Vera Lengsfeld: Schlampenwahlkampf

17000 Besucher zählte Vera Lengsfeld auf ihrem Wahlblog waehltvera am 09.Juli, als sie ihr neues Wahlplakat mit dem Titel „Wir haben mehr zu bieten“ vorstellte. Und 329 Kommentare zu diesem Bild, von denen ein nicht unbeträchtlicher Teil Politikerinnen auf Wahlplakaten lieber unter einer Burka verstecken würde. Der moralinsaure Unterton in vielen Kommentaren, der im Gender Mainstreaming des Medienalltags allerdings kaum noch auffällt, wurde heute von der Frauen-Union ergänzt durch die Behauptung, es handle sich bei diesem Plakat ja nur um einen „Profilierungsversuch“. Warum es sich bei den anderen Plakaten der CDU dann nicht um Profilierungsversuche handelt, bleibt das Geheimnis der Frauenunion:

„Wir setzen auf Inhalte und nicht auf Effekthascherei“, sagte die Vorsitzende der Frauen-Union, Maria Böhmer, am Dienstag in Berlin. Sie habe die Plakate gesehen und sich dabei gedacht: „Das haben wir heute doch nicht mehr nötig“, sagte Böhmer.

Frau Böhmer sollte sich mal die anderen Wahlplakate ihrer Partei ansehen [1]:

Als wenn das keine Effekthascherei wäre…

Von allen Seiten aus hagelt es Kritik an Vera Lengsfelds Plakat. Ob Grüne, Linke, CDU, SPD oder politisch Inkorrekte, alle finden es lächerlich, unmoralisch, sexistisch und selbstverständlich diskriminierend. Die Kriecherei vor dem Gender-Mainstreaming ist inzwischen lagerübergreifend – wie die Verdammung von allem, was mit Gentechnik zutun hat. So kümmern sich Bundesbehörden, Bezirksämter und grüne Arbeitsgemeinschaften um anständige Werbung und korrekte Sprache, streben nach Abschaffung der „Geschlechtsangabe in Pässen“ und schreiben „Klempner_Innen“, um mit dem Unterstrich auch all diejenigen zu erfassen, die sich sonst „ausgegrenzt“ fühlen könnten: Schwule, Lesben, Transen und was sonst noch so zwischen den Geschlechtergrenzen existiert. Es fällt schon gar nicht mehr auf, wenn die Nachwuchsorganisation der Grünen im vergangenen November auf ihrem Bundeskongress

  • das Verbot der Ehe gefordert hat,
  • sich für die Einführung einer „gegenderten Sprache“ im Rahmen der nächsten Rechtschreibreform einsetzte,
  • oder mittels einer „geschlechtsneutralen Erziehung“ unseren Kindern die Vorzüge homo-, bi- und transsexueller Partnerschaften näher bringen will.

Daß es überhaupt biologische Unterschiede zwischen den Geschlechtern gibt, halten die meisten Vertreter der „Gender-Theorie“ für „biologistischen Unsinn“, wird man doch nicht als Frau geboren, sondern erst durch die Gesellschaft dazu gemacht. Solche grausamen Dummheiten werden allerdings nicht nur in obskuren Frauengruppen oder auf grün-alternativen „Kongressen“ allen Ernstes als wissenchaftlich abgesichert dargestellt, sondern sind auch Grundlage einer immer mehr ausufernden Gender-Manie in der gesamten Gesellschaft, insbesondere bei staatlichen Behörden.

Das Bundesverkehrsministerium hat z.B. unlängst für 324000 Euro „Gender mainstreaming im Städtebau“ untersuchen lassen, das Bundesumweltministerium gab für 180000 Euro eine Studie zum Thema „Gender Greenstreaming“ in Auftrag, die u.a feststellte, daß es geschlechterpolitisch sinnvoll wäre, wenn es „Motorsägenkurse für Frauen“ gäbe. [4]. Aber alles das reicht ja noch nicht: wer wirklich eine geschlechter-neutrale Gesellschaft anstrebt, wird nicht umhin kommen, in Filmen, Zeitungen, Büchern und auf Wahlplakaten den vollkommen verhüllten Menschen abzubilden, dessen Geschlecht nicht mehr erkennbar ist.

Das muß den Muslimen doch irgendwie sympathisch sein…


[1] Wahlplakate der CDU zur Bundestagswahl 2009
[2] waehltvera
[3] Grüne FrauenPolitik
[4] Jan Fleischhauer: Unter Linken

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