Solidarität mit Israel – Stoppt den Terror der Hamas, Demonstration in Frankfurt am Main


1500 Israelfreunde hatten sich laut Polizeiberichten an der Alten Oper in Frankfurts Stadtmitte zusammengefunden, um gegen die Terrorbande der Hamas ein Zeichen zu setzen: es gibt sie noch, die Freunde Israels, auch wenn die deutschen Medien mit zunehmender Kriegsdauer im Gazastreifen sich immer mehr zu klammheimlichen Unterstützern der religiösen Fanatiker entwickeln. So konnte man die Versammlung an der alten Oper nur mit gemischten Gefühlen sehen: einerseits hatten sich Busse voller Israelfreunde bis aus Kassel hier nach Frankfurt bemüht, Michel Friedmann hielt eine Rede, die immer wieder durch begeisterte „Israel, Israel“-Rufe unterbrochen wurde, und die iranischen Regimegegner mit ihren bunten Fahnen stachen aus dem Meer der weißblauen Israel-Fahnen wohltuend hervor.

Um den Platz herum aber standen Hundertschaften der Polizei, die einen ungehinderten Zutritt zum Opernplatz verhinderten. Man wollte schon gerne vorher wissen, ob jemand mit einem Molotowcocktail die Versammlung zu „stören“ beabsichtigte. Und dies ist eben die andere Seite dieser Demonstration: es ist in Deutschland nicht mehr möglich, ohne massiven Polizeischutz für Juden in der Öffentlichkeit zu demonstrieren. Ohne den Schutz der Polizei, das muß man leider sagen, wäre es zu massiven Zusammenstößen mit einer Truppe von propalästinensischen Schreihälsen gekommen, die die Veranstaltung nur zu gerne zum Abbruch geführt hätte. Beim Anblick der haßverzerrten Gesichter und zum Himmel gereckten Fäuste denkt man unwillkürlich an die Bilder aus Gaza, wenn dort die Hamas einen ihrer Aufmärsche veranstaltete. Aber wir sind hier in Deutschand, wo man noch nicht so weit ist wie in anderen europäischen Ländern, in denen man offensichtlich weniger „am Erbe der Vergangenheit“ zu tragen hat. In Holland etwa nahm der bekannte niederländische Sozialist Harry van Bommel an einer Demonstration teil,
bei der öffentlich zur „Vergasung von Juden“ aufgerufen wird:
In Frankfurt waren solche Sprüche noch nicht zu vernehmen, dafür war das Schweigen der vornehmen älteren Frankfurter umso dröhnender. Diese nämlich – siehe Fotos mit schwarzen Pfeilen – verließen zum Ende irgendeiner Veranstaltung während der Demonstration die Oper und eilten mitten durch die fähnchenschwingenden Israelfreunde gesenkten Blickes in Richtung Auto. Dieser vornehmen, in teure Pelzmäntel gehüllten Klientel war das alles offenbar sehr unangenehm: sowohl die Juden, mit denen man früher schon nichts zutun haben wollte, als auch das Migrantengesindel, das gefälligst weit weg von diesem erlauchten Kulturort gehalten werden sollte. Man schaute weg – und verließ den Platz über unterirdische Parkplätze oder raschen Schrittes mit gesenktem Haupt durch das polizeiliche Spalier. Da waren sie wieder: die Deutschen. Feige und angepasst. Gut, daß es ein paar Ausnahmen gibt.

Fotogalerie von penck (61 Bilder), Alle Bilder von vonhaeften (27)

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