Frauenquote in Ägypten: 2,4% im Parlament

Im neuen 498-köpfigen Parlament von Ägypten sitzen 486 Männer und 12 Frauen. Das ist, für islamistische Verhältnisse, eine beeindruckende Frauenquote von immerhin 2,4%. Diese 12 Frauen gehören folgenden Parteien an:

  • 4 Frauen sind Mitglieder der islamistischen Muslimbrüder, deren Partei sich sinnigerweise „Freiheits- und Gerechtigkeitspartei“ nennt
  • 3 sind Mitglied der liberalen Wafd-Partei
  • eine Abgeordnete gehört zur Ägyptischen Sozialdemokratischen Partei
  • und eine zur Reform- und Entwicklungspartei,

die restlichen 3 sind koptische Christen. Wir sehen: die 2010 von Mubarak eingeführte Frauenquote im Parlament konvergiert wieder gegen Null, was den Vorteil hat, daß die bärtigen Schlafanzugträger im Parlament gar nicht erst durch aufreizend zur Schau getragene Röcke erregt werden. Sie können also (siehe Foto) ihrer anstrengenden Tätigkeit ganz ohne Störung nachgehen. Das können ihre türkischen Kollegen seit dem Oktober 2011 ebenfalls, weil deren Parlament in diesem Monat das Hosenverbot für Frauen aufgehoben hatte. Seitdem dürfen auch Abgeordnete wie die arm- und beinamputierte Safak Pavey, die bis zu diesem Zeitpunkt im Plenum stets ihre Beinprothese offen zeigen mußte, eine Hose anziehen. Was für ein Fortschritt! Ob es allerdings jemals in Ägypten so weit kommen wird wie in Israel, wo Gerichte das ehemalige Staatsoberhaupt wegen Vergewaltigung und sexueller Belästigung ins Gefängnis steckten, darf bezweifelt werden, denn im Islam bedient man sich ja einer inversen, besser gesagt perversen Logik – dort wird die Vergewaltigte bestraft und der Vergewaltiger darf als Ankläger seine Ehre verteidigen.

Bleibt zu hoffen, daß das Bündnis zwischen Muslim-Bruderschaft und Militär in Ägypten irgendwann von einer weiteren „grünen“ Revolution hinweggefegt wird. Denn daß diese Irren in der Regierung sitzen, kann nur einen Einfaltspinsel wie Jürgen Trittin kalt lassen, für den die ([2])

Muslim-Brüder sind so wie die CSU in Bayern.


Anmerkungen und Links

[1] Türkisches Parlament hebt Hosenverbot für Frauen auf
[2] Jürgen Trittin: Muslim-Brüder sind so wie die CSU in Bayern

Internationale Gesellschaft für Menschenrechte
IGFM – Deutsche Sektion e.V.
Borsigallee 9, 60388 Frankfurt/Main
Tel.: 069-420108-0, Fax: 069-420108-33
eMail: presse@igfm.de, www.menschenrechte.de

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Gender, Islam veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s