Massenmörder, Terroristen, Kannibalen, Diktatoren: Jeder darf vor der UNO-Vollversammlung sprechen


Hitler, Idi Amin, Yassir Arafat und Mahmoud Ahmadinejad: vor internationalen Organisationen wie Völkerbund und UNO hat sich die Creme de la Creme der Antisemiten noch nie gescheut, ihre verblödete Ideologie dem Publikum anzudrehen.
Auch dem iranischen Präsidenten, dem größten Ingenieur aller Zeiten, wurde in diesen Tagen wieder mal ein roter Teppich ausgerollt, damit der Israel-Hasser vor ausgesuchtem internationalen Publikum seine abstrusen Theorien verbreiten konnte. Dabei betritt Ahmadinejad ein Gelände, wo eine antisemitische Mentalität schon immer „omnipräsent“ war: im Sekretariat, in der Vollversammlung,der UNESCO, der UNIDO, der WIPO und anderen UN-Organisationen.

Unter solchen Voraussetzungen hätte der „Führer“ Adolf Hitler seine Freude an der UNO gehabt, wo er mit Sicherheit ein dankbares Publikum für seine Schauermärchen über das internationale Finanzjudentum gefunden hätte.

Zu seiner Zeit verhielt sich Hitler gegenüber dem Vorgänger der UNO, dem Völkerbund, ähnlich abfällig wie heute Ahmadinejad gegenüber der UNO.
Die Abrüstungsbestrebungen des Völkerbunds, die Genfer Abrüstungskonferenz, all das waren dem „Führer“ schon lange ein Dorn im Auge, besonders aber der von Briten und Franzosen geforderte jahrelange Ausschluss von der militärischen Gleichberechtigung der Großmächte untereinander. So wie Ahmadinejad es als Diskriminierung seines Landes ansieht, wenn man ihm den Besitz von Atomwaffen verweigert, jammerte auch Hitler über die Diskriminierung der Deutschen:


Die Deklassierung zu einem nicht gleichberechtigten Mitglied einer solchen Institution oder Konferenz ist für eine ehrliebende Nation von 65 Millionen Menschen und eine minder Ehren liebende Regierung eine unerträgliche Demütigung.
Das deutsche Volk hat seine Abrüstungsverpflichtungen bis zum Übermass erfüllt….
Die bewusste Deklassierung aber unseres Volkes, die darin liegt, dass man jedem Volk der Welt ein selbstverständliches Recht zubilligt, das nur uns allein vorenthalten wird, empfinden wir als die Verewigung einer Diskriminierung, die für uns unerträglich ist.
[1]

(Im Bild links: Reichsaußenminister Constantin Freiherr von Neurath begründet Deutschlands Austritt aus dem Völkerbund vor ausländischen Pressevertretern (16. Oktober 1933))

Ein anderer Potentat, der vor der UNO-Vollversammlung die antisemitische Sau rausliess, war Idi Amin, Staatschef von Uganda, praktizierender Kannibale (Menschenfleisch schmeckt etwas zu salzig ) und Diktator in einem Land, in dem fast 400000 Menschen seinem Wahn zum Opfer fielen.
Dem UNO-Generalsekretär Kurt Waldheim, der zwar kein praktizierender Kannibale war, dafür aber ein seine NS-Vergangenheit leugnender ehemaliger Generalstabsoffizier der deutschen Wehrmacht, schrieb Idi Amin:



„Hitler hatte recht mit den Juden, sie arbeiten nicht im Interesse der Völker der Welt. Deshalb wurden sie auf deutschem Boden bei lebendigem Leib mit Gas verbrannt.
Ich bin ein Bewunderer der historischen Leistungen von Adolf Hitler, der Europa mit seinem Krieg einigen wollte – und dessen einziger Fehler es war, diesen Krieg verloren zu haben.“


Und auch dieser Irre durfte vor der UNO-Vollversammlung seinen Wahn verbreiten…
Ein weiterer Despot und UNO-Redner, der den verhassten Judenstaat gerne zu seinen Lebzeiten noch vernichtet hätte, war Yassir Arafat. Arafat, um Klassen besser als Ahmadinejad als Showmaker in eigener Sache, wollte vor der UNO-Generalversammlung in New York 1974 mit umgeschnallter Pistole eine Rede halten, durfte aber nicht : er musste die Pistole vor dem Betreten des Rednerpults ablegen.
Trotzdem jubelte ihm die versammelte Menge der Vertreter von Handabhacker-Staaten und deren Sympathisanten zu: schliesslich trat der Terrorist mit der Attitüde eines Revolutionärs auf, der sich für ein unterdrücktes Volk einsetzt.
Und so lauteten auch seine bombastischen Worte:


„Heute bin ich gekommen, einen Olivenzweig und die Pistole eines Friedenskämpfers zu überbringen. Lasst den Olivenzweig nicht aus meiner Hand fallen! Ich betone: Lasst den Olivenzweig nicht aus meiner Hand fallen!“

Später, im Jahre 2002, als dem debilen Obermufti der Fatah das Gehirn schon zur Größe einer Murmel geschrumpft war, verstieg er sich wie am 18.Januar 2002 bei einer Ansprache nach einem Selbstmordattentat, bei dem sechs Israeli starben und 33 verletzt wurden, zu solchen Aussagen:


„Wir alle sind Märtyrer im Paradies. Wir sind ein Volk von Helden. […] Wir werden das Heilige Land mit dem Blut unserer Seele verteidigen. […] Ich bin bereit, 70 Märtyrer für den Tod eines Israelis zu opfern.“

70 Märtyrer? Und jeder von denen bekommt dann 70 Jungfrauen im Jenseits? Wie sagte doch Ehud Barak, in einem Interview mit dem Tagesspiegel vom 14. Juni 2004:


„Arafat ist ein Terrorist. Er sieht aus wie ein Terrorist, er geht wie ein Terrorist und er quakt wie ein Terrorist. Sie kennen doch das englische Sprichwort über das, was wohl eine Ente sein muss, wenn es aussieht, watschelt und quakt wie eine Ente?“ –


Terroristen, kannibalistisch veranlagte Diktatoren und jetzt auch Welterlöser vom Schlage eines Ahmadinejad können also vor der UNO-Vollversammlung ganz ungeniert ihre kranken Hirne entleeren. Dabei ist der iranische Staatspräsident eine besonders schillernde Figur in der Riege der antisemitischen Staatsführer: wie seinerseits Möllemann unter Helmut Kohl versteht er es, die Schläge seiner Gegner wegzustecken und mit aberwitzigen Worten dagegen zu argumentieren. Selbst der Präsident der University of Columbia, Lee Bollinger, war angesichts solch offensichtlicher Sturheit überfordert, was die Interpretation der Äußerungen von Ahmadinejad anging: „Ich weiß nicht ganz, was er zu sagen versucht hat.“ Dabei hatte Bollinger sich im Rahmen einer heftig umstrittenen Diskussionsveranstaltung mit Ahmadinejad an seiner Universität bei seiner Eingangsrede klar und einfach ausgedrückt:

  • „Sie legen alle Merkmale eines engstirnigen, grausamen Diktators zu Tage.“
  • „Ich frage Sie…(Beifall)…ich frage Sie, warum Sie in Ihrem Land Frauen, Anhänger der Bahayo-Glaubensgemeinschaft, Homosexuelle und viele Intellektuelle verfolgen?“
  • „Entweder sind Sie schamlos provokativ oder erstaunlich ungebildet.“
  • Bzgl. der Holocaust-Lüge: „Damit machen Sie sich, ehrlich gesagt, lächerlich“

Daraufhin laberte Ahmadinejad allerlei über Gott, Wissenschaft und Politik, wie es der SPIEGEL ([7]) schön zusammenfasste und sprach beim Thema Holocaust mal wieder von „fehlenden Forschungen“.

Lächerlich machte sich der iranische Präsident auch bei der anschliessenden Beantwortung von Fragen der Studenten mit seiner Äußerung über nicht vorhandene Schwule in seinem Land: „In Iran haben wir keine Homosexuellen wie in Ihrem Land“. Leider fragte niemand, ob das daran läge, dass die Schwulen im Iran schon alle hingerichtet seien.([10])

Die Ausschnitte, die der SPIEGEL auf [7] von Ahamadinejads Antwort auf Bollingers Rede zeigt sowie die Kommentare von Marc Pritzke sind allerdings irreführend. Man bekommt den Eindruck, als habe der Kommentator bewußt einige Szenen unterschlagen, in denen deutlich zu sehen ist, wie Ahmadinejad heftigen Beifall für viele seiner Ausführungen bekommt. Auch wird verschwiegen, wie der Dekan John Coatsworth Ahmadinejad am Ende lächelnd mit Handschlag verabschiedet. Es wird empfohlen, auf dem folgenden Link [11] auf das „menu“ rechts unten im Youtube-Bild zu klicken, um die gesamte Veranstaltung sehen zu können.

Die Titelzeile der „New York Post“: „Verrückter iranischer Präsident kommt als UNO-Ehrengast unter Beschuss.“ kommt dem Zustand Ahamadinejads am nächsten: er ist verrückt und müßte zum Schutze seiner Mitmenschen eigentlich eingesperrt werden.

Nach seiner Blamage bei den Studenten der Columbia-University strebte Ahmadinejad dem Höhepunkt seines Aufenthaltes im Land des Satans entgegen: der Rede vor der UNO-Vollversammlung.

Im iranischen Staatsfernsehen hatte Ahmadinejad schon zuvor bescheiden die Lösung aller Weltprobleme angekündigt. Mit einer neuen „Weltordnung“ werde der Iran alle Probleme in den Griff bekommen. So wie früher am deutschen Wesen die Welt genesen sollte besteht jetzt also die Hoffnung, dass der Ingenieur Ahmadinejad mit seiner speziellen Weltformel die Sache „in den Griff“ bekommt.

Doch wie schon so oft bei seinen Auftritten enttäuschte der stoppelbärtige Staatspräsident, denn seine Weltformel erwies sich als leeres Geschwätz. So verkündete er allen Ernstes „offiziell, dass wir die Debatte um das Atomprogramm als beendet betrachten“. Bumms aus, der Iran beuge sich keinen „illegitimen und politisch motivierten Diktaten von arroganten Mächten“ und werde entsprechende Uno-Resolutionen nicht anerkennen. Nur mit der IAEA werde man weiter verhandeln – sollten daraus aber Beschlüsse folgen, die dem Iran nicht passen, so werden die natürlich auch nicht anerkannt.

Und natürlich werden alle „Atomaktivitäten“ nur zu dem alleinigen Zweck durchgeführt, die Energie für friedliche Zwecke zu gewinnen.

Somit hat Ahmadinejad in New York nichts neues gesagt. Alles, was er vorbrachte, hätte man auch in seinen früheren Aussagen vor denselben Gremien und in der iranischen Presse nachlesen können.


Dass er vor der UNO gesprochen hat, folgt einer lange geübten Tradition in der Weltorganisation, ist aber trotzdem eine Schande, wie die israelische Außenministerin Tzipi Livni zum Auftritt Ahmadinejads vor der UNO bemerkte: „In einer gerechten Welt wäre ein derartiger Besuch niemals autorisiert worden.“

Wozu man einen verrückt gewordenen Terroristen dann noch extra in eine Universitätsveranstaltung einladen muss, damit er dort seine längst bekannten verbrecherischen Thesen ungeniert der Weltöffentlichkeit vorführen kann, bleibt das Geheimnis der Verfechter des „Free Speech“. Man mag dem Universitätspräsidenten Bollinger zugute halten, dass er Ahmadinejad eine Menge bohrender Fragen gestellt hat, bei deren Beantwortung dieser sich in seiner wolkigen Argumentationsart bestens blamierte, aber trotzdem ist Bollingers Begründung für die letztendliche Durchführung der Veranstaltung schwach: „Ich hätte auch Adolf Hitler eingeladen“.

Auch bei Professoren läuft eben manchmal der Ofen im Kopf auf Sparflamme….



[1] Adolf Hitler: Rede über den Völkerbund vom Oktober 1933

[2] Menschenfleisch schmeckt etwas zu salzig
[3] 13.03.2007: Die blutigen Possen des Idi Amin
[4] Wie wurde Idi Amin zum Schlaechter?
[5] 16.08.2006: Idi Amin – Erinnerungen an einen Schlächter
[6] Spiegel 25.09.2007, Film
[7] Spiegel 25.09.2007: AHMADINEDSCHAD IN NEW YORK
[8] Arafat vor der Uno
[9] Zitate in Wikiquote
[10] 24.09.2007: Es gibt keine Homosexuellen in Iran
[11] Kompletter Film über die Columbia-Veranstaltung
[12] 26.09.2007: Spiegel-Online über Ahmadinejads Rede vor der UNO-versammlung
[13] Ahmadinejad 2006 vor der UNO-Vollversammlung
[14] Adolf Hitler: Reichstagsrede zur Gleichberechtigung Deutschlands vor dem Völkerbund vom 17.05.1933
[15] UNO-Vollversammlung: Die große New-York-Show des M. Ahmadinejad

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