stattgefunden hatte das ganze in der Wenzelgasse, also an einer der belebtesten Stellen der Innenstadt von Bonn: hier schlendern täglich tausende von Bonnern an den Geschäften entlang, und an Sonntagen wie diesem 24. August kommen noch viele Touristen hinzu.

Diesen bot sich in der Wenzelgasse nun ein Bild, das man eigentlich nur von Berichten aus arabischen Ländern im aktuellen Fernsehen kennt: rund 200 schwarz gekleidete Männer saßen barfuß auf der Strasse und hörten dem wild gestikulierenden „Redner“ zu, dessen (in einer Fremdsprache gehaltene) Ansprache auf den gebildeten Zuhörer den Eindruck machte, als habe hier einer intensiv die Redetechnik des Gröfaz Hitler studiert.

frauen-bonn-ashurafest

Streng getrennt von den Männern saßen ein paar – ebenso pechschwarz verhüllte – Frauen mit ihren Kindern, die dem Jammer-Singsang des Redners ehrfürchtig zuhörten. Allerdings entsprach die Frauenquote auf dieser Veranstaltung ganz sicher nicht den Vorstellungen grün-roter Feministinnen, dominierten hier doch eindeutig die Männer.

Auch fragt man sich, warum keine der anwesenden Damen das Wort ergreifen durfte – vom Standpunkt eines unbefangenen Beobachters her war diese „Frauengruppe“ fast „unsichtbar“, sieht man von ihren Gesichtern ab, die teilweise sogar unverhüllt waren. Das wäre doch mal ein Fall für die Bonner Gleichstellungsbeauftragte Brigitte Rubarth [5] gewesen, die ihre Aufgaben u.a. so definiert:


Die Gleichstellungsstelle ist Ansprechpartnerin für alle Bonnerinnen und Bonner, unabhängig davon, ob es sich um Erwerbstätige, nicht Erwerbstätige, ältere und jüngere oder ausländische Frauen und Männer handelt, deren Situation unter Gleichbehandlungs- und Gleichberechtigungsgesichtspunkten als besonders schwierig anzusehen ist.

Anscheinend ist das Interesse der Gleichstellungsbeauftragten an der Situation ausländischer Frauen unter „Gleichbehandlungs- und Gleichberechtigungsgesichtspunkten“ nicht besonders hoch, sucht man doch vergebens nach Stellungnahmen aus feministischen Bonner Kreisen zu solchen Veranstaltungen der „Religion des Friedens“.
Bonn-schiiten3Man interessiert sich hier mehr für so wichtige Aufgaben wie die Durchsetzung der sog. „geschlechtergerechten Sprache“ an der Universität und in den Bonner Behörden. So sucht man in sämtlichen offiziellen Formularen, Anträgen und Broschüren der Bonner Universität vergebens nach „Studenten“, weil diese inzwischen durch „Studierende“ ersetzt wurden. Es gibt also keine Studenten, die Islamwissenschaften studieren, sondern nur noch Studierende der Islamwissenschaften.

Die Durchsetzung solcher Dümmlichkeiten ist den Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Bonn offenbar wichtiger als eine Änderung der Lebensverhältnisse von muslimischen Frauen, die in einer eklatant frauenfeindlichen – hier trifft das Wort wirklich einmal zu – und von Männern total dominierten Welt leben müssen.

schiiten-bonn1Doch das Schlagen der eigenen Frau ist auf Dauer auch für den männlichen Angehörigen der „Religion des Friedens“ langweilig. Deswegen schlägt er bei solchen Gelegenheiten wie der Veranstaltung zum Gedenken an den „Märtyrertod al-Husains“ gerne auch mal sich selbst, natürlich nur symbolisch, wie mir ein Teilnehmer bedeutungsvoll erklärte. Er vergaß mir aber zu erklären, woher die vielen Narben auf den Rücken der Männer kamen, die sich nach dem Ende der Reden erhoben hatten und nun mit bloßen Oberkörper dastanden, um sich „symbolisch“ mit den Händen auf die Brust zu schlagen. Ob sie sich wohl zum Ausgleich von ihren Frauen abends im Schlafkämmerchen ab und zu auspeitschen lassen und deshalb vernarbt waren?

Oder haben sie einfach nur zu häufig das Ashura-Fest in Afghanistan besucht, wo man sich nicht nur auf die Brust schlägt, sondern auch gerne mal mit Messern im Gesicht herumschnippelt? [4] Wie auch immer: der unbefangene Zuschauer mußte beim Anblick des Rituals den Eindruck gewinnen, daß der Bildungsstand der Teilnehmer dieser Veranstaltung sich nicht wesentlich von dem ihres vor 1500 Jahren verstorbenen Imams unterscheidet. So ist es kein Wunder, daß die vorbeigehenden und manchmal auch kurz verweilenden Bonner dem Treiben doch recht konsterniert zuschauten.

Der Reporter des Generalanzeigers hat diese Veranstaltung religiöser Fanatiker mit ganzen 9 Sätzen auf der Webseite seines Arbeitgebers beschrieben [2]. Rund die Hälfte seines Artikels aber diente dazu, die Teilnehmer und Organisatoren in den höchsten Tönen zu loben: die Veranstaltung sei „friedlich“ verlaufen, die Polizei habe mitgeteilt, die“Anmelder dieser rein religiösen Veranstaltung verhalten sich äußerst kooperativ“, es seien keine Salafisten.

Allerdings:

  • Daß Schiiten genauso wie Sunniten glühende Antisemiten sind,
  • daß diese Leute gerade erst am 26.Juli auf einer Demo in Bonn, in der „Frieden und Freiheit für Gaza“ gefordert wurde, auf arabisch Haßsprüche gegen Juden und Israel brüllten, [6]
  • daß die Hisbollah im Libanon eine von der EU offiziell als Terroristenorganisation eingestufte schiitische Gruppe ist,
  • daß Schiiten im Iran, in Afghanistan und Irak seit Jahrzehnten zur Vernichtung des Staates Israel aufrufen,

all das scheint dem Generalanzeiger, der Polizei und den Behörden, die solche Veranstaltungen genehmigen, nicht bekannt zu sein. Es fragt sich nur, wie lange die Verantwortlichen noch den Kopf in den Sand stecken wollen. Nach dem nächsten gelungenen Bombenattentat auf den Bonner Bahnhof, so kann man hoffen, könnte man ja vielleicht ein oder zwei Stellen bei der Gleichstellungsbeauftraten der Stadt einsparen und das Geld für eine bessere Präsenz der Bonner Polizei nutzen.


Anmerkungen und Links

[1] Bonn: Schiiten-Selbstgeißelung vor Sexshop
[2] 200 Schiiten trauerten friedlich um ihren Imam
[3] Schiitische Ashura-Feiern: Erlösung durch Buße und Leiden, von Prof. Dr. Christine Schirrmacher
[4] FOCUS: Millionen Schiiten geißeln sich
[5] Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Bonn
[6] Leserbriefe zum Artikel „Stoppt das Blutvergießen“ vom 26. Juli über eine Demo in Bonn, in der „Frieden und Freiheit für Gaza“ gefordert wurde

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