Muammar al-Gaddafi will gemeinsamen israelisch-palästinensischen Staat „Isratina“


Muammar al-Gaddafi , Libyens Diktator seit 1969, hat schon immer gerne mit provokanten Äußerungen und Gesten das internationale Publikum überrascht. Gegen Ghaddafis politische Winkelzüge und seinen Personenkult ist selbst Irans Achmedineschad ein Weisenknabe. Mit seinem neuesten Vorschlag in Sachen Palästina bleibt Ghaddafi daher seiner bisherigen Linie treu: er möchte nämlich einen gemeinsamen Staat „Isratina“ gründen, in dem Israelis und Palästinenser einträchtig zusammen leben sollen. Dorthin möchte er auch die 30000 Palästinenser schicken, die in seinem Land noch als „Flüchtlinge“ leben. Ob das ein so guter Vorschlag ist, kann man mit Fug und Recht bezweifeln, sind doch die Palästinenser in Libyen erfolgreiche Geschäftsleute, Ärzte oder Rechtsanwälte geworden, die in ihrem Leben noch nie in Palästina waren, bis auf die über 60-jährigen. Den Bruder und großen Führer der Revolution, wie er sich auf seiner Homepage nennt, ficht die Absurdität seiner Argumente natürlich nicht an, kommt es ihm doch alleine darauf an, der arabischen Konferenz in Rhiad über den saudi-arabischen Friedensplan die Show zu stehlen.

Ghaddafi, der allen Ernstes an die Protokolle der Weisen von Zion glaubt und nach der Hinrichtung von Saddam Hussein am 30. Dezember 2006 eine 3-tägige Staatstrauer anordnete, scheint von seinem moderaten Annäherungskurs gegenüber dem Westen wieder abgekommen zu sein. Im arabischen Sender „Al-Dschasira“ tönte der große Führer der Revolution, die US-Außenministerin Condoleezza Rice gebe arabischen Führern und Außenministern Anweisungen, außerdem leite sie die arabischen Sicherheitsdienste..

Schon im letzten Jahr hatte Ghaddafi in einer im Fernsehen ausgestrahlten Rede zum 37. Jahrestag seines Staatsstreichs sich als Gewinner aufgespielt:„Gott sei Dank, unsere Revolution hat gewonnen, und die ganze Welt akzeptiert unser revolutionäres Projekt, von dem Völker überall auf der Erde profitieren“, fragt sich nur, wen er da wohl gemeint hat.
Wahrscheinlich sich selbst und seinen Clan.

O-Ton Ghaddafi:
Unsere Feinde wurden im Innern Libyens zerstört, und ihr müsst bereit sein, sie zu töten, wenn sie wieder kommen.“

Noch nicht mal die Hamas-Regierung ist so blöde, sich mit solchen Sprüchen zu blamieren. Ghaddafi ist und bleibt eben der große Führer der Revolution, der sich von allen anderen „Führern“ auf der Welt gerne abheben will durch seine Extravaganzen auf politischem Parkett.

Es wird Zeit, dass der Bruder und große Führer abtritt und seinem Sohn das Feld überläßt. Der ist strenggläubiger Moslem und nicht so sprunghaft wie sein Vater.

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