27 deutsche Diözesanbischöfe auf einer „Pilgerreise“ ins Heilige Land


Bis zum Besuch der Bischöfe in Yad Vashem war die Welt eigentlich noch in Ordnung – die Deutschen standen mit betretenen Gesichtern vor den Fotos der ermordeten Juden in der Holocaust-Gedenkstätte, die israelische Regierung glänzte mit Vorschlägen für die Verbesserung der Lage der Christen in Palästina, und Ministerpräsident Ehud Olmert verpflichtete sich gegenüber Papst Benedikt XVI. , „alles in unserer Macht stehende zu tun, um Abhilfe zu schaffen“. So hätte diese Pilgerreise der Mitglieder der deutschen Bischofskonferenz doch rundherum ein Erfolg werden können, wenn die Herren Bischöfe nicht am Ende ihrer Reise vollständig ausgerastet wären und damit alles verspielt haben.

So meinte etwa der Bischof Gregor Maria Hanke nach dem Besuch von Ramallah: „Morgens in Yad Vashem die Fotos vom unmenschlichen Warschauer Ghetto, abends fahren wir ins Ghetto in Ramallah. Da geht einem der Deckel hoch.“
Wahrscheinlich meinte der heilige Mann den roten Deckel, den er zu seiner Bischofsuniform trägt. Wie auch immer, jedem kann ja mal der „Deckel“ hochgehen. Nur sollte man sorgfältig darauf achten, welche braune, rote oder grüne Suppe aus dem deckellosen Topf dann hervorquillt und womöglich das eigene Gesicht verbrüht.
Daran hatte der gute Mann wohl nicht gedacht, als er seinen Spruch loslies und dieser Minuten später in den Computern der Nachrichtenagenturen landete. Aber da war es bereits zu spät. Und es half ihm auch nichts, dass seine Mitbrüder im Herrn sich zu noch dümmeren Aussagen verstiegen:

Bischof Walter Mixa aus Augsburg sprach etwa von einer “ghettoartigen
Situation” in Palästina, Kardinal Joachim Meißner erinnerte an die “Berliner Mauer” und meinte,

so wie die Israelis die Plästinenser einsperrten, so sperre man keine Menschen ein, sondern allenfalls Tiere,

und Kardinal Karl Lehmann äußerte Zweifel am israelischen Vorgehen gegen
den palästinensischen Terror.
So waren sie alle froh, ihre Zweifel am israelischen Vorgehen gegen den palästinensischen Terror äußern zu können, und aus der Art und Weise, wie sie ihren Zweifel äußerten, folgt, dass der deutsche Vernichtungskrieg gegen die Juden höchstens so schlimm gewesen sein kann wie das, was die Israelis mit den Palästinensern machen.

Die „Mauer“ um die Palästinensergebiete: erstens ist sie keine Mauer und zweitens hat der geehrte Kardinal Meißner offensichtlich noch nie etwas über das Warschauer Getto und die es umgebende Mauer gelesen. Er plappert nur etwas daher, das ihn als Deutschen von einer Schuld befreit. Er möchte gerne, dass die israelische Mauer in ihrer Schandhaftigkeit die deutsche Mauer übertrifft, wobei er geschickterweise die Berliner Mauer nimmt und nicht die zahlreichen Mauern um die Judengettos im 2-Weltkrieg. Jedoch diente die Berliner Mauer dazu, die Bewohner der DDR an der Flucht in den Westen zu hindern, und der israelische Zaun umgekehrt der Abwehr von aussen eindringender Teroristen. Oder glaubt der Kardinal etwa an das Märchen der DDR-Kommunisten, wonach die Mauer lediglich der Abwehr der konterrevolutionärem Elemente der BRD diente?

Der israelische Botschafter Schimon Stein hat vollkommen recht, wenn er die Bischöfe Hanke, Lehmann, Meisner und Mixa dazu auffordert, sich doch lieber mit den Angehörigen der Familien von mehr als 1000 Israelis zu treffen, die seit 2001 dem palästinensichen Terror zum Opfer gefallen sind, nur weil sie Juden waren.

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