Die Deutsche Linke und ihr Haß gegen Israel am Beispiel des „Operettentrotzkisten“ Peter Weinfurth

Über den linken Antisemitismus in Deutschland ist inzwischen einiges zu Papier gebracht worden, aber aufgehört hat er damit noch lange nicht. Im Gegenteil: gerade auf den Internet-Seiten linker Sekten wie auch der offiziellen Seiten der Partei „Die Linke“ wird jede sich nur bietende Gelegenheit dazu genutzt, „Israel zu kritisieren“. So z.B. auf www.linkezeitung.de. Da bekommt man erst mal den Eindruck, daß für manche revolutionäre Avantgardisten, Trotzkisten oder Marxisten-Leninisten die Zeit seit 1968 stehen geblieben ist. Dieselben Wichtigtuer, die vor 40 Jahren in immer neuen Splittergruppen mit so klangvollen Abkürzungen wie KPD/AO, KPD/ML, KPD oder „Marxistisch-Leninistische Fraktion der Arbeiterkonferenz“ um die Führung im „Kampf der proletarischen Massen gegen die Diktatur des Kapitalismus“ kämpften und die sich damals nicht scheuten, jüdische Gemeinden in Deutschland als „Agenturen des zionistischen Staates Israel“ zu bezeichnen, dieselben Armleuchter sitzen sich immer noch oder schon wieder in Konferenzen, Koordinierungskreisen und Regionalversammlungen gegenüber und werfen sich gegenseitig vor, als Handlanger des Kapitals die ehrlichen proletarischen Genossen für kleinbürgerliche Zwecke auszubeuten.

Trotz allen Streits untereinander sind sich die zersplitterten Betonkommunisten unter der deutschen Linken in einem Punkt einig: In Israel regiert ihrer Meinung nach ein terroristisches Apartheidsregime, das mit Massentötungen eine ethnische Säuberung Palästinas beabsichtigt. Diese Sichtweise der Geschehnisse im Nahen Osten ist auch nach 40 Jahren in den – ansonsten fast leeren – Köpfen dieser Leute fest verankert, wie man z.B. den vielen Artikeln in der „linken Zeitung“ zum Thema „Naher Osten“ entnehmen kann. Die „Linke Zeitung“ ist so weit nach links gerutscht, daß sie schon fast wieder „rechts“ ist, eine Kehrtwendung, die ja bekanntermaßen bei Personen wie Medien der extremen Linken häufiger vorkommen soll. Das sind dann diese Gehirnakrobaten, die gerne Auschwitz und Dresden in einen Topf schmeißen, aber Antizionismus und Antisemitismus für zwei völlig verschiedene Denkarten halten:

Gilad Atzmon am 27.01.08 in der „linken Zeitung“ [14]:

Der Zionismus ist eine totale Katastrophe. Es ist eine koloniale, expansionistische, nationalistische Philosophie, die auf rassistischem Chauvinismus beruht. Diejenigen, die seine Grundsätze genau genommen haben, raubten das Land des einheimischen palästinensischen Volkes im Namen des jüdischen Volkes.
Dies wird von vielen von uns als Hauptbedrohung für den Weltfrieden betrachtet.

Da räsonniert mal wieder ein Vorzeigejude auf dem intellektuellen Niveau eines Alfred Rosenberg, indem er erkennt, daß das internationale Judentum nach der Weltherrschaft strebt. Und jetzt glaubt er, 70 Jahre danach, daß es bald wirklich soweit ist und man nun endlich in der „linken Zeitung“ diese großen politischen Zusammenhänge der Leserschaft klarmachen müsse. Doch wie Rosenbergs „Mythos des zwanzigsten Jahrhunderts“ ist auch dieser Mythos von der Hauptbedrohung für den Weltfrieden intellektueller Schwachsinn, der besonders gerne von marxistisch ausgebildeten Antiimperialisten jüdischer Herkunft benutzt wird, weil die genau wissen, dass die Medien sich um solche Statements nur so reißen….

Der Artikel „Broders Alptraum“ in der „linken Zeitung“ [1] vom 27.01.2008 dagegen entstammt der Feder des Nichtjuden Peter Weinfurth, dem jetzigen Verantwortlichen der „linken Zeitung“. Ausgerechnet am Internationalen Holocaust-Gedenktag empfand der Chef des linksradikalen Schmierenblattes es als Demütigung, daß nicht er, sondern Henryk M.Broder auf Spiegel-Online Stellung nehmen durfte zur Sprengung der Grenzanlagen zwischen Gaza und Ägypten. Es blieb ihm nichts anderes übrig, als auf der Titelseite seines „nichtkommerziellen, selbstverwalteten, politischen Projektes“ gegen „dirty Henry“ zu stänkern:

Weinfurth in „Linke Zeitung“ vom 27.01.2008:

In Spiegel-Online durfte heute „dirty Henryk“ Broder wieder hetzen und lügen. Er bezeichnet die gewählte palästinensiche Hammasregierung als „eine Gang, die sich vor einem halben Jahr mit Waffengewalt an die Macht geputscht hat“.

Da platzt einem wie Weinfurth schon mal der Kragen, denn seiner Meinung nach gilt die überwältigende Zustimmung der Menschen in Palästina und insbesondere in Gaza der Hamas, so wie 1970 schon die überwältigende Mehrheit der Arbeiter im Ruhrgebiet die KPD/AO und ihren Funktionär Peter Weinfurth bejubelte. Das zumindest bildete sich der „führende Genosse“ Weinfurth ein, nachdem er das Ruhrgebiet einer „Klassenanalyse“ unterzogen hatte:


Am 27.11.1970 verschickte der Genosse Peter Weinfurth mit drei anderen Genossen zusammen einen Brief an alle Mitglieder der Partei und alle Stadtkomitees des KJVD in NRW, dessen Inhalt einen trotzkistischen Angriff gegen die Existenz der Partei darstellt.

Er brüstet sich damit, sich mit dem ‚korrekten Teil der Ruhrkampagne‘ zur Klassenanalyse des Ruhrgebietes durchgerungen zu haben. KPD/AO und Ruhrkampagne sind aber Studentenorganisationen. Das entspricht genau der Taktik dieses Operettentrotzkis, sich mit ihm persönlich ergebenen Intellektuellen zu verbünden, um eine Hausmachtbasis für sein fraktionistisches Vorgehen zu haben.“

Man muß sich das zweimal durchlesen, eh mans glaubt: der Genosse Weinfurth hatte sich zu einer „Klassenanalyse durchgerungen“! Beeindruckend, aber der anstrengende Entscheidungsprozeß hat dem Genossen wohl für alle Zeiten das Gehirn vernebelt, so daß er auch heute noch von zionistischen Verschwörungen, täglichen Massakern in Gaza und der Arbeitersolidarität gegen kapitalistischen Terror faselt.

Weinfurth ist immer noch der Überzeugung, daß wie damals in seinen glorreichen Studententagen allerorten zionistische Verschwörer am Werke sind, die mit Hilfe der Großkapitalisten aus den USA jeden Widerstand im Gazastreifen und Westjordanland niederwalzen. Und daher sind Raketen auf Sderot für Leute wie ihn, die ja stets die proletarischen Massen hinter sich wissen, natürlich eine gerechte Antwort eben dieser unterdrückten Massen:

Weinfurth über den Raketenterror gegen Südisrael:

Armes altes Sderot. Armes bemitleidenswertes Sderot. Gaza ist eine Gegend in der „Aufruhr“ brodelt und überkocht, besonders nach der „Machtübernahme durch Hamas“ (dem gescheiterten Putsch der Fatah mit anderen Worten), und Sderot bezahlt den Preis. Raketen, verlassene Straßen, fliehende Matratzenfabrikanten, man kann den Hund nicht mehr ausführen. Armes, erbarmungswürdiges Sderot.

Ja, und bei jeder Rakete, die auf Sderot abgeschossen wird, freuen sich hirnlose chinesische Wunderheiler wie Peter Weinfurth darüber, daß die Hunde der Sderoter Matratzenfabrikanten nun die Gärten ihrer Besitzer vollscheißen dürfen.
Recht so! Wie die Nazis mit Juden und Kommunisten verfuhren, so gehen ja auch die Israelis mit den Palästinensern um, und da sollen sie sich nicht wundern, wenn die „palästinensischen proletarischen Massen“ ihnen jetzt mit ein paar Spielzeugraketen die Matratzenfabrikanten vertreiben.

Eine leicht verwirrte Logik, aber auch kein Wunder bei Weinfurth, wenn man bedenkt, was er heute hauptberuflich macht: Lehrgänge über chinesische Medizin verkaufen. Dies ist die typische Beschäftigung von Leuten, die zu faul sind, einen „bürgerlichen“ Beruf zu ergreifen, nachdem sie jahrelang von „Staatsknete“ und „roter Hilfe“ gelebt haben. Die Umschaltung auf „Ausbeutung von Leichtgläubigen“ fällt solchen Polit-Schwätzern relativ leicht, weil sie schon vorher nichts anderes gemacht haben. Umsonst gibts allerdings nix auf Weinfurths „Schule für chinesische und westliche Medizin“:

  • Für 2860,-€ kann man sich zum Heilpraktiker ausbilden lassen,
  • für 1430,-€ bekommt man eine „Grundausbildung in chinesischer Medizin“,
  • für weitere 1430,-€ gibts dann „Chinesische Medizin für Fortgeschrittene: die 12 Funktionskreise“,
  • noch mal 1430,-€ bezahlt man für „SHANG HAN LUN“, eine Ausbildung zur Behandlung von sog. „kältebedingten Krankheiten“,
  • und für 4290,-€ bekommt man eine „Integrierte Ausbildung zum Heilpraktiker und in chinesischer Medizin“.

Für die weniger Begüterten gibt es noch „Chinesische Gynäkologie“ an einem Wochenende zum Schnäppchenpreis von 130,-€. Weinfurth ist mit seiner „Schule für chinesische und westliche Medizin“ in Ennepetal (Ruhrgebiet) nur einer unter hunderten von Anbietern solch obskurer Ausbildungen, die sich vor allem an jene Menschen wenden, denen entweder die naturwissenschaftlich orientierte „klassische Medizin“ zu schwierig ist oder die irgendwann in ihrem Leben in eine endlose Esoterik/Psycho-Spirale geraten, durch die sie immer mehr Geld in immer mehr „Seminare“, „Schulungen“ und „Ausbildungen“ investieren, im guten Glauben, dass sie irgendwann der Lösung aller Probleme in Gestalt einer esoterischen „Weltformel“ näherkommen.

Und so ergänzt sich das alles wunderbar: Der Unternehmer Weinfurth verkauft Lehrgänge über chinesische Quacksalberei und verfaßt Bücher über Feng Shui, seine Frau verkauft in ihrer YONG QUAN GmbH [4] allerlei Heilmittel aus dem Fernen Osten wie z.B. Stachelpanaxwurzelrinde (100 g zu 1,96€) oder die Speichelkrutwurzel, langblättrig (100g zu 4,96€) und am Wochenende jammert man in der „linken Zeitung“ über die fremdbestimmten Arbeiter und ihre Ausbeutung durch die kapitalistische Warenwirtschaft.

Weinfurth in seinem Buch über Feng-Shui:

„Es reicht nicht aus, die Wohnung gelb zu streichen, wenn man kein Geld hat, oder überall Spiegel hinzuhängen, wenn man meint, Feinde zu haben. So simpel sind die Dinge nicht! Man muß die grundlegenden Gesetze unserer Umwelt und unseres Daseins kennen, um FENG SHUI – Maßnahmen überhaupt sinnvoll anzuwenden; um die Grundlagen der traditionellen chinesischen Medizin und Ernährungslehre zu verstehen.“

Tja, so ist das: man muß nur die grundlegenden Gesetze unserer Umwelt und unseres Daseins kennen. Wer sich da noch nicht so richtig auskennt, kann sich ja beim AMRITA-Shop aus der Esoterik-Hauptstadt Freiburg für 24,90€ Weinfurths Video-Interview über Feng-Shui Grundlagen II kaufen. Oder einfach regelmäßig die „linke Zeitung“ lesen, da steht ja auch alles wichtige drin: Demoberichte, Streiks, Antifa, Antirassismus, Aktionen,…WIDERSTAND! Und nicht vergessen: auch die „linke Zeitung“ braucht Spenden, um im Kampf gegen das internationale Finanzjudentum und seine mächtigen Presseorgane zu bestehen!


Anmerkungen und Links

[1] „Linke Zeitung“ über Henryk M. Broders Artikel „Der Probelauf der Hamas“ im Spiegel
[2] Der Probelauf der Hamas, Artikel von Henryk M. Broder in Spiegel-Online vom 26.01.2008
[3] Die Website der SAV – Sozialistische Alternative
[4] Yong Quan GmbH, Geschäftsführerin: Anita Weinfurth
[6] Warum „scharf-links“ ? von EDITH BARTELMUS-SCHOLICH & HERBERT FRIEDL& JOGA TWICKEL
[7] Homepage von Peter Weinfurth
[8] Ahead and Amazing: Verlag für Grenzüberschreitungen e.K.
[9] Personaldaten Peter Weinfurth bei Yahoo
[10] Verkauf von Gewürzen und Heilkräutern (Geschäftsführerin: Anita Weinfurth)
[14] 27.01.2008 Gilad Atzmon in der „linken Zeitung“

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