Günther Jauch: Gerät Auschwitz in Vergessenheit?

Wenn im KZ Auschwitz der Lagerarzt Josef Mengele die damals 18-jährige Cellistin Anita Lasker-Wallfisch zu sich rief, wußte diese nie genau, von welchen anstrengenden ärztlichen Tätigkeiten sich der SS-Hauptsturmführer beim Zuhören erholen wollte. Denn Mengele war ein fleißiger und vielbeschäftigter Mann: sein Einsatz bei den Selektionen an der Rampe und in den Krankenlagern, seine hochinteressanten medizinischen Experimente mit Zwillingen, Zigeunern und Juden, seine neu eingeführten Operationstechniken zur Sterilisierung und Kastration von Männern und Frauen, durchgeführt am lebenden Objekt ohne Narkose, sind ihm hoch anzurechnen: der Hauptsturmführer hat für Führer, Volk und Vaterland ganz schön was ausgehalten. Dabei war er ein sehr gut aussehender Mann, immer elegant angezogen, und bei der Selektion, so wird berichtet, habe er seinen Opfern zugelächelt und manchmal eine Opernarie gepfiffen, besonders gerne Themen aus Rigoletto.[8] Der Mann hatte Stil, er war gebildet, kein Zweifel, und deshalb ließ er sich nach getaner Arbeit auch gerne „Die Träumerei“ von Robert Schumann vorspielen. Daß die Cellistin dabei eine Lagerinsassin war, noch dazu eine jüdische, schien ihn nicht zu stören. (Ob Mengele wußte, daß Lasker-Wallfisch Jüdin war, kann bezweifelt werden, da sie als sog. „Kriminelle“ eingeliefert wurde und daher der sofortigen Vergasung entging. Es spielt aber auch keine Rolle, da Mengele grundsätzlich alle Lagerinsassen als Material für seine medizinischen Versuche betrachtete.)

An all das erinnerte sich Anita Lasker-Wallfisch, als sie am vergangenen Sonntag bei Günther Jauch saß, zusammen mit dem Sportmoderator Marcel Reif, dem Schauspieler Christian Berkel und der Piratenpartei-Geschäftsführerin Marina Weisband. Das Thema des Abends hieß „Die letzten Zeitzeugen – Gerät Auschwitz in Vergessenheit?“ und knüpfte an die Feiern zum Auschwitz-Gedenktag an. Ohne daß Günther Jauch es wußte, war das eine Premiere, denn in den letzten 10 Jahren gab es im deutschen Fernsehen nicht eine einzige Talkshow zum Thema Auschwitz oder Judenvernichtung. Zumindest gilt dies für die Sendungen der Talkshow-Moderatoren Anne Will, Frank Plasberg, Maybritt Illner und Sandra Maischberger, über die auf dem Talkshow-Portal eine Statistik geführt wird.

Und gelungen ist diese Premiere allemal. Es kamen interessante Gäste, der Moderator stellte die richtigen Fragen und die Gäste hatten viel Zeit zum Antworten. Auch gab es keine beleidigten Mienen, keine überlegen-mitleidig vor sich hingrinsenden Parteipolitiker, und auch die Betroffenheit hielt sich in Grenzen, was wir der Abwesenheit von Claudia Roth, der Bundesbeauftragten für das Betroffenheitswesen, zu verdanken haben. Und trotzdem: es gab Momente, wo man sich gewünscht hat, daß ein 5.Gast dabeigewesen wäre, einer, der das Vergessen in einen direkten Zusammenhang zur Gegenwart gestellt hätte.
Es hätte ja genug gegeben: Esther Schapira und Georg Hafner vom hessischen Rundfunk, Yves Pallade vom B’nai B’rith Institut in Berlin, die Journalisten David Harnasch aus Freiburg, Gideon Böss, Tobias Jaecker, Tobias Kaufmann, auch Henryk Broder hätte sicher einiges zum Thema sagen können.

Nun gut, die Show ist gelaufen, Jauch hat seine Sache prima gemacht, und ich möchte mich nur noch mit drei Einzelaspekten der Sendung beschäftigen. Da ist einmal die Überlebende Anita Lasker-Wallfisch, deren Erscheinung mich nachhaltig beeindruckt hat. Die Cellistin, die das KZ nur deshalb überlebt hatte, weil sie die einzige in Auschwitz war, die dieses Instrument beherrschte und einem Scheusal wie Mengele so gut vorspielen konnte, ist zwar 86 Jahre alt, sieht aber aus wie 70 und spricht, als wäre sie bei Wolf Schneider in die Journalistenschule gegangen: schnell, laut, deutlich und kurz. Für alle, die das unerträgliche Genuschel von Helmut Schmidt, Peter Scholl-Latour oder Hans-Dietrich Genscher nicht mehr hören können, war diese Frau eine Augen- und Ohrenweide. Es ist gut zu wissen, daß sie seit 1994 wieder Deutschland besucht und besonders in Schulen über ihre Zeit im deutschen Vernichtungslager Auschwitz berichtet.

Der zweite Punkt, der mich in der Sendung aufhorchen ließ, war die Erwähnung von Berthold Beitz(Foto links, Quelle: Bundesarchiv). Der Sportmoderator Marcel Reif berichtete, daß sein Vater von Beitz während des zweiten Weltkrieges als „unabkömmlich“ für sein Unternehmen, eine Erdölfirma in Galizien, erklärt wurde. So konnte er wie viele andere Juden aus Galizien der deutschen Vernichtungsmaschinerie entkommen. Berthold Beitz, mir bisher nur als Aufsichtsratsvorsitzender bei Krupp bekannt, war also so eine Art Oskar Schindler Galiziens, und genauso wie Schindler hat Beitz sich nach Kriegsende nie als großer „Judenretter“ feiern lassen, sondern hat seine nicht gerade ungefährlichen Schutzmaßnahmen eher als eine menschliche Selbstverständlichkeit gesehen. Auch deshalb wurde er wie Schindler in die Liste der Gerechten unter den Völkern aufgenommen, als eine „nichtjüdische Einzelperson, die unter nationalsozialistischer Herrschaft während des Zweiten Weltkriegs ihr Leben einsetzte, um Juden vor der Ermordung zu retten.“[10]

Schließlich gab es noch eine sehr junge Teilnehmerin an der Diskussion, Marina Weisband, Studentin der Psychologie, freischaffende Künstlerin und politische Geschäftsführerin der Piratenpartei Deutschland. Auf der Homepage der Piratenpartei findet man über Weisband folgende „Kompetenzen“ aufgelistet:

  • 9 Semester Psychologie
  • Sprachen: Fließend Russisch, Englisch, Deutsch
  • Streitschlichterausbildung
  • Erfahrung in Moderation von Veranstaltungen und Sendungen
  • Erfahrungen Theaterpädagogik
  • Zeichnen

Die Kompetenzen lesen sich wie aus einem Bewerbungsschreiben als Moderatorin für eine neue Talkshow bei ARD oder ZDF. Zum Vergleich schauen wir uns noch einmal an, mit welchen Studienfächern sich die 6 erfolgreichsten Talkshow-Moderatoren im Öffentlich-Rechtlichen Fernsehen abgeplagt haben:

  • Reinhold Beckmann: Germanistik, Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften
  • Maybritt Illner: Journalistik
  • Frank Plasberg: abgebrochenes Studium von Theaterwissenschaft, Politik und Pädagogik
  • Anne Will: Geschichte, Politikwissenschaft und Anglistik
  • Günther Jauch: brach sein Jurastudium ab, machte Abschluß an der Journalistenschule München
  • Sandra Maischberger: hat wie Günther Jauch eine Ausbildung an der Journalistenschule München absolviert

Marina Weisband würde in diesen Klüngel bestens hineinpassen. Theaterpädagogik, Psychologie, Streitschlichterausbildung: wer davon etwas versteht, kann auch eine Talkshow moderieren. Weisband z.B. könnte, nachdem Maybritt Illner mit ihrer 500. Sendung zum Thema „Milliardengrab Euro“ den letzten Zuschauer ihrer Sendung endgültig vergrault hat, eine neue Talkshow mit dem Titel „Marina Weisband online!“ produzieren und als ersten Gast


den Berliner Piraten-Abgeordneten Gerwald Claus-Brunner einladen. Der ist (95%schwul/5%hetero)[11], hat mal ein halbes Jahr in Palästina gelebt und tritt seitdem bei Markus Lanz und im Abgeordneten-Haus gerne mit roter Latzhose und Palästinensertuch auf. Das gefiel so manchen Leuten nicht, z.B. der damaligen Vorsitzenden des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch. Da Claus-Brunner ein anständiger Mensch ist, hat er versucht, ihr zu erklären, warum er das Tuch immer noch trägt:

Er wisse allerdings sehr wohl um die politische Bedeutung und die Probleme der Region. „Seit 60 Jahren herrscht im Nahen Osten ein Konflikt und niemand kümmert sich darum.“ Wenn er ein politisches Statement mit dem Tuch verbinden wolle, dann der, dass man bitte bald eine Einigung finde. „Ich werde das Tuch erst ablegen – und dann mit sehr großer Freude – wenn beide Parteien im Nahost-Konflikt einen Kompromiss gefunden haben und Frieden herrscht.“ Dazu gehöre für ihn, dass Opfer entschädigt und Täter bestraft werden. [1]
…In Deutschland werde sehr einseitig über den Nahostkonflikt berichtet, „darauf möchte ich hinweisen“[5]

Vielleicht sollten wir alle uns jetzt Palästinenser-Tücher kaufen und sie erst dann ablegen, wenn Frieden herrscht. Und nach dem Frieden bekommen die Opfer (also die Palästinenser) eine Entschädigung und die Täter (also die Israelis) werden bestraft. Und Gerwald Claus-Brunner bekommt den Friedens-Nobelpreis, weil er sich als einziger Deutscher um den Nahost-Konflikt gekümmert hat. Aber natürlich ist auch so ein engagierter Mensch nicht ohne Fehler. Wer wie Gerwald Claus-Brunner unermüdlich für den Frieden im Einsatz ist, seit über 14 Jahren denselben Freund [11] hat, bei Antiatomdemos in Berlin, BGE-Demos and much more[11] tätig war, dem können wir es nicht übelnehmen, wenn er mal wie am 13.Januar 2012 aus Versehen gegen einen Antrag der LINKEN stimmte, weil er die Stimmkarten verwechselt hatte[2]:

„Ich habe Blau und Rot verwechselt. Bei der Abstimmung bedeutete Blau nein, Rot ja. Ich habe zwei Jahre lang Stimmkarten bei den Piraten hergestellt, da bedeutete Blau ja und Rot nein.“

Schon gut: das kann jedem mal passieren. Auf jeden Fall ist Gerwald (95%schwul/5%hetero) Claus-Brunner Top-Kandidat für Marina Weisbands erste Talkshow.
Ein weiterer Kandidat wäre der auf dem Bundesparteitag Anfang Juli 2009 als stellvertretendes Mitglied des Bundesschiedsgerichts gewählte Bodo Thiesen. Der war nämlich über ein Jahr vor seiner Wahl durch allerlei merkwürdige Ansichten aufgefallen, die er in der sog. Haupt-Mailingliste der Piraten veröffentlicht hatte. Kostprobe:

  • Nun, bis vor einigen Monaten glaubte ich auch, daß diejenigen, die „Auschwitz leugnen“ einfach nur pupertäre Spinner sind. Damals hatte ich aber auch noch nicht Germar Rudolf gelesen. Sorry, aber das Buch prägt einfach – zumindest wenn man objektiv ran geht. –Bodo Thiesen 19:50, 15. Jul 2004
  • Im Gegensatz zu Deutschland, wo die Judenverfolgung lächerliche 12 Jahre dauerte, kann die USA auf jahrhundertelange Verfolgung und Unterdrückung zurückblicken. Es waren nur keine Juden, sondern Indianer, Schwarze usw.
  • Es hören manche Leute nicht gern. Aber Hitler wollte keinen Krieg.
    Zumindest nicht mit dem Westen. (Ich glaube aber, generell nicht.)
  • Wenn Polen Deutschland den Krieg erklärt hat (und das hat Polen
    indirekt durch die Generalmobilmachung), dann hatte Deutschland *jede*
    legitimation, Polen anzugreifen
  • Hakenkreuzschmierereien auf jüdischen Friedhöfen stellen keinerlei Bedrohung der jüdischen Bevölkerung dar
  • jüdische Deutsche könnten auswandern wenn sie sich hier bedroht fühlen und diesmal sogar ihr Hab und Gut mitnehmen

[13]

In der Tat: wenn man sich auf [13] ansieht, was der „staatlich gepr. Assist. für Informatik & Automat.technik mit Fachhochschulreife“ Bodo Thiesen auf der „Haupt-Mailingliste“ alles von sich gegeben hat, so fragt man sich schon, was für eine merkwürdige Partei die Piraten darstellen, wenn sie solch einen armseligen Trottel als Ersatzrichter für das Schiedsgericht ihrer Partei wählen. Und Thiesen ist ja nicht der einzige in der Chaotenpartei der Piraten, dem solche Meinungen attestiert werden. Auf [7] wird von einer ganzen Reihe solcher Fälle berichtet, in den letzten 3 Monaten des Jahres 2011 immerhin 3, in denen ehemalige NPDler in Parteiämter gewählt wurden. Nun will das eigentlich nicht viel heißen. Auch die anderen Parteien hatten und haben merkwürdige Abgeordnete in ihren Reihen: Martin Hohmann, Jürgen W. Möllemann,Globke, Kiesinger, Filbinger, sogar die SPD hatte zahlreiche Minister und Abgeordnete, die Mitglied der NSDAP waren: Erhard Eppler, Horst Ehmke und schließlich Günter Hellwing, 1958 Mitglied im Bundesvorstand der SPD, der war sogar ab 1939 SS-Mitglied, 1940 beim SD und 1943–44 bei der Gestapo in Marseille tätig[15].

Marina Weisband, so könnte man denken, wurde von Günther Jauch eingeladen, weil sie jung und jüdischen Glaubens ist und deshalb etwas zum Thema des Abends hätte sagen können. Aber das ist nur die halbe Wahrheit: Weisband wurde vor allem deshalb eingeladen, weil sie „politische Geschäftsführerin“ der Piraten ist und in den vergangenen Wochen in allen überregionalen Zeitungen, in Fernsehen und Rundfunk, in zahllosen Internet-Blogs, bei Facebook und auf den diversen Websites der Piraten wegen einiger an sie gerichteter antisemitischer Haßmails für großes Aufsehen gesorgt hatte. Weisband bei Jauch:

„Ich habe ein paar antisemitische Mails bekommen, nicht mehr als acht oder so, nicht schlimm.“

Während prominente Juden wie Henryk Broder, Michael Wolffsohn oder Michel Friedman täglich tonnenweise antisemitische Hetzmails bekommen und diese gelegentlich ins Netz stellen, um interessierten Bürgern zu zeigen, was sie für nette Nachbarn haben, bekommt eine 24-jährige Psychologiestudentin „acht Haßmails oder so“, worauf sich die deutsche Presse begierig auf diesen Fall stürzt. Zeitungen wie die Süddeutsche, die taz oder die Frankfurter Rundschau, die mindestens einmal pro Woche über rechtsradikale israelische Siedler, völkerrechtswidrige Verwendung von Phosphorbomben im Gazakrieg und palästinensische Opfer des Mauerbaus berichten, hatten nun Gelegenheit, ausgiebigst ihre stramme projüdische, antifaschistische, antirassistische Gesinnung zu zeigen.
Ginge es nur darum, einer 24-jährigen jüdischen Studentin zu helfen, die – sagen wir mal – nebenberuflich noch für die „Jüdische Allgemeine“ einen Blog führt, in dem sie sich gelegentlich abwertend über die deutschen „Israelkritiker“ ausläßt und die auf einmal ins Visier rechts- oder auch linksradikaler Judenhasser geriete, so hätte es im deutschen Blätterwald noch nicht einmal gerauscht. Nein, hier war eine prominente Person aus dem Spektrum der linken Gutmenschen, noch dazu jüdischen Glaubens, Mitglied im Führungszirkel einer linken Partei, die sich einen wirren Cocktail aus „frühkindlicher Bildung“, „repressionsfreier Drogenpolitik“ und „Teilhabe am digitalen Leben“ auf die Fahne geschrieben hat. Und genau diese Person sollte bei ihrem „Kampf gegen rechtsradikale Rassisten“ unterstützt werden.

Das mag einer der Gründe gewesen sein, weshalb Weisband an diesem Abend mit dabei war. Sie konnte allerdings im Gegensatz zu den anderen Beteiligten keinen sinnvollen Beitrag zu der Diskussion leisten. Jeder, der einen Blick auf ihre Homepage und die offizielle Seite bei den Piraten wirft, hätte das voraussehen können. Da wimmelt es von nichtssagenden Sprüchen wie

  • Für eine freiheitlich demokratische Struktur setzen wir den mündigen Bürger voraus.
  • Freiheit bedeutet, Verantwortung für sich und seine Umwelt tragen zu können.
  • Schulen müssen Kindern nicht Wissen einimpfen, sie müssen dazu beitragen, dass Schüler sich eigenständig und aus eigener Motivation heraus bilden.
  • Ein gravierender Wandel im Stil der Politik muss sich vollziehen, damit diese nicht in eine verhehrende Krise stürzt.
  • Es braucht Jugendschutz, aber der muss ab einem gewissen Alter primär durch Aufklärung passieren.

(Fotoquelle: Nina Gerlach, Wikipedia)

Es wunderte mich daher auch nicht, daß Weisband, um wenigstens einmal an diesem Abend ein bißchen Beifall aus dem Publikum zu bekommen, gegen Ende der Sendung die Sarrazin-Karte zog:

Ich glaube, es ist einfach Haß, der daraus entsteht, daß man versucht, seine eigenen Zweifel oder Ängste oder Unzulänglichkeiten zu kanalisieren, indem man sich eine äußere Gruppe schafft und sagt, die sind schlechter als wir, und die sind schuld und wir sind besser. Dann kann man sich gut und sicher fühlen. Ich glaube: hätte unsere Generation tatsächlich sehr viel aus dem Holocaust mitgenommen, dann wäre Sarazzin kein so erfolgreicher Autor gewesen, denn das, was er tut, sind genau die gleichen Anfänge. Er nimmt sich eine Gruppe von Menschen, und er sagt: wißt ihr was, diese Menschen sind nicht so gut wie wir, deswegen sollten die Rechte dieser Menschen begrenzt werden.

Da tut die Psychologiestudentin im 9.Semester genau das, was sie in ihrem Satz beklagt: sie schafft sich ihre äußere Gruppe, nämlich Sarrazin und seine Verehrer, und am liebsten würde sie die Rechte dieser Menschen begrenzen. Weil sie ja „gleiche Anfänge“ schaffen. Und deshalb müssen diese Menschen umerzogen werden, was kaum Probleme bereiten wird, denn in Deutschland hat man ja Erfahrung mit so etwas.
Es ist eine grottenschlechte Argumentation, ohne auch nur einen einzigen einigermaßen logisch durchdachten Satz, ein linkspopulistisches Gelaber, und doch ist es genau das, was viele im Fernsehen hören wollen. Und deshalb könnte Weisband ihr Studium jetzt eigentlich abbrechen und direkt beim Fernsehen als Moderatorin anfangen.

[1] Pirat mit Palästinensertuch
[2] Blau und Rot verwechselt: Pirat Gerwald Claus-Brunner stimmte überraschend gegen den Antrag der Linken, 13.01.2012
[3] Piratin Marina Weisband erhält Hassmails
[4] Youtube: Caro Korneli beim Parteitag der Piratenpartei
[5] taz zum Piraten mit Palästinensertuch
[6] Henning Bartels: Die Piratenpartei
[7] piratengegenrechts.org
[8] Wikipedia über Josef Mengele
[9] Wikipedia über Anita Lasker-Wallfisch
[10] Liste der Gerechten unter den Völkern
[11] Piraten-Seite von Gerwald Claus-Brunner
[12] Piraten-Seite von Bodo Thiesen
[13] Originalzitate von Bodo Thiesen mit Quellen
[14] Benutzerdiskussion auf der Piratenseite über Bodo Thiesen
[15] Liste ehemaliger NSDAP-Mitglieder im Bundestag und den Landtagen
[16] Youtube-Video: Bodo Thiesen bei der Ersatzrichterwahl

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2 Antworten zu Günther Jauch: Gerät Auschwitz in Vergessenheit?

  1. blubblub schreibt:

    Lol keinen Satz darüber, dass Marina auch Jüdin ist.

    Jaja die gute alte Nazikeule!

  2. Deutsch-Pole schreibt:

    @Nun, bis vor einigen Monaten glaubte ich auch, daß diejenigen, die „Auschwitz leugnen“ einfach nur pupertäre Spinner sind.
    Glückwunsch.Jetzt bist du auch einer.
    @Im Gegensatz zu Deutschland, wo die Judenverfolgung lächerliche 12 Jahre dauerte…
    Ja, und auch nur lächerliche (ungefähr) 6 Millionen Menschenleben (die Hälfte davon waren übrigens Polen (jüd. Glaubens),von den weiteren 3 Mio. polnischer,3 Mio. serbischer,über 20 Mio. in der Sovietunion, der europ. Zigeuern u.a ganz zu schweigen) gefordert hat. Das Regime im damaligen Deutschland mit der Diskriminierung von z.B Indianern (die natürlich abolut kritikwürdig bleibt) zu vergleichen zeugt von kompletter Ahnungslosigkeit, den es gab keinen geplanten Massenmorde an den Indianern u.a!
    @Zumindest nicht mit dem Westen.
    Wenn es sich den vermeiden liese,wahrscheinlich. Himmler hingegen hatte schon seinen „Generalplan West“ im Petto, laut dem u.a 80% aller Franzosen von Kommandos des SD ermordet werden sollten (was sie mit den Polen gleichstellen würde).
    @Wenn Polen Deutschland den Krieg erklärt hat
    Hatte es natürlich NICHT. Im Gegensatz dazu benutzte Deutschland die dortige dt. Minderheit um Terroranschläge zu verüben (z.B einen Bombenanschlag in Nowy Targ im August 1939), u.a auf dt. Einrichtungen um eine „Intervention“ zu legitimieren.Der Überfall (und der Massenmord an der polnischen Intelligensia nach, mit Hilfe der dt. Minderheit, vorbereiteten LISTEN (siehe z.B Sonderfahndungsbuch Polen)) waren hingegen von langer Hand vorbereitet.
    @Hakenkreuzschmierereien auf jüdischen Friedhöfen
    Cool. Dann wären es demnach auch keine Bedrohung für die dt. Bevölkerung wenn ich z.B islamische Symbole auf dt. Grabsteine schmieren würde, oder?! Logik?!
    @jüdische Deutsche könnten auswandern wenn sie sich hier bedroht fühlen und diesmal sogar ihr Hab und Gut mitnehmen
    WAS?! Sie können „sogar“ ihren Besitz mitnehmen? Unglaublich, diese Grosszügigkeit….
    @Während prominente Juden wie Henryk Broder, Michael Wolffsohn oder Michel Friedman täglich tonnenweise antisemitische Hetzmails bekommen und diese gelegentlich ins Netz stellen, um interessierten Bürgern zu zeigen, was sie für nette Nachbarn haben,
    Schon traurig, und das in Deutschland. Tradition scheint eben zu verpflichten-Ironie aus- (Interessanterweise ist dies in Polen z.B nicht der Fall, trotzdem wird mir ausgerechnet von Deutschen immer wieder erzählt wie antisemitisch wir doch seien…Projektion?). Nein, ernthaft, das ist furchterregend. Ein Zyniker hat einmal gemeint, man sollte Menschen /Völker durchaus am schlimmsten messen, was sie je getan haben, den das ist die unterste Messlatte für das, wozu sie fähig sind- Was soll man den dann von den Deutschen halten?

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