Steinigung von Ehebrecherinnen und unislamische Männerfrisuren

Frauen, deren Männer vielleicht vor 15 Jahren verstorben sind und die es trotzdem wagen, einmal aus dem Fenster ihrer Wohnung heraus ein verschleiertes Auge auf einen vorübergehenden Postboten zu werfen, werden im Iran von armseligen „Imams“, „Revolutions-Wächtern“ und sonstigen sexuell abartigen Islam-Besessenen gerne zur Steinigung verurteilt. Westliche NGOs und Menschenrechtsorganisationen, die gerade mal eine „Gaza-Pause“ eingelegt haben, könnten zumindest dazu beitragen, daß solche Greueltaten verhindert werden. Oder um ein paar Monate verschoben oder durch eine mildere Strafe ersetzt werden, wie z.B. Erschießen, Kopf abhacken oder gnädigerweise ein paar Hundert Peitschenhiebe. In dieser Richtung passiert auch etwas, wie man anerkennenderweise sagen muß.

Was sagt der deutsche Aussenminister Westerwelle eigentlich zu solchen Untaten? Hat er denn GAR KEIN Interesse an ihrer Verhinderung? Während der britische Außenminister William Hague die iranische Regierung aufforderte, die Steinigung zu verhindern und damit die Forderung vieler Prominenter (wie etwa der Schauspieler Colin Firth, Emma Thompson, Robert Redford und Lindsay Lohan) nach Freilassung der 43-jährigen Iranerin unterstützte, kam von deutschen offiziellen Stellen der Regierung keine Raktion.

Kein Wunder. Dort setzt man immer noch auf „Verhandlungen“, um die Irren aus Teheran von ihrem Atombombembau abzubringen. Da können Stellungnahmen zur Steinigung nur stören.

Aber auch zu milderen Verrücktheiten der Islamisten im Iran vermeidet man aus Berlin jeden Kommentar:

Die islamische Republik Iran will Männern Vorschriften für Frisuren vorgeben [5]. Wie der Deutschlandfunk „Notizen aus Religion und Gesellschaft“ am 09.07.2010 berichtete,machen sich Männer mit Pferdeschwanz im Iran womöglich bald strafbar. Das Kulturministerium segnete eine Reihe von Haarschnitten als „islamisch korrekt“ ab.

Fotos aus der „Fachzeitschrift für anerkannte islamische Frisuren“ zeigen demnach meist glattrasierte Models mit kurzem Haar, einige mit Gelfrisuren, aber nie mit Pferdeschwänzen. Die neuen Haarschnitte sollen auf dem bevorstehenden Festival für Sittsamkeit und Schleier vorgestellt werden. Dschaleh Chodajar, die Leiterin des „Festivals“ und Mitentwicklerin der Haarschnitte, behauptet, daß alle Frisurenvorschläge auf die «Hautfarbe des typischen iranischen Manns, seine Kultur und Religion sowie auf das Islamische Gesetz abgestimmt» seien.

Sie fügte hinzu, sie sei «sehr froh, dass die Regierung der Islamischen Republik Iran uns beim Entwerfen der neuen Frisuren unterstützt hat». Außerdem sollten die neuen Frisuren der kulturellen Invasion des Westens entgegenwirken, indem für Haarschnitte geworben werde, die auf Gesetz und Kultur der iranischen Gesellschaft basierten.

Es wird also nicht mehr lange dauern, bis es in der iranischen Regierung einen Minister für islamische Frisuren gibt. Oder zumindest ein Referat für Islamfrisuren im Innenministerium.

[1] STERN: Drohende Steinigung von Ashtiani
[2] Ad-Hoc-News: Geplante Steinigung im Iran offenbar abgesagt
[3] Basler Zeitung: Steinigung im Iran abgesagt
[4] NZZ Online: Protestwelle verhindert Tod durch Steinwurf
[5] Notizen aus Religion und Gesellschaft

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