Hamas leugnet den Holocaust

Die Hamas, von der man nicht weiß, ob sie eine Organisation, eine Partei, eine politische Gruppierung oder ein soziales Netzwerk ist, ist auf jeden Fall – neben ihrer Funktion als Macho-Ersatz für frustrierte deutsche Palästinenser-Freundinnen (siehe Anhang mit den Links [8] bis [12])- eine Ansammlung dümmlicher muslimischer Fanatiker, die keine Gelegenheit auslassen, um ihren Antisemitismus zur Schau zu stellen. Je deutlicher dieser Verein von stoppelbärtigen Religionsfanatikern in internationalen Medien seinen Judenhaß kundtut, desto weniger wird das von deutschen Medien aufgegriffen und kommentiert. Man möchte nicht daran erinnert werden, was die Deutschen schon im September 1939 mit den Juden in Polen gemacht haben. Wichtiger ist anscheinend die Verbreitung klassischer Judengreuelmärchen in modernem Gewand, wie es z.B.dieser Tage durch die schwedische Zeitung Aftonbladet geschah.

Ich möchte nicht wissen, wieviele Leute aus der propalästinensischen Szene in Deutschland beim Lesen dieser Meldung klammheimliche Freude darüber empfanden, weil „sie es ja schon immer gewußt hatten“, daß der faschistoiden israelischen Militärdiktatur jede noch so widerliche kriminelle Tat zuzutrauen ist, so auch der Organklau durch israelische Soldaten, begangen an friedliebenden palästinensischen Mitbürgern. Das liest man gerne, aber man liest überhaupt nicht gerne, daß das arme unterdrückte Volk des Gazastreifens von einer kriminellen Bande von Holocaustleugnern regiert wird.

So berichtete die Nachrichtenagentur Reuters am 31.August 2009 von einem offenen Brief eines Hamas-Komitees an den Geschäftsträger der UNRWA im Gaza-Streifen, John Ging.
In diesem Brief

wird der Holocaust offen bestritten und als Lüge bezeichnet. „Wir lehnen es ab, dass unsere Kinder eine Lüge lernen sollen, die von den Zionisten erfunden wurde“


Erstaunlich, daß sogar Reuters davon berichtet, die eigentlich keine Gelegenheit auslassen, negativ über Israel zu berichten.

Ulrich W.Sahm [2] hat den Fall genauer recherchiert und folgendes dazu geschrieben:

Die im Januar 2006 von einer Mehrheit der Palästinenser demokratisch gewählte Hamasorganisation bezichtigt die UNO-Flüchtlingshilfeorganisation UNWRA eines „Kriegsverbrechens“, weil sie in Lehrbüchern für 13-jährige Schüler im Gazastreifen ein Kapitel über den „sogenannten Holocaust“ eingefügt habe.

Wie die palästinensische Nachrichtenagentur Maan meldet, sei der UNWRA Direktor im Gazastreifen, John Ging, schriftlich aufgefordert worden, das Thema zu streichen, weil die Erwähnung eines Völkermords „den Holocaust bestätigt und Sympathien für die Juden erweckt“.

Nach Angaben von Maan enthalte der Lehrplan für Achtklässler an UNO Schulen im Rahmen eines Kurses über Menschenrechte auch einen Überblick zu den „mutmaßlich sechs Millionen Juden, die in europäischen Konzentrationslagern getötet worden seien“. Laut Maan könnte diese Erwähnung bei Palästinensern Verständnis für das Leiden der Juden wecken.

Doch infolge des Gazakrieges vom Frühjahr seien laut Maan die Komitees in den Flüchtlingslagern zum Schluss gekommen, dass die Lehren der israelischen oder jüdischen „Sichtweise“ der Geschichte die Emotionen im belagerten Gazastreifen verschärfen könnten. Gemäß einer Reuters-Meldung, die von israelischen Medien ausgiebig zitiert wurde, sei der Holocaust gar eine „zionistische Erfindung“.

Laut Maan lehnen es die Flüchtlingslager-Komitees kategorisch ab, dass deren Kinder „diese Lügen der Juden erlernen, die von den Medien vervielfältigt wurden“. Denn der Holocaust sei kein (historischer) Fakt. Zudem diene das Thema im Lehrplan dazu, die „Emotionen der Kinder zu verwirren.“

Weiter stehe in dem Brief, dass die Palästinenser allein etwas über die Nakba (Katastrophe, Holocaust auf Arabisch) erfahren sollten, die für den Exodus von 750.000 Flüchtlingen stehe, als Israel geschaffen wurde, jedoch nichts über den Holocaust (der Juden).

Nach Angaben der palästinensischen Nachrichtenagentur Maan würden in UNO-Schulen für rund 200.000 Flüchtlingskinder im Gazastreifen „beide Tragödien gelehrt, die von gängigen Historikern allgemein als akkurat betrachtet werden und nicht als gegenseitig exklusiv“.

Nach Angaben der israelischen Zeitung Haaretz dementierte ein Sprecher der UNRWA, Adnan Abu Hasna, dass der Holocaust an Juden in Europa im derzeitigen Lehrplan für palästinensische Kinder erwähnt werde.

Der Hamas Sprecher in Gaza, Sami Abu Zuhri, weigerte sich laut Haaretz, die Geschichte des Holocaust zu diskutieren. „Ungeachtet der Kontroverse lehnen wir es ab, den sogenannten Holocaust im Lehrplan einzufügen, weil das nur bezweckt, die Besetzung palästinensischen Territoriums zu rechtfertigen.“ Aus Sicht der Hamas befindet sich der Staat Israel im palästinensischem Territorium und habe deshalb keine Existenzberechtigung.

[1] Reuters: Hamas will Information von Schülern über Holocaust verhindern
[2] Homepage von Ulrich W.Sahm
[8] Inge Günther möchte gerne mit der Hamas verhandeln
[9] Friedensvermittler wollen mit Hamas verhandeln
[10] Ester Schapira über Viktoria Waltz
[11] Ulrike Putz von SPIEGEL-Online: Schalits Entführung bedeutet Hoffnung für Hunderte palästinensischer Familien
[12] Katiana Orluc: Sprecht mit der Hamas!

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