Frankreich hat nichts gegen eine atomare militärische Aufrüstung des Iran: Chirac’s skandalöse Interviews am 28./29.1. /1.2.

Am 7.Juni 1981 zerstörten 8 israelische F-16, begleitet von 2 F-15, den irakischen Atomreaktor Osirak, nur 18 Meilen von Baghdad entfernt.
Diese Aktion löste erwartungsgemäß die übliche Empörung in der Welt über das „Besatzerregime“ in Israel aus, besonders natürlich in den arabischen Staaten, wo man auch nach der UNO-Sicherheitsrat-Resolution 487 vom 19.Juni 1981, in der Israels Militärschlag gegen den Atomreaktor scharf kritisiert wurde, nicht müde wurde, Sanktionen gegen Israel zu fordern.

Keine Sanktionen dagegen forderte man gegen den Iran, der bereits am 30.September 1980 mit Kampfflugzeugen den Reaktor angegriffen hatte. Weder die UNO noch die arabischen Staaten regten sich sonderlich über diesen Angriff auf. Es ist eben ein Unterschied, ob man mit arabischen Kampfflugzeugen einen Atomreaktor angreift oder mit israelischen.

Den Iranern war jedoch kein Erfolg beschieden, genausowenig wie die islamistische Diktatur bei der Herstellung eigener Atombomben in den heutigen Tagen Erfolg haben wird. Denn nicht Deutschland, nicht Frankreich, nicht die EU, auch nicht die USA und schon gar nicht Russland oder China werden den Iran am Bau von Atombomben hindern, sondern das winzigkleine Israel wird dies tun, weil es andernfalls nämlich von den Teheraner Mullahs in Schutt und Asche gelegt würde, unter Inkaufnahme von ein paar Millionen palästinensischen Toten.

Dass die Franzosen incl. ihrem in den letzten Zügen seiner Amtszeit liegenden Präsidenten Chirac besonders empfindlich auf das Thema reagieren, ist verständlich, denn schliesslich waren sie es, die den Irakern seinerzeit die Technologie für ihren Reaktor lieferten. Einer der französischen Techniker bezahlte mit seinem Leben für die Dummheit seiner Regierung, die anderen Techniker waren jedoch schon vor dem Angriff aus dem Gelände abgezogen worden. Wie der Angriff im einzelnen vor sich ging, hat letztes Jahr die BBC in Interviews mit den damaligen Piloten rekonstruiert (BBC-Interview
)

Danach starteten am Sonntag, den 7.Juni 1981 gegen 12:25 Uhr GMT von der Etzion Air Force Base im damals noch unter israelischer Besatzungshoheit stehenden Sinai-Gebiet 8 F-16 und zwei F-15 als Begleitmaschinen in Richtung Irak.
Die Israelis donnerten in 120m Höhe über saudische und jordanische Wüsten und sanken dann beim Eintritt in irakischen Luftraum auf 30m Höhe ab, um die irakische Radarabwehr zu unterfliegen.
Gegen 17:30 Uhr waren die Bomber 20Km östlich von Osirak angekommen. In diesem Augenblick starteten die israelischen Piloten ihre Nachbrenner und kletterten bis auf eine Höhe von 2130 m. Mit 1100 km/h näherten sie sich anschliessend im Sturzflug ihrem Zielobjekt, lösten in einer Höhe von 1067 Metern in 5-Sekunden-Intervallen je zwei 1000kg Bomben. Bis auf zwei trafen alle Bomben ihr Ziel und vernichteten es so vollständig, dass der Reaktor später nie wieder seinen Betrieb aufnehmen konnte.

Um dem beginnenden irakischen Flugabwehrfeuer zu entkommen, stiegen die Israelis wieder auf 12190m. In der Dämmerung kamen sie dann wohlbehalten in Israel an, ohne Verluste oder Treffer an den Flugzeugen.
„Wir waren wirklich erstaunt, dass wir alle sicher gelandet waren ohne einen einzigen Treffer abbekommen zu haben“, sagte der Kommandant der Einheit, Zeev Raz.
Verluste gab es dagegen auf irakischer Seite: 10 Iraker und ein französischer Wissenschaftler verloren ihr Leben.

Seit dem letzten Jahr nun wissen wir definitiv, dass nicht mehr der Irak, sondern der Iran massiv an einer atomaren Bewaffnung arbeitet. Treibende Kräfte für eine rechtzeitige Abwehr dieser Gefahr sind mal wieder nicht die Europäer, sondern die USA und England, Israel hält sich bislang bedeckt, aber untätig werden die bedrohten Israelis garantiert nicht sein.
Zum Umgang der französischen Regierung mit dem Atomprogramm des Iran schreibt Gudrun Eussner zusammenfassend:


Der Staatspräsident Frankreichs gibt mit seinen Äußerungen vom 29. und 30. Januar sowie vom 1. Februar das Signal an den Iran und die reichen arabischen Ölstaaten, daß Frankreich

  • sich nicht gegen die atomare militärische Aufrüstung des Iran wendet;
  • bei einem militärischen Vorgehen der USA und/oder Israels gegen den Iran nicht beteiligt sein wird;
  • bereit ist, die arabischen Staaten durch die Lieferung entsprechender Technologie atomar aufzurüsten.

Lesen Sie das Blogger-Highlight aufhttp://www.outcut.tv:

Zum Angriff auf Osirak:
General Haigh, damals amerikanischer Aussenminister, hatte den Weitblick, dem frischgebackenen Präsidenten Reagan zu erklären, es werde der Tag kommen, da man Israel auf Knien danken werde, dass es die Aktion durchgeführt hatte.

Der Tag kam 10 Jahre später, als eine internationale Allianz gegen den Irak antreten musste, um das überfallene Kuweit zu befreien. Der Dank an Israel allerdings fiel etwas bescheidener aus.

Ein kleiner weiterer Umstand hatte 1981 zum Erfolg beigetragen: Irak und Frankreich verbindet nicht nur die Liebe zu Atomreaktoren, sondern offenbar auch die Leidenschaft für gutes und ausgedehntes Essen. Regelmässig um 18 Uhr, wenn die Mannschaften zu Tisch gingen, wurden die irakischen Radaranlagen für eine Stunde abgeschaltet. Der israelische Angriff erfolgte um 18:25 Uhr (MEZ).

Weil die Zerstörung von Osirak immerhin schon 26 Jahre zurückliegt, wissen wahrscheinlich die wenigsten, dass der erste israelische Astronaut, Ilan Ramon, einer der Piloten der F-16 war:

Lesen Sie hier etwas über das Schicksal eines der Osirak-F16-Piloten:

Nach dem Columbia-Unglück: Die Schwerkraft unseres Schicksals
Bemerkungen von Ari Shavit, Ha’aretz, 02.02.2003 Übersetzung Daniela Marcus
Jeder, der hier aufgewachsen ist, hat sie tausendmal gesehen: die weißen Spuren am blauen Himmel. Und jeder, der hier aufgewachsen ist, kennt dieses Gefühl: in dieser weißen Spur ist einer von uns. Ilan Ramon war einer von uns. Er war kein Yuri Gagarin, kein Neil Armstrong – aber einer von uns. Er war aus der Bausubstanz der Blich High School und des Flugtrainings geformt, seine Vergangenheit war mit dem Holocaust und mit dem Atomreaktor im Irak verknüpft. Er hatte ein fesselndes Lächeln und eine reizende Familie. Mit herausforderndem Patriotismus und der Naivität eines Pfadfinders nahm er eine kleine Thorarolle, die den Holocaust überdauert hatte, mit ins Weltall, und eine Zeichnung von einem Jungen, der in Auschwitz ermordet worden war. Er nahm das Banner des Präsidenten mit und die Fahne der Blich High School in Ramat Gan, und ein T-Shirt, auf dem geschrieben stand: „Ein Ende den Straßenunfällen“.


Ramons Frau mit ihren 4 Kindern:

Sechzehn Tage lang hatten wir einen von uns im Weltall. Und seit er Mitte Januar in einer weißen Spur im großen blauen Himmel über Cape Canaveral verschwunden war, erzählte uns Ilan Ramon, wenn er über uns kreiste, wie klein und schön wir seien, und wie dünn die Atmosphäre tatsächlich sei, die unser Leben überhaupt möglich macht. Und dieses Land, das so sehr an Zynismus gewöhnt ist, sah auf seinen Mann im Weltraum. Dieses Land, das normalerweise auf sich selbst herabblickt, hielt mit der Aussicht auf eine andere Realität, nämlich der, dass sich ein Land der Schwerkraft seines Schicksals widersetzen kann, den Atem an. Gestern Nachmittag war der Himmel gefüllt mit weißen Spuren. Und dieses kleine, chaotische Land war wieder einmal vereint in dem Gefühl, dass einer seiner Landsleute in diesen weißen Spuren ist. Und mit ihm die kleine Thorarolle, die Zeichnung, das Banner des Präsidenten und die Fahne der Blich High School. Und mit ihm die immer wieder zerbrechende Hoffnung, uns selbst von unserem erdanziehenden Schicksal zu befreien und in einer schwerelosen Normalität fliegen zu können, in vollkommener Missachtung der Schwerkraft unserer Existenz. Tagebuch des israelischen Astronauten überstand Explosion

AUSTIN (inn) – Teile der handschriftlichen Aufzeichnungen des ersten israelischen Astronauten Ilan Ramon, haben die Explosion des Raumschiffes „Columbia“ vor zwei Jahren überstanden.

Nun ist es einem Experten-Team gelungen, den Text wieder sichtbar zu machen. Zwei Monate nach dem Absturz des Space Shuttles am 16. Januar 2003 hatte ein indianischer Fährtenleser einen Papierstapel auf einem Feld im US-Bundesstaat Texas gefunden. Es handelte sich um die privaten Aufzeichnungen des israelischen Astronauten. Wie die „Herald Sun“ im Bundesstaat North Carolina berichtet, hat das Papier die Explosion, den Absturz aus einer Höhe von 60 Kilometern sowie zwei Monate Sonne und Regen ausgehalten.

Sharon Brown, eine forensische Expertin von der israelischen Polizei, hat anderthalb Jahre lang modernste Technik eingesetzt, um den Text lesbar zu machen. Die Wissenschaftlerin verwendete Computer und Infrarot-Licht und setzten die Papierstücke wie Puzzle zusammen. Da das Notizbuch Eigentum von Ramons Witwe Rona ist, habe sie versucht, die Buchstaben zusammenzusetzen, ohne sie zu lesen, erzählt sie. „Als sei es ein Puzzle in einer Sprache, die ich nicht kenne. Doch sehr bald merkte ich, dass ich genau das Gegenteil von dem tat.“ Rona Ramon hatte die israelische Polizei darum gebeten, herauszufinden, was ihr Mann aufgeschrieben hatte. Sie wolle keine privaten Notizen des Astronauten bekannt geben, erklärte die Wissenschaftlerin. 18 Seiten handgeschriebene Aufzeichnungen in hebräischer Sprache konnte sie entziffern. Vier Blätter gehören zu Ramons persönlichem Tagebuch über die ersten sechs Tage der 16-tägigen Mission.

„Wir wissen nicht, ob er einfach aufhörte zu schreiben, oder ob ihm das Papier ausging, oder ob die anderen Seiten zerstört wurden“, erklärte Brown. Sechs weitere Seiten enthielten technische und acht Seiten persönliche Notizen, die er vor dem Start aufgeschrieben hatte. Ramon hatte sich etwa Themen notiert, über die er in Interviews aus dem Weltall sprechen wollte. Unter den Aufzeichnungen war auch eine sorgfältige Kopie des Schabbat-Kiddusch, der Segnung des Weines, die beim Schabbat gesprochen wird. Bei der Explosion waren neben Ramon sechs amerikanische Astronauten ums Leben gekommen. Obwohl Ramon nicht streng gläubig war, hatte er koschere Speisen dabei. Als die „Columbia“ über Jerusalem flog, betete er das „Schma Israel“. An einer Tür des Raumschiffs befestigte er eine Mesusa mit Versen aus der Hebräischen Bibel. Zu Beginn des Schabbat sprach er die traditionellen Segenssprüche über Wein und Brot. Der Astronaut verstand sich als „einen Boten des Zionismus und des jüdischen Volkes“.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Israel, Palästinenser veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s