Raucher-T-Shirt mit Judenstern und Essen für den Holocaust


In Palästina gibt es viele Esel, tierische und menschliche, manchmal kann man die einen nicht von den anderen unterscheiden. Es ist noch gar nicht so lange her, daß einer dieser Esel mit Sprengstoff beladen wurde, um neben einem israelischen Linienbus als „Selbstmordattentäter“ zu enden. Glücklicherweise zündete der Sprengstoff zu früh, so dass nur der Esel in den Märtyrerhimmel zu seinen 60 oder noch mehr Jung-Eselinnen gelangte und die Businsassen mit dem Schrecken davonkamen. Doch im Gegensatz zu den sonstigen menschlichen Eseln, denen als Selbstmordattentäter reichlich Verständnis europäischer Gutmenschen entgegenschlägt, weinte dem armen tierischen Esel niemand eine Träne hinterher – bis auf die internationale Tierschutzorganisation Peta. Die hatte sich zwar bisher noch nie für Selbstmordattentäter interessiert, schon gar nicht für deren Opfer, aber wenn Tiere von palästinensischen Terrordrahtziehern als Selbstmordattentäter rekrutiert werden, dann darf Peta dazu nicht schweigen. Was lag da näher, als sich beim Obermufti Arafat zu beschweren, und dabei gleichzeitig auch noch die armen Katzen zu beklagen, die »so gut sie konnten« vor den israelischen Bulldozern flohen, als diese Arafats Amtssitz zu Leibe rückten. Eins aber war selbst diesen weltfremden Einfaltspinseln von Peta klar: ein solcher Protest allein spült keinen einzigen Euro in die eigenen Kassen. Die Peta-Experten schauten also noch einmal gründlich nach, wie man denn Juden, Palästinenser und Selbstmordattentäter am besten in eine neue Tierschutz-Marketing-Kampagne einspannen könnte.

Und siehe da: beim Thema Holocaust wurde man schnell fündig. Massenmord im KZ, Vergasung im Schlachthof: alles dasselbe. Und ein paar Juden waren auch schnell gefunden, die man als Kronzeugen gegen Massenmord an Tieren zitieren konnte. Hatte nicht ein berühmter Frankfurter Soziologe namens Theodor W. Adorno gesagt: „Auschwitz fängt da an, wo einer im Schlachthof steht und sagt, es sind ja nur Tiere“ ?

Und war da nicht der jüdische KZ-Überlebende und Veganer Isaak Singer mit seiner Erkenntnis: »Für Tiere sind alle Menschen Nazis, Treblinka ist überall«? Da konnte man doch beruhigt eine Kampagne unter dem Titel „Holocaust auf dem Teller“ lostreten, und den Lesern nahelegen: das mindeste, was wir tun können, um diesen Holocaust zu beenden, ist Vegetarier zu werden.

Was lernen wir daraus? Wir sehen, daß die Instrumentalisierung des Holocaust noch immer als Standardpropagandawerkzeug für jede noch so hirnlose Ideologie herhalten muß. Ob es nun Palästinenser sind, die vom „Massenmörder Scharon“ dahingeschlachtet werden, ob es Millionen von Hühnern in Schlachthöfen sind, die von einer „Schlachthaus-SS“ vergast werden, oder ob es Raucher sind, die nun in Getthos eingesperrt werden wie seinerzeit die Juden: für die Vertreter der jeweiligen Ideologie scheint es klar, daß es sich immer nur um ein und dasselbe Grundprinzip handelt. Und so behaupten denn Veganer allen Ernstes: Jedes mal, wenn ein Mensch sich zum Essen hinsetzt, trifft er die Wahl, ob er den Holocaust gegen die Tiere unterstützt oder ob er hilft, ihn zu beenden.

Liebe Veganer, wenn ich mich morgen mittag zum Essen hinsetze – manchmal esse ich auch im Stehen, besonders gerne Fastfood mit Fleisch – , dann könnt ihr mir mal den Buckel runterrutschen mit eurem Holocaust. Ich werde weiterhin mit Genuß gebratene Hühnerschenkel und Rindfleischsuppe essen, weil ich nämlich ein Fleischfresser bin, mit gelegentlichen Abstechern in die Salat- und Gemüsewelt. Und wenn jemand von euch behauptet: Heute tötet niemand mehr Juden, Fahrende oder Homosexuelle, heute geschieht eine andere Art der Ausbeutung, dann frage ich mich erstens, ob ihr den Unterschied zwischen dem „Töten von Juden“ und einer wie auch immer gearteten „Ausbeutung“ kennt, und zweitens empfehle ich euch mal einen kleinen Abstecher in den Nahen Osten. Vergeßt dabei nicht, euren schwulen Freund und dessen jüdische Schwester mitzunehmen, dann könnt ihr euch gleich am Grenzübergang zum Iran das passende KZ aussuchen, in dem euch die „Revolutionswächter“ den Scheitel geradeziehen werden. Und wenn ihr euch jetzt noch fragt, warum ich die iranischen Revolutionswächter und ihre Gefängnisse mit den deutschen KZs vergleichen darf, ihr aber eure Schlachthöfe nicht mit Auschwitz, dann möchte ich euch daran erinnern, dass der iranische Präsident Achmedineschad und seine Mufti-Kamarilla nichts anderes als die Vernichtung des Staates Israel plant.

Und jetzt die Raucher. Auch sie fühlen sich wie Juden im Dritten Reich – verfolgt, ausgegrenzt, unterdrückt, umgeben von der SS-Standarte „Tod den Rauchern“. Allerorten rückt man ihnen zu Leibe, obwohl sie doch nur ein harmloses Häuflein Süchtiger sind, das noch nie jemandem etwas zuleide getan hat: weder die rauchenden Mütter ihren Kindern im Auto, wenn sie früh morgens dieselben in den Kindergarten fahren, noch die lieben Kollegen am Arbeitsplatz, die uns Nichtraucher fröhlich vom Flur aus mit der Zigarette zuwinken noch die Philosophen am Nachbartisch in der Kneipe, die zwischen zwei Sätzen über Bush und Merkel den Umsitzenden ein paar Rauchwolken zupusten. Daß diese völlig zu Unrecht verfolgte Bevölkerungsgruppe sich nun mit Judenstern-T-Shirts kleiden möchte, ist doch nur zu verständlich. Schließlich geht es ihr doch ganz ähnlich wie seinerzeit den Menschen in Deutschland, die einen Judenstern tragen mußten: nachts um 3 stand die GESTAPO vor der Tür, dann hieß es Koffer packen und ab nach Auschwitz.

Und die Raucher heute? Die dürfen noch nicht mal ihre Zigaretten mitnehmen….


Wußten Sie schon??

Erwachsene Hunde können an eine abwechslungsreiche Ernährung aus Milch- und Eiprodukten, Gemüse, Reis und Teigwaren gewöhnt werden. Aus wissenschaftlichen Feldstudien lässt sich ableiten, dass es grundsätzlich möglich ist, einen Hund vegetarisch zu ernähren.

[1] 17.07.2003 Tobias Kaufmann: Essen für den Holocaust
[2] Spiegel online: Londons Bürgermeister zeigt Verständnis für Selbstmordattentäter
[3] 11.01.2008: Die Welt, Raucher-Shirts mit Judenstern im Netz angeboten

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