Frauenquoten für die Müllabfuhr

Anläßlich der Diskussion zwischen Alice Schwarzer und Kristina Schröder wurde vielfach behauptet, es werde den Feminismuskritikern nicht gelingen, Schwarzer zu disqualifizieren.

In der Tat: Schwarzer zu disqualifizieren, ist nicht gerade einfach. Sie hat sich durch ihre absurden Thesen schon lange selbst disqualifiziert. Wer behauptet, daß Frauen erst durch die „gesellschaftlichen Bedingungen“ zu Frauen werden, hat sie einfach nicht mehr alle. Eine solche These ernsthaft zu diskutieren kann nur gelingen, wenn man sich vom Verstand verabschiedet hat. Interessanterweise ist die Gleichmacherei radikaler Feministen aber längst Bestandteil großer Teile der westlichen Gesellschaften geworden, insbesondere in Österreich, der Schweiz und Deutschland. Jeder kann das erkennen, wenn er sich die Vorschriften für eine sog. „geschlechtergerechte Sprache“ durchliest, die es in fast allen Behörden inzwischen gibt. Dieser Trend wird allerdings irgendwann auch wieder aufhören.

Denn: auch noch so viele Zwangsmaßnahmen wie Frauenquoten und sprachfeministische Anweisungen werden es nicht schaffen, den Menschen ihre Biologie rauszuzwingen. Es wird auch in Zukunft kaum Männer geben, die in Kindergärten, Grundschulen oder im Pflegebereich arbeiten. Es wird auch in Zukunft nur eine Minderheit von Menschen homosexuell sein, und eine noch kleinere Gruppe wird „transgender“ sein. Und Frauen wird man nicht zwingen können, als Ingenieurinnen in Kaltwalzwerken, in der Chemie oder im Maschinenbau eine Quote zu erfüllen, die gar nicht wünschenswert ist. Bezeichnenderweise wird für bestimmte Berufszweige auch gar keine Quote gefordert, etwa für die Müllabfuhr oder den Chemiesektor, es sind immer nur die Führungsetagen, die DAX-Vorstände, an deren mangelnder weiblichen Besetzung man herumnölt.

Aber der Glaube daran, daß der Mensch nur richtig „geformt“ werden müsse, daß alles und jedes mit Gesetzen und Verordnungen erzwungen werden kann, ist ungebrochen. Das Lockesche Ideal des „unbeschriebenen Blattes“ war und ist für alle Quotendiktaturen Voraussetzung für diesen Irrglauben: der Mensch ist rein und gut, wenn er auf die Welt kommt, aber noch ziemlich „leer“ und deshalb MUSS und vor allem KANN er von Jugend auf gedrillt werden. Das muß gründlich geschehen, will sagen mit einem „heilsamen Zwang“, denn der Mensch entwickelt sich im Laufe seines Lebens leider unterschiedlich, es gibt verschiedene Geschlechter, o Graus, und überhaupt kann man eine gleichförmige Masse viel einfacher steuern als untereinander konkurrierende, sich im Wettbewerb befindende Gruppen. Weder Mao noch Stalin noch Hitler haben es (glücklicherweise) geschafft, auf diesem Wege ihre Ziele durchzusetzen, und deshalb werden auch die modernen Gleichheitsfanatiker scheitern. Völlige Gleichheit ist ein Konzept, das in der Evolution immer zum Scheitern verurteilt war. Gute Überlebenschancen haben nur Systeme, in denen die Individuen sich voneinander unterscheiden – wenn auch nicht übermäßig.

Und wer darüber mehr wissen will, sollte sich mit den Ergebnissen der modernen Evolutionspsychologie beschäftigen – z.B. mit Steven Pinkers „Das unbeschriebene Blatt“. Aber das ist den meisten dann ja wieder zu „naturwissenschaftlich“, also mit „Genen“ und so, also schon rassistisch. Sarrazin läßt grüßen.


Kommentare aus dem ursprünglichen Blog „vonhaeftens-blog.de“

Als Krankenpfleger finde ich
Submitted by Adromir (nicht überprüft) on Sa, 22/01/2011 – 11:49pm.

Als Krankenpfleger finde ich es ja sehr irritierend, wenn ich auf Stellenanzeigen im Pflegesektor solche Sätze finde wie „Bei gleicher Qualifikation werden weibliche Bewerber bevorzugt angestellt“.

Typisch Mann
Submitted by Gast (nicht überprüft) on Fr, 14/01/2011 – 12:16pm.

So einen Kommentar kann nur ein Mann schreiben. Ich bin keine Emanze, aber es muss das Recht für Frauen und Männer geben SELBST zu entscheiden, was sie tun möchte. Wenn eine Frau einen noch „typischen“ Männerberuf ergreifen möchte, oder ein Mann z.B. Kindergärtner, dann soll man ihnen die Möglichkeit geben.
Es gibt etliche Männer, die die KindergärtnerInnen-Ausbildung abschließen, durch den nicht sehr gut bezahlten Gehalt jedoch nicht in den Beruf einsteigen.

Es ist jedoch eine Frechheit von Haus aus zusagen, dass Frauen in gewissen Sparten prinzipiell nicht aufgenommen werden. Gebt ihnen die Chance. Frauen zu bestimmten Berufen trotz Bewerbungen mit fadenscheinigen Ausreden nicht aufzunehmen ist schlichtweg eine DISKRIMINIERUNG!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

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