Fracking-Mythen

634px-rig_wind_river(Gastbeitrag von Jorge Arprin) Trinkwasser und Gesundheit haben für uns absoluten Vorrang. Wir werden deshalb für ein Moratorium sorgen, das einen Verzicht dieser Technologie bei der unkonventionellen Erdgasgewinnung vorsieht, bis ausreichende wissenschaftliche Erkenntnisse vorliegen und alle Risiken für Gesundheit und Umwelt bewertet und ausgeschlossen werden.“
(Quelle)

Fracking-Verbot, brought to you by Große Koalition.

Nach der Mietpreisbremse und dem Mindestlohn wird jetzt zum nächsten Schlag ausgeholt. Wieder muss der Bürger für Ideologie teuer aufkommen. Seit dem Jahr 1998 sind die Strompreise in Deutschland um 68% gestiegen. Die Kostenbestandteile, die von Unternehmen beeinflusst werden können, also Erzeugung, Transport und Vertrieb, sind um 11% gestiegen, die staatlichen Abgaben (für die Förderung von regenerativen Energien) dagegen um 243%! Sie machen jetzt mehr als die Hälfte des Strompreises aus.

Die EEG-Umlage führt also dazu, dass jedes Jahr 600.000 Haushalten der Strom abgestellt werden muss. Das sind die Kollateralschäden der Nachhaltigkeitsideologie. Fracking, also die Förderung von Erdgas- und Erdölvorkommen aus Gesteinsschichten, könnte vielleicht für eine billigere und bessere Energieversorgung sorgen, sowie in den USA (und uns nebenbei weniger abhängig vom russischen Gas machen), trotzdem soll es verboten werden. Oder ist es vielleicht so: Fracking könnte Deutschland voranbringen, also wird es gerade deswegen verboten?

Was ist aber mit den Argumenten gegen Fracking? Der irische Filmmacher Phelim McAleer hat sich die größten Fracking-Mythen vorgenommen. Wie bei den meisten anderen Mythen der Umweltbewegung haben sie kein allzu gutes Verhältnis zur Realität.

Mythos 1: Fracking kann Wasser brennen lassen

Es gibt wohl keine schlimmere Lüge über Fracking als die, dass Fracking Wasser brennbar machen kann. Dieser Mythos kam durch die vom Fracking-Gegner Josh Fox produzierte Dokumentation “Gasland” auf, indem ein Mann zeigt, wie sein Wasserhahn – angeblich wegen Fracking – in Flammen aufgeht. Es gab aber schon vor Fracking solche Vorkommnisse, und Fox selbst gab an, dies gewusst zu haben. Allerdings hielt er diese Information für seine Dokumentation für “nicht relevant”.

Mythos 2: Fracking vergiftet das Wasser

Lisa Jackson, ehemalige Vorsitzende der amerikanischen Umweltbehörde (EPA) und keineswegs Fracking-Befürworterin, bezeugte vor dem US-Kongress, dass es keinen einzigen belegten Fall gibt, indem Fracking Trinkwasser kontaminiert hat. Fracking benutzt auch keine giftigen Chemikalien und verursacht kein Brustkrebs, wie Josh Fox behauptete. Eine von vielen Behauptungen, die Fox aufstellte und dann widerlegt wurde, ohne dass Fox sich zu einer Klarstellung durchrang. McAleer meint dazu treffend:

This is the anti-fracking playbook. Scare people, get media attention. And when the science comes in debunking the scare story, move on to the next scare story.

Mythos 3: Fracking verursacht Erdbeben

Jede Tätigkeit, die unter dem Boden durchgeführt wird, hat Folgen für die Erde, ob es einem gefällt oder nicht. Es ist kein hinreichender Grund, um Fracking zu verbieten. Umweltfreundliche Energien wie Wasserkraft und Erdwärme (Geothermie) haben nachweislich Erdbeben verursacht. Aber diese Energien sollen nach dem Willen der meisten Fracking-Gegner nicht verboten, sondern sogar mit Milliarden vom Staat gefördert werden. McAleers zynischer Kommentar dazu:

It seems that some earthquakes are more equal than others.

Mythos 4: Fracking verbraucht viel Wasser

Ja, Fracking verbraucht viel Wasser. Aber man sollte die richtigen Maßstäbe setzen: Die Amerikaner verbrauchen jedes Jahr mehr als 20-mal so viel Wasser für ihre Rasenplätze.

Es gab bei jeder Technologie Ängste und Bedenken aufgrund ihrer vermeintlichen Schädlichkeit. Im Jahr 1840 sagten bayrische Ärzte, dass eine Eisenbahnfahrt verrückt machen kann. In unserer Zeit sollte man eigentlich weiter sein und freie Forschung erlauben, anstatt sie zu behindern. Ob Fracking, Gentechnik, Atomkraft oder Torlinientechnik – Deutschland ist ein technophobes Land. Wenn ein Deutscher heute die Eisenbahn erfunden hätte: Sie würde wohl niemals gebaut werden.

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