Wolken des Nichtwissens: West-Östliche Weisheiten und das SS-Ahnenerbe des Hans Bender

Am 13.Mai dieses Jahres hat an der Freiburger Universität ein neuer Pilotstudiengang begonnen: es handelt sich um das berufs­begleitende / post­be­ruf­liche Kontakt­studium „Spiritualität und Interkulturalität“. 50 Studenten wollen dort „wissenschaftlich“ darüber nachdenken, „was Spiritualität eigentlich meint und worin sie gründet“.

Bernhard Ude, ordentlicher Professor am Institut für Systematische Theologie der Universität Freiburg, ist der Gründer des „Institut(s) West-Östliche Weisheit an der Universität Freiburg“, eines sog. „An-Instituts“ , dem die Konzeption und die Durchführung dieses Kontaktstudiums obliegt. 50 Studenten sollen sich im ersten Semester (wissenschaftlich) den Kopf darüber zerbrechen, was denn eigentlich Spiritualität meint. Nebenher ist Ude noch Honorar- und Gastprofessor an vier anderen Hochschulen und „zudem an verschiedenen anderen Instituten als Referent tätig“.([8]) Ein vielbeschäftigter Mann also. Da ist es kein Wunder, daß ihn „weitere Theologen und Experten aus Islam und anderen Religionen sowie Wissenschaftler aus Hirnforschung oder Quantenphysik“ in seinem Institut unterstützen müssen [4].

All diese „Experten“ müssen natürlich bezahlt werden, und da fragt man sich, woher die Gelder für die Beschäftigten des Instituts (immerhin 6 Personen) eigentlich kommen. Die Finanzierung dieser Mitarbeiter und der restlichen Instituts-Ressourcen wird auf „klassische“ Art bewältigt: bezahlt wird mit dem Geld derjenigen, die so dumm waren, sich für diesen Studiengang einzuschreiben. Die müssen nämlich pro Semester 1000,- Euro bezahlen, und das 4 Semester lang. Für „Reisekosten, Übernachtungen, Verpfle­gungen der Präsenzveranstaltungen und der Kontemplativen Praxis“ müssen die Studenten noch mal extra in den Geldbeutel greifen. Aber nehmen wir nur mal die 4000,- Euro für die 4 Semester, also 2 Jahre. Das sind immerhin (bei 50 Studenten) 100000,- Euro pro Jahr, die alleine an Studiengebühren reinkommen. Weil das nicht reicht und die ganze Sache ja auch vorfinanziert werden muß, gab es „eine Anschubfinanzierung in sechsstelliger Höhe“ von der „Stiftung Akademie west-östliche Weisheit[4].

Woher nimmt eine „Stiftung Akademie west-östliche Weisheit“ so viel Geld her, um ein „Institut in Trägerschaft“ zu gründen? Und warum wird das neue Universitäts-Institut immer mit dem Zusatz „in Trägerschaft der Institut West-Östliche Weisheit gGmbH“ erwähnt?

(Links auf das Youtube Video klicken, es spricht Willigis Jäger, Gründer des Benediktushofes)
Um diese Fragen zu beantworten, müssen wir einen Blick auf den Benediktushof in Holzkirchen/Unterfranken werfen, wo die gleichnamige gGmbH ein „Zentrum für spirituelle Wege“ betreibt und Kurse, Seminare und Tagungen zu Themen wie Meditation, Handauflegen oder „Heilkräuter in der Klosterküche“ anbietet.[2]

Nehmen wir als erstes die Abkürzung „gGmbh“. Darunter versteht man eine gemeinnützige GmbH. Eine solche spezielle GmbH hat diverse Steuervorteile: sie zahlt weder Körperschaftsteuer noch Gewerbesteuer. Und da diese Stiftungs-gGmbH wie fast alle Esoterik-Betriebe von „Seminaren“ lebt, in denen allerlei obskure Heilmethoden, Energieübertragungen und Materie-Geist-Transformationen gelehrt werden, entfällt auch die Umsatzsteuer, denn es handelt sich ja um Leistungen im ideellen Bereich. Solchermaßen von lästigen Steuern befreit kann die gGmbH ordentlich Geld erwirtschaften und aus den Gewinnen (und Spenden) den Geschäftsführern fürstliche Löhne zahlen. Oder eben ein Institut an der Uni Freiburg „in Trägerschaft“ gründen und dort mit Steuergeldern die eigenen abstrusen Ideen weiterverbreiten.

Zurück zur ersten Frage, woher das ganze Geld stammt, das die Stiftung für die „Anschubfinanzierung“ zur Verfügung gestellt hat. Dazu muß man sich die Homepage der Stiftung ansehen ([2]):

Der Benediktushof

  • steht für eine Spiritualität, die unter Berücksichtigung des zeitgenössischen Weltbildes und der modernen Wissenschaften Antworten auf die Fragen des heutigen Menschen geben will
  • vermittelt eine Spiritualität, die nicht an Konfessionen gebunden ist.
  • lehrt in seinem breit gefächerten Seminarangebot Wege in die transpersonale Erfahrung.

Je nachdem wieviele Menschen dieses Seminarangebot nutzen, könnte da schon ein hübsches Sümmchen zusammenkommen.
Das alleine allerdings kann nicht reichen, um ein paar hunderttausend Euro für die Gründung eines neuen Instituts locker zu machen, denn mit solchen Sprüchen werben im Bundesgebiet hunderte von sog. „Seminaranbietern“ um Kundschaft. Die Konkurrenz ist enorm. „Lebensberater“, „Lichtkörper-Akademien“ oder „Institute für Astro-Medizin“ preisen ihre Leistungen mit ähnlichen Worten an: immer ist alles irgendwie „trans-„, „spirituell“ oder „energetisch“. Das Erfolgskonzept des Benediktushofes beruht daher noch auf weiteren Eigenschaften, und dazu zählt z.B. die geschickte Ausbeutung der Kunden:

(Siehe Youtube Video )

Zum Übungsprogramm unserer Kurse gehört pro Tag eine Stunde Mitarbeit in Küche, Haus, Werkstatt oder Garten (hier klicken).

So spart man Gärtner, Küchenpersonal und Handwerker, und die Gäste sind auch noch glücklich! Damit das alles reibungslos funktioniert, sind mitzubringen:

Hausschuhe, Wecker. Für die Arbeit empfehlen wir Arbeitskleidung. Bitte tragen Sie zum Sitzen bequeme, farblich neutrale, ungemusterte Kleidung (keine Trainingsanzüge, keine kurzen Hosen, keine ärmellose Kleidung), festes Schuhwerk.

Und damit keiner anfängt, sich laut beim Mittagessen über defekte Duschen zu beschweren, gibt es einen Aufruf zur „Stille“:

(Links auf das Youtube Video klicken)

Der Benediktushof möchte als Zentrum für spirituelle Wege auch ein Ort der Stille sein, wo Menschen zu sich kommen und zur Ruhe finden können. Viele Kurse finden daher im Schweigen statt.
Wir bitten Sie, auch im Haus und während des Essens zu schweigen. Wenn es notwendig ist zu sprechen, dann achten wir darauf, dass niemand gestört wird. Wenn Sie sich auf die Stille einlassen, werden Sie erleben können, wie wohltuend dies sein kann.

Dem Schweigen beim Essen sind allerdings Grenzen gesetzt, denn ganz geräuschlos lassen sich auch ein Schnitzel oder eine Tafel Schokolade nicht vertilgen. Aber: lustvolles Schmatzen während des Essens werden die Gäste schon deshalb nicht hören, weil man am Benediktushof streng vegetarisch ißt:

Unsere biozertifizierte Küche am Benediktushof ist dem besonderen Geist des Hauses verpflichtet. Bei den alltäglichen Mahlzeiten unterstützen wir die Übung der Achtsamkeit in der Stille durch zeitgenaues Anrichten im Speisesaal und zurückhaltenden, freundlichen wie aufmerksamen Umgang mit den Gästen.

Unser Essen ist wohlschmeckend, frisch und überwiegend von Hand zubereitet. Die verwendeten Produkte sind fast ausnahmslos aus biologischem Anbau unter Berücksichtigung von Saison und Region. Wir servieren vollwertiges Essen ohne Fleisch.

(Youtube-Video links klicken)Toll! Wer möchte da nicht Wochen, ja Monate verbringen, schweigend sein „vollwertiges Essen“ vertilgen und die „Achtsamkeit in der Stille“ nur durch ein gelegentliches Furzen unterbrechen, um gleich danach den Löffel wieder in die biozertifizierte Erbsensuppe zu versenken! Leider ist das nicht jedermann möglich, da das Doppelzimmer mit Dusche und Toilette 56,- Euro kostet, ab 4 Übernachtungen 52,-. Das macht bei einem sog. „Aufenthalt als Langzeitgast“, unter dem die Weisen vom Benediktushof „einen Prozess verstehen, der sich über drei Wochen erstreckt“, schlichte 1040,- Euro. Ohne Anreise und Seminargebühr, versteht sich. Die üblichen Wochenendseminare von Freitag bis Sonntag kosten noch einmal 100,- Euro Kursgebühr, und wer in der Buchhandlung der Stiftung Bücher über „Meisterliche ZEN Rezepte“ oder „Westöstliche Weisheit“ lesen möchte, muß sie sich kaufen und ist dann schnell noch mal 100,- Euro los.

Es läppert sich also ganz schön was zusammen, so daß die „Anschubfinanzierung“ von Bernhard Uhdes Institut für die Benediktushof-gGmbH kein Problem war. Es kann losgehen, das erste Semester ist schon ausgebucht. Wer keinen Platz gefunden hat, kann bis zum Beginn des nächstens Semesters kurzfristig ein Seminar bei einem der anderen Freiburger „Institute“ buchen, etwa bei diesen:

  • Delphin-Institut Freiburg [10]
  • Institut für Psychoanalyse und Psychotherapie in Freiburg [11]
  • Oeko-Institut Freiburg[12]
  • Freiburger Institut für tiergestützte Therapie (F.I.T.T.)[13]
  • KAILASH INSTITUT FÜR TRADITION. TIBETISCHE HEILKUNDE, Freiburg [14]
  • Institut für intuitives Atmen [15]
  • Freiburger Heilpflanzenschule[16]
  • Freiburger Institut für Systemische Therapie und Beratung[17]

Nun ist die Etablierung eines solchen Instituts an der Freiburger Universität nicht unbedingt etwas neues. Es gab dort nämlich schon einmal einen Professor, der sich mit Wünschelruten, Astrologie und Parapsychologie beschäftigte.
(Das Bild stammt aus einem Film des ORF2 über Wilhelm Reich, siehe Youtube) Es war Ende der 60er, als man an den Mensa-Büchertischen in Freiburg noch die „Funktion des Orgasmus“ von Wilhelm Reich als Raubdruck erwerben konnte, eine Zeit, in der „fortschrittliche“ Studenten in ihrer WG-Bibliothek Werke der Kulturanthropologen
(Margaret Mead auf Youtube) Margaret Mead und Arno Plack sammelten, wo man das „Böse“ grundsätzlich in den „gesellschaftlichen Verhältnissen“, den „kapitalistischen Produktionsbedingungen“ und der autoritären Triebunterdrückung verdrahtete. In diesen Jahren hielt auch Prof. Hans Bender Vorlesungen über Parapsychologie an der Uni, die von Studenten aller Fakultäten besucht wurden, auch ich als Student der Mathematik habe mir eine angehört. Erst gegen Ende der 70er hat man sich kritisch mit Benders Lebensweg beschäftigt und dabei folgendes festgestellt:

  • Bender war seit 1937 Mitglied der NSDAP,
  • seit 1942 Professor an der NS-Reichsuniversität Strassburg [19]
  • arbeitete von 1941-1943 in einem SS-Forschungsprojekt des SS-Ahnenerbes mit [20], [19]
  • mußte nach einem von der Staatsanwaltschaft eingeleiteten Verfahren wegen falscher Titelführung 1977 seine Promotion zum Dr.med. „nachholen“,
  • wurde unter obskuren Umständen im Krieg an der NS-Reichsuniversität Strassburg außerordentlicher Professor,
  • erklärte gerne Spukphänomene wie sich bewegende Aktenschränke, Stimmen aus dem Waschbecken von Zahnärzten oder von Schränken plötzlich herabpurzelnde Tassen als Folge der übersinnlichen Kräfte eines Mediums.

Bender gründete schon 1950 das „Institut für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene“, das heute noch als privat finanzierter Verein existiert. Auf der Homepage dieses Instituts sucht man allerdings vergeblich nach kritischen Worten zu Benders Lebensweg, seine Mitgliedschaft in der NSDAP oder die Tätigkeit für das SS-Ahnenerbe bleiben unerwähnt. Auch die vielen Fälle, in denen Bender nachweisbar geirrt hatte und ein vermeintlich übersensibles Medium für allerlei telekinetischen Unsinn verantwortlich machte, werden dort nicht beschrieben. Es ist eben wie bei allen esoterik-nahen Institutionen: man möchte sich nicht so gerne in die Karten gucken lassen. In denen steht nämlich nichts, auch wenn noch so viele Schamanen, Numerologen oder Runen-Leser das Gegenteil behaupten.

Und deshalb haben wir auch von diesem neuen Institut des Bernhard Uhde keine Offenheit über die Initiatoren des Projekts zu erwarten, nämlich die Irren vom Benediktushof, wo vom 23.-24. Juni 2012 das „Sommerfestival Benediktushof Kontemplation- Mystik heute“ stattfindet mit so spannenden Themen wie:

Begrüßung und Auftakt
„Wolke des Nichtwissens – Kontemplationslinie Willigis Jäger

Weisen der Meditation im Vijnana Bhairava Tantra: Text und Praxis
Prof. Dr. Dr. Bettina Bäumer

Handauflegen auf der Grundlage von Kontemplation
Anne Höfler

Sakraler Tanz – Gebet in Bewegung
Dr. Maria-Gabriele Wosien

Ikonen – Kontemplation in Farben
Jürgen Lehmann

Die Weisheit der alten Gesänge
Imke McMurtrie

Musik, die wir sind – Musik und Mystik
Jan und Dominik Sedivy

Kontemplation und Malen
Petra Wagner

Heilkräuter in der Klosterküche
Barbara Proske, Christof Zirkelbach

Verlockend? Nicht so richtig! Ich werde an diesem Wochenende wohl eher ins Schwimmbad gehen, mir mittags einen Döner genehmigen, ausgiebig beim Essen reden und – wenns denn nötig sein sollte – auch nach dem Essen gepflegt einen fahren lassen. Das „Schweigen als transpersonalen Prozeß“ überlasse ich den Verrückten dieses Festivals.


Anmerkung zum Sprach-Sexismus auf der Homepage des Instituts West-Östliche Weisheit:

In einem sind sich Esoteriker, Feministinnen, Linke, Grüne und die vielen beamteten sozialdemokratischen Sesselpupser einig: daß sie nämlich keine Mühe scheuen, die Leser ihrer Exzerpte mit grammatischem Feminismus zu nerven. So kennen die Verantwortlichen des Instituts West-Östliche Weisheit selbstredend keine Studenten mehr, sondern nur noch „Studierende“ oder „Teilnehmende am Kontaktstudium Spiritualität und Interkulturalität“, obwohl gerade die vielen des Lateins und des Griechischen Kundigen in diesem Institut wissen müßten, daß man mit substantivierten Partizipien die ach so bösen generischen Maskulina mit Sicherheit nicht in geschlechtsneutrale Personenbezeichnungen umwandelt. Sie verstehen ihre eigene Sprache nicht, können Individuen nicht von Mengen unterscheiden und belegen hiermit einmal mehr, daß logisches Denken bei jenen Menschen nicht gefragt ist, die andere durch Handauflegen, Geistheilung oder Bioenergetik heilen wollen.


Weitere Anmerkungen und Links

Elisabeth Burkard von der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Freiburg machte mich freundlicherweise auf den Artikel in der Badischen Zeitung über das neue Institut aufmerksam.

[1] Linke Stadtneurotiker
[2] www.west-oestliche-weisheit.de, Benediktus-Hof
[3] Evelyn Hecht-Galinski in Freiburg
[4] Die Badische Zeitung am 21.05.2012 über den neuen Studiengang
[5] Hans Bender und die Gründung des „Instituts für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene“
[6] Institut für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene (IGPP) in Freiburg
[7] Wikipedia über Hans Bender
[8] Wikipedia über Bernhard Ude
[9] Institut für angewandten Regenwaldschutz e.V., Freiburg
[10] Das Delphin-Institut Freiburg
[11] Institut für Psychoanalyse und Psychotherapie in Freiburg
[12] Oeko-Institut Freiburg
[13] Freiburger Institut für tiergestützte Therapie (F.I.T.T.)
[14] KAILASH INSTITUT FÜR TRADITION. TIBETISCHE HEILKUNDE, Freiburg
[15] Institut für intuitives Atmen, 79100 FREIBURG
[16] Freiburger Heilpflanzenschule
[17] Freiburger Institut für Systemische Therapie und Beratung
[18] Der SPIEGEL, 1983, Dem Spuk-Forscher Professor Hans Bender droht ein Prozeß. Der Parapsychologe soll bei einem ehemaligen „Medium“ die ärztliche Schweigepflicht gebrochen haben.
[19] Ernst Klee: Das Personenlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945.
[20] Horst Gundlach:Das Fach Psychologie an der Reichsuniversität Straßburg, Neue Klärungen und Fragen zu Hans Bender
[21] Andrea Grießmann vom WDR sucht das Glück in der Stille
[22] Dokumentation von ORF2 zu Wilhelm Reich

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2 Antworten zu Wolken des Nichtwissens: West-Östliche Weisheiten und das SS-Ahnenerbe des Hans Bender

  1. Gerald schreibt:

    Ein kleiner sachlicher Hinweis – der Prof. Uhde ist kein ordentlicher sondern ein außerplanmäßiger „apl. Prof.“ , d.h. er hat nun eine gesicherte Anstellung am Institut sich selbst geschaffen. Der Herr Prof. hat ja sehr enge Bindungen zur Stiftung West-Östliche Weisheit, schließlich sitzt er da im Stiftungsrat und ist zu dem noch der Doktorvater des Stiftungsvorstandsvorsitzenden A. Poraj, der auch wiederum am Studiengang beteiligt wird.
    Es lässt sich leicht vorstellen, wie diese ganze tolle Idee zustande kam. Und ja – es ist eine reine Abzocke – die Teilnehmer zahlen für zusammen getackerte Seiten, die sie dann „studieren“ sollen 4000 Euro, damit die paar Schreibtischtäter ihnen die Seiten zusammen stellen und per-Internet zu senden. Wie dämlich muss da jemand sein – oder was verspricht sich da jemand?
    Aber das Ganze hat ja noch einen Hintergrund, der mit der dramatischen Situation und dem Niedergang der Theologische Fakultäten in Deutschland zusammen hängt. In so fern ist das alles ein Strohhalm, der Arbeitsstelle für Religionswissenschaft und Religionstheologie im Arbeitsbereich Fundamentaltheologie. Also – man schafft ein Angebot, hofft auf Nachfrage und schafft sich so einträchtige Stellen selbst. Das läuft am besten mit Esoterik oder ersatzweise Spiritualität.

  2. Ruth Spicker schreibt:

    Institut f.Psychoanalyse und Psychotherapie……da bleibt mir die Spucke weg, ob das Freud und seinen Nachfolgern gefallen würde?! „Interessant“ finde ich ja das Seminar-Angebot „Handauflegen“, hoffentlich hinterläßt der Aufleger nicht Brandzeichen auf der Haut des Delinquenten!

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